FUSSBALL: Grosses Loch in der FCL-Kasse

An das Jahr 2013 denkt beim FCL keiner gerne zurück: Wie die am Dienstag publizierten Zahlen zeigen, resultiert ein operativer Verlust von 2,1 Millionen Franken.

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2,1 Millionen Franken Verlust: FCL-Präsident Ruedi Stäger. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

2,1 Millionen Franken Verlust: FCL-Präsident Ruedi Stäger. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Auf dem Rasen kämpfte der FC Luzern im Frühjahr 2013 gegen den Abstieg, der Cup war schon nach der ersten Hauptrunde kein Thema mehr. Dem Klub fehlten im Vergleich zum Vorjahr die erfolgsabhängigen Sponsoreneinnahmen. Das war ein Hauptgrund für den Verlust, den der FCL-Präsident Ruedi Stäger an der GV in der Swissporarena verkünden musste. Diese Einnahmen waren vor dem Hintergrund eines erfolgreichen Vorjahres von Stägers Vorgängern optimistisch budgetiert worden.

Finanzspritze von 2,7 Millionen

Der andere Hauptgrund stammt, wie es im Profi-Fussball in Zeiten des sportlichen Kriechganges gang und gäbe ist, aus den personellen Veränderungen: Im Frühjahr 2013 wurden Trainer Ryszard Komornicki und Sportchef Heinz Hermann freigestellt und Carlos Bernegger sowie Alex Frei angestellt. Das bedeutete finanziellen Mehraufwand. Und der dritte ist: In den drei Jahren seit Bestehen der Swissporarena ist der Zuschauerschnitt von 14 180 auf 11 291 Besucher zurückgegangen.

Doch die FCL Holding AG, dank den vermögenden Investoren und Bernhard Alpstaeg auch Hausbank genannt, half dem FCL aus der Patsche: Durch Sanierungsmassnahmen von insgesamt 2,7 Millionen Franken wurde aus den tiefroten Zahlen ein Unternehmenserfolg von 607 000 Franken. Damit war auch die Lizenz für die Super League in trockenen Tüchern. Klar ist, dass es so nicht weitergehen kann. Dessen ist sich Stäger bewusst: «Die Holding will nicht jährlich drauflegen. Innerhalb von zwei Jahren müssen wir ein ausgeglichenes Budget präsentieren.» Eine erste Massnahme ist, dass das Budget der ersten Mannschaft, die zur Qualifikation der Europa League 2014/15 berechtigt ist, um knapp 700 000 Franken gekürzt worden ist.

Lesen Sie mehr dazu in der Neuen Luzerner Zeitung vom 28. Mai 2014.

sr