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FUSSBALL: Forte: «Wir sind die Favoriten»

Uli Forte (40) brennt auf den Match am Samstag (17.45) in Luzern. Der selbstbewusste Trainer strebt mit YB den achten Pflicht- spielsieg hintereinander an.
Kein Hochmut, sondern Selbstbewusstsein: Young-Boys-Trainer Uli Forte. (Bild: Freshfocus/Urs Lindt)

Kein Hochmut, sondern Selbstbewusstsein: Young-Boys-Trainer Uli Forte. (Bild: Freshfocus/Urs Lindt)

Daniel Wyrsch, Bern

Uli Forte ist wohltuend anders. Er schiebt, im Gegensatz zu den meisten Schweizer Trainerkollegen, die Favoritenrolle nicht von sich und seinem Team. Der 40-jährige Zürcher mit neapolitanischen Wurzeln nimmt die Aufgabe mehr denn je an, mit YB erfolgreich sein zu müssen.

Mit dieser Einstellung geht Forte in den ersten Rückrundenmatch am Samstag (17.45) in Luzern. Auf die Frage, ob die Berner nach zuletzt vier Siegen in Folge gegen den FCL die Favoriten seien, antwortet Forte: «Wir sind auch von den Positionen in der Tabelle her favorisiert.» Doch der YB-Coach leidet nicht unter Hochmut. Er hat seine Spieler gewarnt, ihnen gesagt: «Vergesst die Tabelle! Nach dem Match können wir wieder darauf schauen, hoffentlich mit drei Punkten mehr. Aber wenn wir jetzt mit der Tabelle in der Hand in dieses Spiel reingehen würden, müssten wir wohl ein blaues Wunder erleben.»

Ein blaues Wunder hatten die Young Boys am 20. September des letzten Jahres 18 Kilometer von der Swissporarena entfernt in Buochs erlebt. Sensationell schieden sie im Cup gegen die fünftklassigen Amateure aus. Für Forte und sein Team ist das Trauma Buochs kein Thema mehr. «Es ist passiert, und es war sehr schlimm, aber es ist verarbeitet.»

Stark aus der Krise gekommen

In der Folge des Cup-Debakels stand Forte stark unter Druck. Vor dem Liga-Heimspiel am 9. November gegen Sion hiess es in den Medien, der Trainer müsse gehen, falls er verliere. YB gewann dank einem späten Tor von Milan Vilotic mit 2:1. «Wir hatten schwierige Zeiten durchgemacht. Ich hatte damals gesagt, wenn wir da rauskommen, dann gestärkt. Das hat sich bewahrheitet», blickt Forte zurück. Tatsächlich: Zum Schluss der Vorrunde reihte YB sieben Pflichtspielsiege aneinander.

Diese Erfolgsserie hat den Bernern, die seit 28 Jahren auf einen Titel warten, enorm viel Selbstvertrauen gegeben. Forte: «Jetzt wollen wir den achten Sieg in Folge anstreben.» Doch der frühere NLB-Profi des SC Kriens weiss um die Gefährlichkeit der Luzerner. «Wir müssen uns auf ein Kampfspiel einstellen, einen harten Match. Die Luzerner müssen in jedem Spiel punkten, um unten rauszukommen, das treibt sie an.» Anschliessend an das Gespräch mit unserer Zeitung betritt Forte mit Sportchef Fredy Bickel und Präsident Werner Müller das Podium im Medienraum des Stade de Suisse. YB hat zur Pressekonferenz vor der Rückrunde eingeladen. Über 20 Journalisten sind gekommen. Forte versprüht als einziger Exponent der Berner wahre Vorfreude und Zuversicht. Er wirkte wie ein Animateur eines Ferienklubs am Meer, wo die Sonne den ganzen Tag scheint.

Forte pfeift den YB-Boss zurück

Forte wird seinem Nachnamen mehr als gerecht, er wagt es sogar, Präsident Müller zurückzupfeifen. Der YB-Boss schwärmt in seiner Rede davon, wie er sich auf die Spiele gegen den Premier-League-Klub Everton in den Sechzehntelfinals der Europa League freue. Forte erklärt allen, dass man mit dem Kopf nun auf keinen Fall schon bei Everton sein dürfe, «zuerst spielen wir in der Super League in Luzern und eine Woche später zu Hause gegen GC». Erst nach der Vorspeise und dem Hauptgang komme in zwei Wochen dann das Dessert mit dem Heimspiel gegen Everton.

Forte macht ausserdem eine Bemerkung über den Zustand des FCL: «Luzern hat das Wasser nicht nur bis zum Hals, das steht bereits bis zur Nase.» Das sagt er nicht, um den nächsten Gegner schlecht zu reden, sondern um aufzuzeigen, wie schwer es für YB in der Swissporarena werden könnte. Dort kommt es zum Wiedersehen mit Rolf Fringer (58). «Er ist ein Freund von mir», sagt Forte über den neuen FCL-Sportchef. «Ich weiss, was er mit seiner positiven Art bewirken kann.» Die Meinung des YB-Trainers: «Es war nötig, die Luzerner waren recht niedergeschlagen nach dieser Vorrunde. Damit hätte niemand gerechnet, dass sie in der Winterpause auf dem Abstiegsplatz stehen.»

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