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FUSSBALL: Géraldine Reuteler ist cool und torgefährlich

Die 18-jährige Géraldine Reuteler gehört in der Schweiz zu den ganz grossen Talenten. Auch das NLA-Frauenteam des FC Luzern kann auf die Stürmerin mit dem Torinstinkt zählen.
Theres Bühlmann
Géraldine Reuteler weiss mit dem Ball umzugehen. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 30. August 2017))

Géraldine Reuteler weiss mit dem Ball umzugehen. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 30. August 2017))

Theres Bühlmann

theres.buehlmann@luzernerzeitung.ch

Ihr Terminkalender ist stark gefüllt, Schule, Praktikum, Trainings, Interviewanfragen. Nun wird es für die 18-jährige Géraldine Reuteler noch etwas gedrängter, das Frauen-NLA-Team des FC Luzern startet morgen Samstag mit dem Auswärtsspiel gegen Yverdon in die Meisterschaft. Die Innerschweizerinnen werden sich auch in den kommenden Partien wieder auf die Stürmerin mit dem ausgeprägten Torinstinkt verlassen können.

Mit 19 Treffern erzielte Géraldine Reuteler in der letzten Saison für Luzern fast die Hälfte aller Tore. Das Training unter dem neuen Trainer Glenn Meier sei super, «mega-cool, und sehr abwechslungsreich», sagte sie. Nach dem Rückzug des Meisterteams von Neunkirch sieht Géraldine Reuteler nun die Züricherinnen als Favoritinnen, «an ihnen gibt’s wohl fast kein Vorbeikommen».

Erfolge auch auf internationaler Ebene

Géraldine Reuteler begann im Alter von sieben Jahren bei Stans mit Fussballspielen, verstärkt seit 2014 die Reihen beim FC Luzern und besuchte einst auch das verbandseigene Ausbildungszentrum in Huttwil und Biel. 2015 gehörte sie jenem Schweizer Team an, welches an der U-17-EM-Endrunde in Island den Final erreichte. Dieser ging dann zwar gegen Spanien 2:5 verloren, sorgte aber in der Heimat für positives Aufsehen. Ein Jahr später stand sie mit der U-19-Mannschaft im EM-Halbfinal, die Schweizerinnen mussten sich dort Frankreich beugen.

Dann war es aber so weit, im vergangenen März feierte Géraldine Reuteler beim Zypern-Cup, der von den Schweizerinnen gewonnen wurde, in Larnaca ihr Debüt bei der Elite. Beim 6:0-Sieg gegen Italien steuerte sie zwei Tore bei. An der EM im Juli in Holland war sie die Jüngste im Team von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg, stand im ersten Vorrundenspiel gegen Österreich in der Startelf und wurde im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich für die Schlussphase eingewechselt. Die Schweiz schied dann nach der Vorrunde aus. «Eigentlich habe ich nicht damit gerechnet, in diesem Jahr schon an einem internationalen Grossanlass bei der Elite dabei zu sein», sagte Géraldine Reuteler. «Ich konnte dabei viel Erfahrung sammeln», und es sei auch speziell gewesen, neben ihrem einstigen Vorbild Lara Dickenmann ins Stadion einzulaufen.

All diese Einsätze bestätigen, was die Szene von Géraldine Reuteler hält. Sie gilt als eines der grössten Talente im Schweizer Frauenfussball mit viel Potenzial zu einer grossen Karriere. Allzu stark lässt sich die Stanserin dadurch aber nicht unter Druck setzen. «In der Nationalmannschaft sind es ja die älteren Spielerinnen, die unter besonderer Beobachtung stehen», so Géraldine Reuteler. Im Verein, da sei der Druck etwas grösser, «aber ich kann damit umgehen».

Ihr Talent und ihre Fähigkeiten bleiben auch im Ausland nicht unbeachtet. «Ja, es gab Anfragen.» Mehr wollte sie dazu nicht sagen. Erst einmal möchte sie ihr Sportler-KV, welches sie bei der Talents School der Frei’s Schulen in Luzern absolviert (4. Lehrjahr) beenden. Wie dann ihre weitere berufliche Zukunft aussieht, das lässt sie offen. Könnte sie sich eine Karriere als Profispielerin vorstellen? «Vielleicht.» Immerhin, sollte es einst so weit kommen, dann wären Deutschland oder Frankreich ihre bevorzugten Destinationen.

Géraldine Reuteler wirkt in Gesprächen ruhig, selbstbewusst, cool, mit viel Bodenhaftung und mit Tattoos. Eines zeigt das Geburtsdatum der beiden jüngeren ihrer vier Brüder, der Zwillinge Maurice und Thierry, an einem Knöchel trägt sie das gleiche Sujet wie ihre Mutter, und auf einem weiteren sind ein Spruch und die Anfangsbuchstaben ihrer Eltern und Brüder zu sehen.

Sie erklärte die Bedeutung der einzelnen Tattoos, und dann war es wieder so weit, der nächste Termin wartete.

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