Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FUSSBALL: Hoher Anspruch an sich selbst

Der FC Luzern ist heute (19.45) im Heimspiel gegen Sion gefordert: Nach zwei Niederlagen hintereinander in der Liga will der drittplatzierte FCL wieder siegen. Ausgeruht sind mehrere Verteidiger.
Daniel Wyrsch
Jahmir Hyka (rechts) im Zweikampf mit Scott Sutter von den Young Boys.Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Bern, 10. September 2016)

Jahmir Hyka (rechts) im Zweikampf mit Scott Sutter von den Young Boys.Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Bern, 10. September 2016)

Ricardo Costa, Tomislav Puljic und Captain Claudio Lustenberger konnten sich über das Wochenende schonen. Die drei Verteidiger trainierten in Luzern, während der Rest der Mannschaft in den Neuenburger Jura reiste, um im Cup-Sechzehntelfinal in Le Locle gegen Zweitligist Ticino (3:0) anzutreten. Jetzt ist die Schonfrist vorbei, heute müssen die erfahrenen Costa, Puljic und Lustenberger gegen Sion wieder die Knochen hinhalten. Von der zuletzt fehlerhaften Abwehr wird gegen Sion eine solide Leistung erwartet.

Jahmir Hyka hat die Grippe überwunden

Ebenfalls wieder zur Verfügung steht Aussenangreifer Jahmir Hyka. Der 28-jährige albanische Internationale hatte die Reise nach Le Locle nicht mitmachen können, weil er an einer Grippe litt. «Er ist seit Montag voll in den Trainingsbetrieb integriert», erzählt FCL-Cheftrainer Markus Babbel erleichtert. Auf Hykas Angriffswirbel dürfte der Coach gegen Sion setzen.

Im bisher attraktivsten Luzerner Saisonspiel war der 1,69 Meter kleine Techniker mit zwei Toren die auffälligste Figur der Blau-Weissen. Obwohl die Partie gegen Basel am Ende 2:3 verloren ging, zeigte der FCL 70 Minuten einen hervorragenden Auftritt. Auf dieses Niveau möchte Babbel mit seiner Mannschaft heute wieder kommen. «Wir wollen unseren Zuschauern in den Heimspielen etwas bieten, so gut wie wir das gegen Basel machten.»

Dass das drittplatzierte Luzern nach zuletzt zwei Liga-Niederlagen (0:3 in St. Gallen, 1:2 bei YB) unter Zugzwang geraten ist, davon will der Bayer nichts wissen. «Den Druck machen wir uns selber, es herrscht ein hoher Anspruch an uns selbst.»

Wenn der Match gegen den FCB das beste Spiel des FCL in den ersten sieben Runden war, dann gehört die 0:3-Pleite in St. Gallen in die Rubrik «Schlechteste Leistung». Dreieinhalb Wochen später will gestern ein Medienmann wissen, wie die Innerschweizer ausgerechnet bei den kriselnden Ostschweizern untergehen konnten. Babbel versucht, den schwachen Auftritt mit dem Wahrscheinlichkeitsprinzip zu erklären. «Nach sieben gelungenen Pflichtspielen kann die achte Partie halt ein Ausfall sein», findet er. «Falls wir weiterhin nur jeden achten Match in den Sand setzen, könnte ich damit leben.»

Diskussionen um die Extra-Prämie kostete viel Energie

Die Verärgerung und die Diskussionen einiger Profis über die relativ bescheidene Prämie von 600 Franken für die gewonnenen zwölf Punkte aus den ersten fünf Runden sind gemäss dem Trainer ausgestanden. «Gott sei Dank», meint Babbel. Wie die Extra-Zahlung von total über 13 000 Franken aus den Portemonnaies der Geldgeber unter den Spielern verteilt werden sollte, war vor dem Gastspiel in St. Gallen ein Energie kostendes Thema gewesen.

Positiv findet FCL-Sportkoordinator Remo Gaugler einzig, dass die Summe schliesslich durch alle Kaderspieler gerecht geteilt wurde. «Obwohl ich dem Team empfohlen hätte, mit dem Geld eine Mannschaftsreise zu machen.» Gaugler ist nun daran, ein Reglement für Extraprämien zu machen. Rangprämien kennt der FCL schon; für Platz 3 letzte Saison gab es 20 000 Franken pro Spieler, dafür gibt es seit 2013 vertraglich keine Punkteprämien.

Zurück zu Sion: Die Walliser sind, seit sie vom Deutschen Peter Zeidler (54) trainiert werden, in allen drei Pflichtspielen als Sieger vom Platz gegangen. Babbel ist gewarnt vor Sion. Er fordert von seinem Team neben Biss die zuletzt vermisste Passpräzision.

Arnold spürt die Nachwehen einer Gehirnerschütterung

Remo Arnold (19) kann dazu nicht beitragen. Der Coach verzichtet auf den Mittelfeldspieler, «da er Monate nach einem Unfall immer noch an den Folgen einer Gehirnerschütterung leidet», erklärt Babbel. Arnold stürzte im Frühling zu Hause kopfvoran die Treppe runter, als er die jüngere Schwester vor dem Fall in die Tiefe bewahrte. Er wird nun in der U 21 ohne Druck wieder an sein Leistungsniveau herangeführt.

Daniel Wyrschdaniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.