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FUSSBALL: Gaugler: «Costa stärkt unsere Mentalität»

Der FC Luzern spielt kurz vor dem Saisonstart stark auf. Sportkoordinator Remo Gaugler ist angetan vom Team – und setzt ein Auftaktziel.
Daniel Wyrsch
Der neue Abwehrchef des FC Luzern: Ricardo Costa, der ehemalige portugiesische Nationalspieler. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Der neue Abwehrchef des FC Luzern: Ricardo Costa, der ehemalige portugiesische Nationalspieler. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Daniel Wyrsch

Nach den Siegen in den Testspielen gegen Kaiserslautern (1:0), Monaco (2:1) und Schalke (4:2) sind die Erwartungen an den FC Luzern hoch. Remo Gaugler (47), der vor seinem ersten Saisonstart als Sportkoordinator steht, über diese Serie in der Vorbereitung: «Für alle drei Siege hat es keine Punkte gegeben, dafür können wir uns nichts kaufen. Trotzdem sind solche Leistungen gut fürs Vertrauen, da wir uns die gezeigten Qualitäten im Training geholt haben.»

Dem Baselbieter ist klar, dass die Resultate erst ab dem kommenden Samstag (17.45) in Lugano in der Liga und fünf Tage später zu Hause in der Europa-League-Qualifikation gegen Sassuolo zählen. Gaugler gibt ein recht konkretes Startziel für die ersten beiden Meisterschaftsspiele gegen Lugano und GC vor: «Holen wir aus den ersten zwei Ligaspielen drei bis sechs Punkte, ist der Start gelungen.»

Der FCL hat die letzte Saison überraschend als Drittplatzierter beendet. Klar: Man will mindestens Rang 3 bestätigen. Gaugler nennt eine Zielsetzung, die sich auf die Einstellung bezieht: «Unser Ziel ist es, dank der richtigen Mentalität unsere Qualitäten auf den Platz zu bringen und so unser Spiel zum Sieg durchzubringen. Dann schauen wir, was dabei herausschaut.»

Die Wirkung eines Ricardo Costa

Remo Gaugler ist bis jetzt hochzufrieden: «Die Mannschaft spielt im Moment einen Fussball, den jeder Fan und jeder Interessierte sehen will.» Er ist überzeugt, dass die Verpflichtung des neuen Abwehrchefs Ricardo Costa (35) ihren Teil dazu beigetragen hat. «Alle, die meinen, Ricardo Costa sei hier, um seine Karriere ausklingen zu lassen, dem sei gesagt: Seit er hier ist, haben wir keinen Match verloren. Er reisst mit seiner Einstellung und Leidenschaft die anderen Spieler mit.»

Gaugler erklärt, warum ein erfolgreicher Profi wie Costa hier grosse Wirkung hat: «Gewinner formen Gewinner, Persönlichkeiten formen Persönlichkeiten. Wir wollen mit ihm alle Spieler weiterbringen. Costa stärkt unsere Mentalität.»

Sportkoordinator Gaugler nennt als Beispiel den jungen Flügelspieler João Oliveira (20). «Für Oliveira ist Costa nicht nur wegen der portugiesischen Sprache und Herkunft ein zusätzlicher Antrieb. Er sah ihn regelmässig am Fernsehen in der Champions League spielen, er ist ein Idol für ihn.»

Neben dem Ex-Portugal-Internationalen Costa hat Gaugler zusammen mit der Sportkommission Tomi Juric (von Roda Kerkrade), Cedric Itten (Basel) und Simon Grether (Wohlen) verpflichtet. Gerade um Grether, der den verletzten Rechtsverteidiger Jérôme Thiesson in den nächsten Wochen ersetzen soll, ist der Liestaler nun besonders froh. ­«Grether ist ein guter Spieler. Ich habe ihn nicht geholt, weil er ein Ex-Basler ist, sondern weil wir ihn brauchen.»

Hirzel kommt (noch) nicht

Die Transferaktivitäten sind abgeschlossen. Auch Andreas Hirzel, der Ersatzgoalie des Hamburger SV, soll (noch) nicht kommen. «Im Moment gibt es für weitere Zuzüge keinen Grund. Sollten wir in die Gruppenphase der Europa League kommen, dann könnten wir noch einmal aktiv werden.»

Dass Gaugler mit dem Hier und Jetzt zufrieden ist, spricht er aus: «Wenn ich ein Team kaufen müsste, dann wäre es unseres. Es ist eine gute Mischung zwischen Erfahrung und Jugend.»

Jantscher soll verlängern

Trotzdem gibt es während einer Transferperiode (bis 31. August) immer Profis, die weg wollen – oder weg müssen. Der österreichische Nationalspieler Jakob Jantscher (27) ist einer, der Luzern nach der EM verlassen wollte. Bis jetzt hat der Linksaussen kein passendes Angebot erhalten. Was ist die Empfehlung von Gaugler an ihn? «Für alle involvierten Seiten wäre es das Beste, wenn Jantscher bei uns bleiben würde. Köbi könnte richtig Vollgas geben, dann hätte er im Winter oder im nächsten Sommer die Chance, den gewünschten Wechsel zu realisieren.» Die Bedingung zum Verbleib beim FCL ist konkret. «Jakob Jantscher muss den vorliegenden Vertrag für eine Verlängerung um ein Jahr bis Sommer 2018 unterschreiben.»

Plätze für Junge im Mittelfeld

Migjen Basha (29) ist aus der Leihe bei Como (Serie B) zurück beim FCL. Er hat einen gut dotierten Vertrag bis 2017. Wie erklärt der FCL-Sportkoordinator dem gefeierten albanischen EM-Teilnehmer, dass er in Luzern nicht mehr ins Konzept passt? Gaugler: «Wir sind bemüht, eine Lösung zu finden, die allen Parteien passt.» Basha sei ein guter, professioneller Typ. «Aber unser Mittelfeldzentrum ist mit Markus Neumayr, Nicolas Haas, Hekuran Kryeziu und Remo Arnold gegeben», erklärt Gaugler. Er und Cheftrainer Markus Babbel betonen unisono: «Wir wollen unseren verheissungsvollen jungen Spielern niemanden vor die Nase stellen.»

Definitiv fest steht, dass Innenverteidiger Kaja Rogulj (ein Angebot eines Vereins liegt vor) und Mittelfeldspieler Frane Cirjak (im Probetraining in Slowenien) den FCL verlassen müssen.

Heute (19.00) bestreiten die Luzerner in Brunnen das letzte Testspiel vor dem Saisonstart. Gegner ist Schaffhausen.

testspiel

Heute, 19.00, in Brunnen: Luzern - Schaffhausen (Challenge League).

Super League 2016/17

1. Runde. Samstag, 23. Juli, 17.45: Lugano - Luzern. – 20.00: St. Gallen - Young Boys.

Sonntag, 24. Juli, 13.45: Thun - Vaduz, Grasshoppers - Lausanne. – 16.00 (SRF 2): Basel - Sion.

«Wenn ich ein Team kaufen müsste, dann wäre es unseres.» Remo Gaugler, FCL-Sportkoordinator (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ (Archiv))

«Wenn ich ein Team kaufen müsste, dann wäre es unseres.» Remo Gaugler, FCL-Sportkoordinator (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ (Archiv))

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