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FUSSBALL: Harter Kampf um neuen Vertrag

Beim FC Luzern laufen im Sommer nicht weniger als acht Verträge aus. Viel hängt für die betroffenen Profis davon ab, ob der FCL bald wieder erfolgreich ist.
Neuer Vertrag oder nicht? Auch er muss kämpfen: der 24-jährige Defensivmann Alain Wiss. (Bild: Philipp Schmidli)

Neuer Vertrag oder nicht? Auch er muss kämpfen: der 24-jährige Defensivmann Alain Wiss. (Bild: Philipp Schmidli)

daniel wyrsch

FCL-Sportchef Rolf Fringer (58) wiederholt seine Botschaft drei Tage vor dem Rückrundenstart am Samstag (17.45) zu Hause gegen YB: «Jetzt gilt es für die Mannschaft und alle Verantwortlichen, mit grosser Solidarität, einer Top-Einstellung sowie einem positiven Charakter alles zu unternehmen, damit es der FC Luzern am Schluss verdient, in der Super League zu bleiben.»

Für das Innerschweizer Fussball-Aushängeschild geht es in der zweiten Saisonhälfte um Existenzielles. Nicht auszudenken, was ein Abstieg in die Challenge League für den Klub mit einer der schweizweit besten Infrastruktur (Stadion, Trainingsplätze, Akademie) und grössten Fangemeinde bedeuten würde. Da passt dazu, dass jeder dritte Kaderspieler beim FCL einen auslaufenden Vertrag hat. In dieser Konstellation ist ein natürlicher Erfolgshunger gegeben, die Profis kämpfen auch um ihre persönliche Existenz. Abgesehen davon, dass für jeden leidenschaftlichen Fussballer, egal in welcher Liga er spielt, ein Abstieg einer Demütigung gleichkommt.

Nur für Puljic und Ianu alles klar

Acht Spieler des derzeit aus 24 Spielern bestehenden Kaders (inklusive den Nachwuchsleuten Jonas Omlin, Nicolas Haas und Omar Thali) müssen sich in der Rückrunde für einen neuen Kontrakt aufdrängen. Einzige Ausnahmen sind Tomislav Puljic (31) und Cristian Ianu (31). Sie kehrten in der Winterpause zum FCL zurück und erhielten einen Vertrag bis Ende Saison mit der Option auf eine Verlängerung von einem Jahr, falls der Klassenerhalt gelingt.

Nicht geklärt sind die Verhältnisse bei anderen Spielern, die teilweise ebenfalls zu den prominenten beim FCL zählen. Fringer versichert: «Jeder weiss, woran er ist. Ich habe mit allen gesprochen. Die Rückrunde beginnt am Samstag, wir wollen abwarten, Tendenzen bei den Leistungen der Spieler sehen. Nach etwa einem Drittel oder bis zur Hälfte aller 18 Partien werden wir uns mit ihnen an einen Tisch setzen.»

Es geht es um folgende sechs Spieler:

  • Adrian Winter (28). Der Thalwiler spielt seine vierte Saison beim FCL. Die laufende ist die bislang unauffälligste. Schoss der Rechtsaussen bis dato in jeder Spielzeit fünf Tore, ist er heuer noch trefferlos geblieben. Immerhin gab er drei Assists. Unter Trainer Markus Babbel musste Winter zum Ende der Hinrunde «unten durch». Grund: mangelnder Fleiss. So bekam der Zürcher in den letzten vier Vorrundenspielenkein Aufgebot. Dank Fringers Rückkehr zum FCL hat er eine neue Chance erhalten. Mit Babbel ist alles ausdiskutiert, einen Startelfplatz dürfte Winter trotz frischem Mumm so leicht nicht erhalten.

Prognose: Die Karten für Winter sind beim FCL derzeit schlecht. Der Internationale mit einem Länderspiel (30. Mai 2012 beim 0:1 gegen Rumänien in Luzern) hat aber das Zeug dazu, falls er seine Einsatzchancen resolut nutzt, sich wieder in die Stammelf zurückzuspielen.

  • Alain Wiss (24). Der Mittelfeldspieler gehört seit mehr als acht Jahren zum Fanionteam. Wie Winter kam Wiss vor zweieinhalb Jahren zum Länderspieldebüt (am 26. Mai beim 5:3-Sieg über Deutschland in Basel) und zu einem zweiten Einsatz unter Ottmar Hitzfeld. Nach dem erfolgreichen Jahr mit Coach Murat Yakin beim FCL konnte das Eigengewächs aber nur selten Spitzenleistungen abrufen. Wiss sprach zum Vorrundenende vor Reportern davon, dass er, wenn er weiter so wenig spiele, eine Luftveränderung in Betracht ziehe.

Prognose: Der Luzerner setzt sich tatkräftig für den Ligaerhalt des FCL ein. Danach ist ein Klubwechsel möglich.

  • Oliver Bozanic (26): Der Australier ist einer der Profiteure des Trainerwechsels von Carlos Bernegger zu Babbel. Unter dem Deutschen ist der WM-Teilnehmer von Brasilien 2014 wieder erste Wahl. Der fleissige Aufbauer hat im Spätherbst endlich wieder ein Liga-Tor erzielt, das total sechste für Luzern.

Prognose: Schafft der FCL den Klassenerhalt und gehört Bozanic weiter zu den tragenden Figuren, erhält er bei den Innerschweizern einen neuen Vertrag.

  • Jahmir Hyka (26): Zu selten trumpft der Albaner so auf wie im Testspiel in Südspanien gegen Eintracht Braunschweig (5:3-Sieg). Zwei Tore erzielte da der spielstarke 1,69-Meter-Mann.

Prognose: Für Hyka wird die Luft dünn, ihm fehlt zu oft die Effizienz.

  • Lorenzo Bucchi (31): Zweimal stand er im Tor, zweimal verlor der FCL (1:2 gegen St. Gallen, 1:3 in Sion). Danach musste Bernegger gehen, Babbel kam und setzte seither auf den langjährigen Nummer-1-Goalie David Zibung (31).

Prognose: Bucchi kann ein gewaltiges Feuer entfachen, wie im Trainingslager von Marbella mit einem Faustschlag und einer Schimpftirade gegen François ­Affolter bewiesen. Gelingt Zibung aber eine solide Rückrunde, muss Bucchi wahrscheinlich gehen und Jonas Omlin (21) rückt zur Nummer 2 auf.

  • Sava Bento (24): Fringer wollte den Mittelfeldspieler in die Challenge League nach Schaffhausen ausleihen, in den Testtrainings dort verletzte sich Bento einmal mehr. «In unserer U 21 kann sich Sava nun wieder körperlich aufbauen.» Ein baldiger Klubwechsel Bentos bleibt das Ziel.

Fringer stellt zudem klar: «Von den sechs betroffenen Spielern geht es bei uns nur für vier weiter, mehr liegt aus wirtschaftlichen Gründen nicht drin.»

Vier Trainer mit Vertrag bis Sommer

Übrigens kämpfen auch vier Trainer um ihren Verbleib: Babbel und Assistent Roland Vrabec erhalten eine Vertragsverlängerung nur im Fall des Ligaerhalts. Goalietrainer Daniel Böbner und Konditionstrainer Christian Schmidt benötigen ebenfalls den Erfolg des Teams.

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