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FUSSBALL: Frustrierter Vorstand der FCL-Frauen tritt zurück

Vor drei Jahren wechselten die Spitzenfussballerinnen-Teams von Kriens nach Luzern, weil die FC Luzern-Innerschweiz AG sie integrieren wollte. Der FCL kann die damalige Absichtserklärung nicht einhalten.
Der Vorstand der FCL-Frauen tritt zurück. Hier am Ball: Rahel Graf. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 1. April 2016))

Der Vorstand der FCL-Frauen tritt zurück. Hier am Ball: Rahel Graf. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 1. April 2016))

Die Enttäuschung bei den FCL-Frauen muss enorm sein. Per Ende der laufenden Saison tritt der gesamte Vorstand zurück, macht Platz für eine neue Führung der vier Frauen-Spitzenfussball-Teams (NLA, U19, U17, U15). In einer Medienmitteilung schreibt Daniel Remund im Namen des Vorstands: «Nach 13 Jahren Aufbauarbeit mit viel Engagement und Herzblut mussten wir akzeptieren, dass der für die Zukunft so wichtige Schritt, die Integration von unserer Spitzensportsektion in die FC Luzern-Innerschweiz AG, nicht stattfinden wird.» Dabei hatten die Macher nach den Teamwechseln vom SC Kriens zum FC Luzern am 28. April 2014 grosse Hoffnungen gehegt: Von den damals zuständigen Personen der FCL-Innerschweiz AG (Ruedi Stäger und Alex Frei) erhielten sie an jenem Tag eine unterzeichnete Absichtserklärung. Darin war die Integration der Frauensektion innerhalb von drei Jahren geplant.

Im November 2016 hatte der Vorstand eine negative Rückmeldung vom Verwaltungsrat der FCL-Innerschweiz AG bekommen, wie Remund erklärt: «In diesem Schreiben wird darauf hingewiesen, wie wichtig dem VR der Frauenfussball sei, aber eine Integration nicht möglich ist.»

Vorlagen sollen erfüllbar gewesen sein

Frustriert stellen die Frauenverantwortlichen fest: «Alle aufgeführten Gründe wären lösbar gewesen und entsprechen zum Teil nicht den Tatsachen.» Und: «Ist die FC Luzern-Innerschweiz AG ein verlässlicher Partner?»

Philipp Studhalter, Verwaltungsratspräsident der FC Luzern-Innerschweiz AG, hält fest: «Wir bedauern den Entscheid der Verantwortlichen des FCL Frauen Spitzensport. Wir haben nach Kräften versucht, sie zu unterstützen. Es wäre sehr bedauernswert, sollten sich keine Nachfolger finden lassen.»

Der Korb an die Frauen hat offensichtlich monetäre Gründe: Der FCL-Profibereich fährt ein strukturelles Defizit von jährlich 2 Millionen Franken ein. Für die Frauen sollen keine neuen Geldgeber gefunden worden sein.

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

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