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FUSSBALL: Gygax erkennt Ernst der Lage

Der FCL empfängt heute (13.45) den FC Zürich zum Kellerduell. Daniel Gygax will gegen den Ex-Klub siegen. Er bemängelt die Einstellung einiger Mitspieler.
Daniel Wyrsch
Daniel Gygax fordert seine Teamkollegen auf, gegen den FC Zürich zu null zu spielen: «Und ich bin sicher, dass wir ein Tor erzielen.» (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Daniel Gygax fordert seine Teamkollegen auf, gegen den FC Zürich zu null zu spielen: «Und ich bin sicher, dass wir ein Tor erzielen.» (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Die unglückliche 2:3-Niederlage zum Rückrundenstart bei den Young Boys hat beim FC Luzern Narben hinterlassen. Direkt nach dem Match provozierte Captain Claudio Lustenberger (26) im Kabinengang des Stade de Suisse in Bern verbal. Er sagte, dass Servette siegen sollte, damit der Hinterste und Letzte beim FCL merke, dass man im Abstiegskampf stecke.

Der Ex-Internationale Daniel Gygax (31) ärgert sich eine Woche später noch immer über das Siegtor der Berner durch Raphaël Nuzzolo in der 91. Minute. «Es ist einfach blöd, dass wir gegen YB diesen Treffer zum 2:3 bekamen.» Gygax sagt, ein solches Gegentor dürfte eigentlich nicht passieren – dazu noch in Überzahl. «Es müsste jedem Einzelnen bewusst sein, dass ein Punktgewinn in der derzeit ungemütlichen Situation des FC Luzern besonders wichtig gewesen wäre.»

Gygax mit Komornicki im Reinen

Unerwarteterweise sah der rechte Mittelfeldspieler den Auftakt zur zweiten Saisonhälfte von der Ersatzbank aus. Denn Gygax hatte in den meisten Vorbereitungsspielen zur Startformation gehört. Doch der gebürtige Badener hat diese Entscheidung von Ryszard Komornicki (53) sportlich hingenommen. Mit dem Trainer habe er kurz darüber gesprochen, «er hat mir seine Ansichten mitgeteilt. Während dieser Woche habe ich mich im Training wieder angeboten.» Den Plan des Coaches könne er aber auch für das erste Heimspiel des Jahres 2013 gegen den FC Zürich nicht beeinflussen. Gygax: «Ob ich nun von Anfang spiele oder eingewechselt werde, ich werde mein Bestes geben.»

Alle Luzerner Profis scheinen mit dem Trainer allerdings nicht derart im Reinen zu sein, wie es bei Daniel Gygax der Fall ist.

Pokert Adrian Winter?

Vor allem Adrian Winter (26) hinterlässt, seit Leader GC in der Winterpause das Interesse am Stürmer bekundet hat, nicht mehr einen zweifelsfrei professionellen Eindruck. Nicht nur, dass er von einer im Trainingslager in Spanien gemachten Aussage («Mit dem Leader hätte ich viel erreichen können») nichts mehr wissen will, sondern vor allem wegen seiner laschen Trainingseinstellung. Im Abschlusstraining vor dem Startmatch gegen die Young Boys zog er sich eine Muskelverhärtung im Oberschenkel zu und fehlte in Bern. Diese Woche soll er einen Termin beim Physiotherapeuten verpasst haben. Winters Einsatz gegen Zürich ist fraglich.

Ein Gerücht macht die Runde: Der Zürcher wolle mit dem FCL pokern, denn falls er drei weitere Ligapartien spielt, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein Jahr bis 2015. Der Hintergrund dieser Sache: Winter könnte bei den Grasshoppers mehr verdienen als in Luzern.

Das Fernduell mit Servette

Leidtragender dieser Klubangelegenheit ist Komornicki. Er kämpft in Luzern gegen solche Umstände. Heute geht es für den Polen und sein Team um besonders viel. Würde Luzern gegen Zürich verlieren und Servette in Thun siegen, blieben dem FCL und Thun noch ein Vorsprung von vier Punkten auf Servette, das auf dem einzigen Abstiegsplatz steht. «Klar schau ich nach unserem Match zum Spiel Thun gegen Servette, aber ich kann dort nichts beeinflussen. Wir müssen alles unternehmen, damit wir Zürich besiegen», sagt der Coach.

Gygax will zum Vollerfolg gegen seinen Herzensverein alles geben. Er fordert seine FCL-Teamkollegen auf, «zu null zu spielen. Ich bin sicher, wir werden am Sonntag ein Tor schiessen.» Falls er es erzielen würde, wüsste er nicht, wie er darauf reagieren würde. «Bei einem 1:0 würde ich sicher nicht frenetisch jubeln.» Viele Freundschaften verbinden ihn mit dem FCZ, der mit einem 2:0-Startsieg gegen Lausanne im Kopf nach Luzern kommt. Gygax blendet den FCZ 90 Minuten aus. Er weiss: «Ein positives Erlebnis würde uns gut tun.»

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