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FUSSBALL: FCL-Talent Ruben Vargas: «Ich will einen Stammplatz»

Aussenangreifer Ruben Vargas (19) zählt zu den hoffnungsvollsten Jungprofis beim FCL. Der Adligenswiler kommt immer öfter zum Einsatz. Er geht mutig in den Abstiegskampf, glaubt fest an den Ligaerhalt.
Daniel Wyrsch, Marbella
Offensivspieler mit schnellen Beinen: FCL-Jungprofi Ruben Vargas. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Marbella, 13. Januar 2018))

Offensivspieler mit schnellen Beinen: FCL-Jungprofi Ruben Vargas. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Marbella, 13. Januar 2018))

Daniel Wyrsch, Marbella

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Zuerst ist Ruben Vargas zurückhaltend. Als er dann über seinen Vater, der aus der Dominikanischen Republik stammt, spricht, blüht der 19-jährige FCL-Profi aus Adligenswil auf. «Vom Vater habe ich das südländische Blut und die schnellen Beine», sagt er. Seine Schweizer Mutter steht demnach für das defensive Gewissen. Er nickt nur leicht mit dem Kopf, denn der junge Linksaussen steht nicht unbedingt für zuverlässiges Abwehrverhalten.

Im Gegenteil: Ruben Vargas ist ein Offensivmann, der frech und schnell ist, einer, der sich etwas zutraut und auch mal mit dem Ball am Fuss auf die andere Flügelseite wechselt. Damit erinnert er an Xherdan Shaqiri. Doch Vargas ist längst noch nicht so weit wie der Schweizer Nationalspieler und Stoke-Profi. Vargas hat zweifellos Potenzial, auch wenn er mit seiner Grösse von 1,74 Metern und der schmächtigen Postur viel an seiner Physis arbeiten muss, um den Gegnern besser Paroli zu bieten. Das ist ihm bewusst. «Physisch versuche ich mich ständig zu steigern», sagt der gelernte Maler, der nach dem Lehrabschluss im letzten Sommer den ersten Profivertrag bis 2020 unterschrieben hat.

Von Trainer Seoane hat Vargas schon viel gelernt

Vargas hat sich gewisse Dinge als Berufsfussballer bereits genau gemerkt. Angesprochen auf den Trainerwechsel von Markus Babbel zu Gerardo Seoane, sagt er: «Darüber möchte ich nicht reden.» Das heisst, er äussert sich nicht über Babbel, der den Verein am 5. Januar verlassen musste. Zum Nachfolger meint Vargas: «Ich freute mich, dass Herr Seoane nun unser Trainer ist. Ich kenne ihn gut von der U21 her und von früher, als er Stürmertrainer war. Von ihm habe ich schon viel lernen können.»

Seit dem 15-Minuten-Debüt Ende August zu Hause gegen den FC Zürich (1:1) ist Vargas zu nunmehr sechs Super-League-Einsätzen gekommen. Unter Babbel spielte er in den letzten drei Partien vor der Winterpause jeweils mindestens 45 Minuten. Am Samstag im ersten Testspiel unter Seoane stand er in Marbella gegen Feyenoord Rotterdam (1:2) über eine Stunde auf dem Rasen.

Er ist also ein gefragter Mann beim Coach. Nimmt er das selber ebenfalls so wahr? «Ich hoffe natürlich, dass der Trainer auf mich setzt.» Wenngleich Vargas eher ruhig ist, hat diese Charaktereigenschaft nichts mit seinem Ehrgeiz als Fussballer zu tun. Für sein zweites Trainingslager mit den Profis hat er sich ein Ziel gesetzt: «In den Testspielen geht es auch um die Stammplätze, ich will mir einen erkämpfen.»

Er dürfte auf gutem Weg sein. Doch da ist noch die Abstiegs­gefahr, die ihm als jungem Spieler zu schaffen machen könnte. Wie geht Ruben Vargas damit um? Er gibt die Antwort, die den Jungprofis in den Vereinen vorgekaut wird: von Spiel zu Spiel schauen. Vargas macht sich aber seine eigenen Gedanken, die er der Phrase hinzufügt: «Ich habe keine Angst und denke, dass wir den Ligaerhalt schaffen.»

Sein Ausgleich ist übrigens Golfspielen – bei seinem Vater Victor, der Golflehrer bei Golf Sempachersee ist. Wenn Ruben Vargas davon spricht, strahlt er.

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