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FUSSBALL: Gewagter Vergleich mit Ex-Bayern-Star

Christian Schneuwly (28) bewies im Winter ein gutes Näschen: Er wechselte vom FC Zürich nach Luzern. Beim FCL schätzt ihn Trainer Markus Babbel sehr.
Daniel Wyrsch
Das war in der Winterpause ein Toptransfer des FCL: Allrounder Christian Schneuwly. (Bild Philipp Schmidli)

Das war in der Winterpause ein Toptransfer des FCL: Allrounder Christian Schneuwly. (Bild Philipp Schmidli)

David Zibung, Note 5, bis auf den technischen Fehler mit Weitschussgegentor von Janjatovic (Vaduz) in der 31. Runde ist der Torhüter ohne Aussetzer geblieben. Er hat solide gespielt und meist als Rückhalt gewirkt. Ganze Saison 36 Spieole / 3240 Minuten. (Bild: PD)
Sebastian Schachten, Note 4, Das muss eine grosse Enttäuschung für den grossen Kämpfer sein: Wegen angeblich ungenügenden Trainingsleistungen hat ihn Trainer Babbel aussortiert. 19 Spiele, 1278 Minuten, 2 Tore/2 Assists. (Bild: PD)
Claudio Lustenberger, Note 4,5. Mit den Flanken hat der Linksverteidiger schon mehr Impulse gesetzt, doch er kämpfte beharrlich auch gegen Verletzungen und ist ein geschätzter Captain. 25 Spiele, 1989 Minuten, 0 Tore/2 Assists. (Bild: PD)
Tomislav Puljic, Note 5, Der 33-Jährige ist immer noch ein FCL-Pfeiler. Das hat der Abwehrchef eindrücklich gegen GC (3:0), Basel (4:0) und in St. Gallen (4:1), wo er traf, bewiesen. 28 Spiele, 2412 Minuten, 2 Tore/2 Assists. (Bild: PD)
Jérôme Thiesson, Note 5. Der rechts und links einsetzbare Aussenverteidiger bestätigte die gute Vorrunde. Spielerisch hat er sich in seiner fünften FCL-Saison noch einmal klar verbessert. 36 Spiele, 3184 Minuten, 1 Tor/2 Assists. (Bild: PD)
François Affolter, Note 4,5. Der Innenverteidiger hat meistens unauffällig gespielt, das ist in seinem Fall ein gutes Zeichen. Denn es sind ihm kaum mehr Fehler wie früher passiert. 32 Spiele, 2880 Minuten, 1 Tor/0 Assists. (Bild: PD)
Sally Sarr, Note 4,5. Der athletischste Verteidiger des FCL hatte in dieser Saison grosses Verletzungspech. Chapeau, mit welcher Leidenschaft er sich immer zurückkämpft. 11 Spiele, 918 Minuten, 0 Tore/0 Assists. (Bild: PD)
Jahmir Hyka, Note 5. Der Flügel spielte eine herausragende Rückrunde. Er konnte seine Technik spektakulär einsetzen. Brillant die Ballannahme und das Traumtor gegen Basel. 35 Spiele, 2139 Minuten, 4 Tore/5 Assists. (Bild: PD)
Jakob Jantscher, Note 5. In der Schlussphase der Saison ist er «explodiert». Da hat der österreichische Nationalspieler just vor der EM seine spielerische Klasse unter Beweis gestellt. 34 Spiele, 2162 Minuten, 6 Tore/7 Assists. (Bild: PD)
Christian Schneuwyl, Note 5,5. Der Zuzug ist eine enorme Verstärkung. Er passt optimal zum FCL. Er bringt ein besonders wichtiges Extra an Mentalität und fussballerischer Variabilität mit. 18 Spiele, 1482 Minuten, 2 Tore/3 Assists. (Bild: PD)
Hekuran Kryeziu, Note 5. Der 23-jährige Aufbauer vereint physische Robustheit und spielerische Klasse fast perfekt. Mental kann er noch stärker und im Offensivspiel frecher werden. 27 Spiele, 1899 Minuten, 1 Tor/3 Assists. (Bild: PD)
Nicolas Haas, Note 5. Der 20-jährige Mittelfeldspieler ist der Luzerner Aufsteiger der Rückrunde. Bleibt er der unerschrockene Terrier mit grosser Dynamik, kommt er weiter. 24 Spiele, 1297 Minuten, 1 Tor/2 Assists. (Bild: PD)
Markus Neumayr, Note 5. Von den drei Neuen brauchte er am meisten Zeit zur Integration. Danach spielte er stark, ehe er am Ende einige Spiele verletzt verpasste. Insgesamt ein Gewinn. 12 Spiele, 857 Minuten, 5 Tore/0 Assists. (Bild: PD)
Michael Frey, Note 5,5. Als laufstarker, robuster Stürmer beschäftigte stets die gegnerische Abwehr. Für Luzern wäre sein Verbleib quasi die halbe Miete für die nächste Saison. 16 Spiele, 1236 Minuten, 4 Tore/4 Assists. (Bild: PD)
Marco Schneuwly, Note 5,5. Der Mittelstürmer war wie in der Vorsaison Gold wert; es war fast die ganze Saison Verlass auf seine wichtigen Tore. 16 Treffer sind es heuer, 17 im Vorjahr. 35 Spiele, 2953 Minuten, 16 Tore/5 Assists. (Bild: PD)
João Oliveira, Note 4. Der schnelle Einwechselstürmer ging meistens den direkten Weg zum Tor. Schade, hat er in der Liga nie so getroffen wie im Test gegen Gladbach. 16 Spiele, 229 Minuten, 0 Tore/1 Assist. (Bild: PD)
Samed Yesil, Note 3. Der Deutsch-Türke, den sie Gerd Müller nennen, blieb in der Rückrunde blass. Gegen St. Gallen (0:1) traf er unbedrängt aus sieben Metern nur die Latte. 14 Spiele, 369 Minuten, 1 Tor/2 Assists. (Bild: PD)
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FCL-Rückrundenbilanz

Beim FC Luzern könnte man nach dem hervorragenden Saisonschluss auf Platz 3 mehrere Spieler aus dem starken Kollektiv hervorheben. Einer hat aber mit Qualitäten herausgeragt, die man so bis jetzt beim FCL nicht gekannt hat. Es handelt sich um Christian Schneuwly, der erst im Winter zur Mannschaft gestossen ist. Zwar verpasst der 28-Jährige durch den Abgang vom FC Zürich den Cupfinal vom Sonntag (16.15, Letzigrund) gegen den FC Lugano. Ausgerechnet gegen die Luganesi schied er mit Luzern im Halbfinal schmerzhaft aus. Dafür ist Schneuwly der traurige Abstieg mit dem FCZ erspart geblieben.

Allerdings sei die Frage erlaubt: Wäre Zürich mit Schneuwly wirklich abgestiegen? Aus Luzerner Sicht ist das kaum vorstellbar. Doch kommt der gebürtige Freiburger und Bruder von FCL-Goalgetter Marco Schneuwly (31) hier ganz anders zur Geltung als in Zürich.

Bei Hyypiä unten, bei Babbel oben

Denn anders als beim inzwischen entlassenen FCZ-Trainer Sami Hyypiä hat Christian Schneuwly von Anfang an zu den wichtigsten Spielern bei FCL-Trainer Markus Babbel gehört. Der frühere YB- und Thun-Profi ist sofort zu einer der tragenden Säulen geworden.

Was Christian Schneuwly für Luzern einzigartig macht, ist, dass er polyvalent einsetzbar ist. Er hat sowohl im defensiven Mittelfeld wie auf den Flügeln und in der Verteidigung gespielt. Am besten gefallen hat der Offensivspieler sogar auf der rechten Seite in der Abwehr. Babbel war darob nicht einmal überrascht: «Ein Stück weit habe ich erwartet, dass Christian als Aussenverteidiger überzeugt. Er ist ein überaus intelligenter Spieler, der jede Position sehr gut spielen kann.»

Der frühere Bayern-Abwehrspezialist Babbel wagt sogar einen Vergleich mit einem ehemaligen Teamkollegen beim Weltklub aus München: «Christian Schneuwly erinnert mich ein bisschen an Hasan Salihamidzic, der, bis auf Torwart, glaube ich alles gespielt hat.» Der Bosnier «Brazzo» Salihamidzic (39) verbrachte bis 2007 neun Jahre beim FC Bayern und gewann 2001 mit den Münchnern die Champions League.

Stets an eigene Qualitäten geglaubt

So weit wird es Schneuwly wahrscheinlich nicht bringen. Doch mit seiner Technik und Cleverness kann er mithelfen, den FCL zu schönen Erfolgen zu führen. Wie jetzt zum erwähnten 3. Platz. Besonders wertvoll ist er für die Innerschweizer zudem wegen seiner mentalen Stärke. In der Krise von sechs Pflichtspielniederlagen hintereinander zeichnete sich Schneuwly mit der Überzeugung aus, «dass wir da unten rauskommen und etwas erreichen können».

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