Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FUSSBALL: FCZ - FCL: Für beide gibt's einen Punkt

Der FC Luzern bleibt unter dem neuen Trainer Gerardo Seoane nach drei Spielen ungeschlagen: Auswärts gegen den FC Zürich bricht zwar die Siegesserie, doch mit dem 1:1 sind die Luzerner zufrieden.
Daniel Wyrsch, Zürich
Freundschaftliche Umarmung nach dem Remis: FCL-Trainer Gerardo Seoane (rechts) und FCZ-Trainer Uli Forte. (Bild: Benjamin Soland/Freshfocus (Zürich, 18. Februar 2018))

Freundschaftliche Umarmung nach dem Remis: FCL-Trainer Gerardo Seoane (rechts) und FCZ-Trainer Uli Forte. (Bild: Benjamin Soland/Freshfocus (Zürich, 18. Februar 2018))

Daniel Wyrsch, Zürich

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Ungewohntes passierte in der Medienkonferenz nach dem Spiel. Luzern-Trainer Gerardo Seoane (39) gratulierte Zürich-Coach Uli Forte (43) nach dem Unentschieden. «Gratulation Uli Forte und dem FC Zürich zum gewonnenen Punkt», sagte Seoane. Üblicherweise werden solche Blumen dem Amtskollegen an der Seitenlinie nur bei verdienten gegnerischen Siegen oder aussergewöhnlichen Leistungen überreicht.

Wahrscheinlich hat Seoane in Betracht gezogen, dass dem Zürcher Stadtklub gestern etwas Besonderes gelungen ist: Der FCZ hat die Siegesserie des FCL im Letzigrund mit dem 1:1 endlich stoppen können. Zuvor hatten die Innerschweizer sieben Spiele hintereinander auswärts beim FC Zürich gewonnen. Forte sprach auch gestern davon, dass Luzern der Angstgegner seiner Mannschaft sei. Der Trainer des drittplatzierten Gastgebers stellte auf Nachfrage aber klar, dass die Erleichterung über das Reissen der Serie zwar vorhanden sei, «aber mir wäre lieber gewesen, wenn wir die Serie mit einem Sieg beendet hätten». Der nach dem Match gut gelaunte Forte ergänzte dann noch, «dass von uns wohl nur Alain Nef bei allen Spielen seit 2013 dabei gewesen ist». Bemerkenswert fand Forte, wie sich Luzern-Offensivmann Christian Schneuwly erneut als Torschütze auszeichnete. «Schneuwly muss sich hier pudelwohl fühlen», sagte der FCZ-Coach bitter lächelnd.

Schneuwly weiss nicht, wieso er plötzlich so treffsicher ist

Tatsächlich hatte der frühere Zürich-Profi Schneuwly erneut im Letzigrund getroffen. Das 1:0 in der 28. Minute war sein drittes Tor in diesem Stadion seit dem 10. Dezember. An diesem Tag hatte er zum 2:1-Sieg des FCL einen Treffer beigesteuert, gestern vor einer Woche erzielte er mit einem Sonntagsschuss das 2:1-Siegtor gegen GC. Insgesamt hat Christian Schneuwly in den letzten fünf Partien vier Tore geschossen. Darauf angesprochen, meinte der 30-Jährige aus Wünnewil im Kanton Freiburg bescheiden: «Ich weiss auch nicht, was gerade los ist!»

Weniger effizient waren dagegen Stürmer Tomi Juric und Linksaussen Francisco Rodriguez. Hätten sie ihre erstklassigen Torchancen in der 45. und 76. Minute genutzt, der FCL wäre höchst­wahrscheinlich im dritten Spiel unter Seoane zum dritten Mal als Sieger vom Platz gegangen. Juric scheiterte im Duell gegen FCZ-Goalie Andris Vanins, der beim Tor von Schneuwly noch der Sünder war, weil er eine scharfe Flanke von Juric nach vorne hatte fallen lassen. Und Rodriguez war betreffend seine vergebene Gelegenheit eine Viertelstunde vor Schluss selbstkritisch genug, um festzustellen: «Ich hätte schneller abschliessen müssen.» Weil Rodriguez die Entschlossenheit vermissen liess, konnte Rasmus Thelander den Schuss blocken.

Seoane monierte nach der Partie denn auch die fehlende Effizienz und Kaltblütigkeit bei diesen zwei hochkarätigen Chancen. Ausserdem sah er gleich wie Forte zwei völlig verschiedene Halbzeiten. Die ersten 45 Minuten gehörten den Luzernern, in der zweiten Halbzeit überliessen die Gäste aus der Innerschweiz dem FCZ immer mehr das Feld. «Der Ausgleichstreffer hat sich abgezeichnet», analysierte Seoane. Die Gastgeber kamen nach einer schwachen ersten Halbzeit besser ins Spiel. Beim FCL stimmte die Abstimmung in der Abwehr nicht. Vor allem Innenverteidiger Marvin Schulz harmonierte wie schon gegen GC nicht mit seinen Mitspielern. Zuerst spedierte er eine Flanke in Corner, obwohl Torhüter Jonas Omlin den Ball hinter ihm in die Hände hätte nehmen können. Sekunden später liess er sich nach einem Einwurf von Antonio Marchesano düpieren, dieser flankte präzise zur Mitte, wo Raphael Dwamena in der 60. Minute zum 1:1-Endstand einköpfelte. Auch Omlin sah dabei unvorteilhaft aus, weil er herauslaufend nicht an den Flankenball herangekommen war.

Luzerns Vorsprung auf Schlusslicht Sion ist etwas geschrumpft

Dennoch holte sich der FCL dank grossem Willen und unbändigem Einsatz ein achtbares Remis beim nach wie vor drittplatzierten FCZ. Die weiterhin auf Platz 7 stehenden Luzerner sagten unisono, dass sie mit dem Punkt zufrieden seien. Aber der Vorsprung auf Schlusslicht Sion (Sieg über Lausanne) ist auf sieben Punkte Vorsprung geschrumpft – der Abstiegskampf geht weiter.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.