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FUSSBALL: Gao vor dem Einstieg beim FCL

Der FC Luzern feiert heute (20.30) zu Hause gegen Sion den Europacup-Einzug. Das FCL-Glück perfekt machen könnte die baldige Zusage des Hotelinvestors Yunfeng Gao als Geldgeber.
Daniel Wyrsch
Der chinesische Investor Yunfeng Gao bei der Eröffnung der Frutt Lodge im Dezember 2015. (Bild Dominik Wunderli)

Der chinesische Investor Yunfeng Gao bei der Eröffnung der Frutt Lodge im Dezember 2015. (Bild Dominik Wunderli)

daniel wyrsch

Seit mehreren Monaten wird in Insiderkreisen gemunkelt, dass der Chinese Yunfeng Gao (49) beim FC Luzern einsteigen könnte. Gemäss unseren Recherchen konkretisiert sich jetzt die Beteiligung des rund 1 Milliarde Franken schweren Innerschweizer Hotelinvestors an der FCL-Holding AG. Der Besitzer des «Palace Luzern», des «Europäischen Hofs», Engelberg, und der «Frutt Lodge» würde aller Voraussicht nach das freie 25-Prozent-Aktienpaket von Walter Stierli (68) übernehmen. Der Ex-Präsident stieg Ende 2014 als Investor aus.

Europacup, Transfererlöse und Gao

Für den Super-League-Klub käme die Zusage des potenten neuen Geldgebers zum goldrichtigen Zeitpunkt. Die Gründe: Der FCL hat sich die Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation gesichert, kann die Saison heute gegen Sion voraussichtlich auf Platz 3 abschliessen (siehe Box). International müsste die Mannschaft von Markus Babbel zwei Quali-Runden überstehen, um im August in die lukrative Gruppenphase, die mit einem Startgeld von 2,5 Millionen Franken dotiert ist, einzuziehen. Da Luzern im Januar für die Verkäufe von Dario Lezcano (Ingolstadt) und Remo Freuler (Atalanta Bergamo) nach Jahren endlich wieder Ablösen in Millionenhöhe generieren konnte, wird die nächste Transferrechnung Gewinn abwerfen.

In den letzten drei Geschäftsjahren hat das Minus der FC Luzern-Innerschweiz AG jeweils knapp 2 Millionen Franken betragen. Für das Defizit sind stets die Investoren Bernhard Alpstaeg, Samih Sawiris, Marco Sieber, Hans Schmid und Josef Bieri geradegestanden. Der Einstieg von Gao würde die Holding und damit den Verein breiter abstützen und finanziell stabilisieren.

FCL-Vertreter führen Gespräche

Dass der FCL ernsthaft mit der Unterstützung von Gao rechnen darf, steht ausser Frage. Holding-Präsident Philipp Studhalter (40) will Verhandlungen mit dem schwerreichen Chinesen zwar nicht bestätigen, kann aber auch nicht dementieren, dass FCL-Leute mit diesem seit geraumer Zeit Gespräche führen.

Parallelen zu Samih Sawiris

Die Parallelen zwischen dem ägyptischen Tourismus-Unternehmer Samih Sawiris (59) und dem zehn Jahre jüngeren Yunfeng Gao sind augenfällig. Sawiris ist bekanntlich mit dem Aufbau des Andermatt-Resorts in der Innerschweiz aktiv, während Gao mehrere hundert Millionen Franken in die drei erwähnten Hotels investiert hat.

Mit der Mitgliedschaft in der FCL-Holding kaufte sich Sawiris neben dem Spass, an einem Fussballklub mit schmuckem Stadion beteiligt zu sein, unter anderem gesellschaftliche Akzeptanz. Das Gleiche würde für Gao gelten. Das Kerngeschäft seines Unternehmens mit 9500 Mitarbeitern ist übrigens die Herstellung von Lasergeräten.

Wie unsere Zeitung erfuhr, kann sich Gao vorstellen, mit seiner Familie in die Schweiz zu ziehen. Verankert ist er hier bereits. Seit 2012 ist Gao zu einem Drittel am Obwaldner Bau- und Immobilienunternehmen Eberli Sarnen AG beteiligt. Diese Firma hat nicht nur die erwähnten Hotels renoviert und gebaut, sondern auch die Swissporarena mit ihren goldenen Stäben aus China.

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