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FUSSBALL: FCL-Trainer Babbel ist mit dem Punkt unzufrieden

Der FC Luzern spielt auswärts beim FC Sion 1:1. Normalerweise ein gutes Resultat für die Innerschweizer, doch dem FCL wird ein korrekt erzieltes Tor aberkannt.
Daniel Wyrsch, Sion
Christian Schwegler (links) wird von Sions Ermir Lenjani attackiert. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Sion, 20. August 2017))

Christian Schwegler (links) wird von Sions Ermir Lenjani attackiert. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Sion, 20. August 2017))

Daniel Wyrsch, Sion

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Markus Babbel ist nicht einer, der wegen Kleinigkeiten jammert. Nach dem ereignisreichen Spiel am Sonntag in Sion wollte er sich aber zu einer Szene aus der 41. Minute äussern. «Uns ist ein korrekt erzieltes Tor aberkannt worden», sagte er. Den Luzernern wurde von Schiedsrichter Sandro Schärer der 2:1-Führungstreffer aberkannt, nachdem Assistent Stéphane de Almeida ein Offside angezeigt hatte. Doch weder live im Stadion noch am TV-Gerät war eine Abseitsstellung von Passgeber Christian Schneuwly und dem Schützen Tomi Juric zu erkennen gewesen.

Babbel lag mit seiner Kritik wohl richtig, das Tor hätte zählen müssen. Natürlich wäre der Spielverlauf dann ein anderer gewesen, einer, der dem FCL entgegengekommen wäre. Doch Babbels Team machte auch so einen recht guten Job auf dem neuen Rasen im Tourbillon. Das frühe 1:0 der Walliser in der 5. Minute durch Robert Acquafresca war zwar Ausdruck davon, dass die Gäste schlecht ins Spiel gekommen waren. Aber nach knapp 18 Minuten und dem ersten Schuss von Olivier Custodio aufs Sittener Tor änderte sich das Bild.

Sions Ersatzgoalie bekommt auf der Bank die rote Karte

Der FCL gewann nun viele Zweikämpfe und kam zu guten Offensivaktionen. Nach einem ungenügend abgewehrten Corner Sions konnte Christian Schneuwly in der 21. Minute genau vors Tor flanken, wo Pascal Schürpf freistehend zum 1:1-Ausgleich einköpfelte. Im Anschluss daran wurde Sion-Ersatzgoalie Kevin Fickentscher mit roter Karte auf die Tribüne verbannt, er hatte wegen eines vermeintlichen Handspiels von Juric vor dem 1:1 zu heftig beim Schiedsrichter reklamiert. Die Walliser hätten ein Problem bekommen, wenn Torhüter Anton Mitrjuschkin nicht zu Ende hätte spielen können.

Goalgetter lassen gute Chancen aus

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit mehreren guten Torchancen für beide Mannschaften. Die klarsten Möglichkeiten vergaben die jeweiligen Goalgetter der beiden Teams: Ex-FCL-Stürmer Marco Schneuwly hätte in der 77. Minute aus der Drehung nur flach einschieben müssen, aber er schoss den Ball über das Tor. Luzerns Tomi Juric besass sogar zwei erstklassige Kopfballchancen. Je eine Massflanke von Hekuran Kryeziu (60.) und Olivier Custodio (94.) platzierte er aber knapp über und neben das Gehäuse.

Während Sion-Trainer Paolo Tramezzani aus familiären Gründen nach dem Spiel sofort das Stadion verlassen musste, konnte Babbel ruhig Auskunft geben. Er war nicht zufrieden mit dem Punkt. Nicht nur der erwähnte aberkannte Treffer ärgerte ihn, auch sonst war er nicht glücklich. Spielerisch überlegene Luzerner hatten gestern die Möglichkeit vergeben, in Sion zu gewinnen. Mit acht Punkten aus fünf Spielen ist dem viertplatzierten FCL der Saisonstart jedoch gelungen.

Sion – Luzern 1:1 (1:1)

9000 Zuschauer. – SR Schärer. – Tore: 5. Aquafresca (M. Schneuwly) 1:0. 21. Schürpf (Ch. Schneuwly) 1:1.

Sion: Mitrjuschkin; Zverotic, Cümart (51. Paulo Ricardo), Bamert; Lüchinger, Kukeli, Lenjani; Karlen; Milosavljevic (61. Zock); Marco Schneuwly, Aquafresca (64. Mboyo).

Luzern: Omlin; Schwegler (69. Follonier), Schmid, Schulz, Lustenberger; Custodio, Kryeziu; Christian Schneuwly, Rodriguez (82. Ugrinic), Schürpf; Juric.

Bemerkungen: Sion ohne Carlitos, Dimarco, Mveng, Ndoye. Luzern ohne Arnold, Grether, Itten, Lucas, Schindelholz (alle verletzt). Platzverweis: Fickentscher (Sion, Reklamieren von Ersatzbank). Verwarnungen: 23. Custodio (Foul), 32. Lenjani (Foul), 67. Zverotic (Foul), 72. Mboyo (Foul).

5. Runde: Sion – Luzern 1:1. Basel – Lugano 1:1. Grasshoppers – St. Gallen 2:0.

Samstag: Zürich – Young Boys 0:0. Thun – Lausanne 5:2.

1. Zürich 5 3 2 0 6:1 11
2. Young Boys 5 3 1 1 9:4 10
3. Basel 5 3 1 1 10:6 10
4. Luzern 5 2 2 1 7:6 8
5. St. Gallen 5 2 1 2 6:7 7
6. Sion 5 2 1 2 3:5 7
7. Thun 5 2 0 3 10:8 6
8. Lugano 5 1 2 2 4:5 5
9. Grasshoppers 5 1 1 3 6:11 4
10. Lausanne 5 0 1 4 7:15 1

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