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FUSSBALL: Holding eilt dem FCL zu Hilfe

Der FC Luzern hat wie erwartet im Geschäftsjahr 2013 einen operativen Verlust von über zwei Millionen gemacht. Einnahmen wurden zu optimistisch budgetiert.
Daniel Wyrsch
Finanziell gab es nicht viel Erfreuliches, das der seit Januar 2014 als FCL-Präsident fungierende Ruedi Stäger an der GV in der Swissporarena verkünden konnte. (Bild Manuela Jans)

Finanziell gab es nicht viel Erfreuliches, das der seit Januar 2014 als FCL-Präsident fungierende Ruedi Stäger an der GV in der Swissporarena verkünden konnte. (Bild Manuela Jans)

Für den FC Luzern war das Kalenderjahr 2013 kein erfolgreiches – weder sportlich noch wirtschaftlich. FCL-Präsident Ruedi Stäger musste anlässlich der ordentlichen Generalversammlung in der Swissporarena einen konsolidierten operativen Verlust von 2,1 Millionen Franken bekannt geben.

Die Misere begann im Sommer 2012 mit dem Start in die zweite Saison unter Trainer Murat Yakin. Nach sechs Spielen und nur drei Punkten auf dem Konto musste Yakin den FCL zehn Monate vor dem Vertragsende verlassen. Auch dessen Nachfolger Ryszard Komornicki brachte die Mannschaft nicht zurück auf die Erfolgsspur. Die Zentralschweizer spielten die restliche Saison gegen den Abstieg. Im Cup war schon in der ersten Hauptrunde gegen die Amateure von Delémont Endstation.

Das bedeutete für das Geschäftsjahr 2013: Keine erfolgsabhängigen Sponsoreneinnahmen aus der Meisterschaft und dem Cup. 2012 war im Vergleich dazu mit Platz 2 und der Teilnahme am Cupfinal weit erfolgreicher gewesen. Entsprechend wurde optimistisch budgetiert. «Dies und ausserordentliche Personalkosten führten zusammen mit den rückläufigen Zuschauerzahlen zum Defizit», begründet FCL-Finanzchef Sandro Wyss den operativen Verlust von 1,858 Millionen Franken der FC Luzern-Innerschweiz AG. Sie steht für den professionellen Fussballbereich.

Misserfolg bewirkt Fan-Rückgang

Negative finanzielle Auswirkungen hatten zwei Personalentscheide: Im Frühjahr 2013 wurden Sportchef Heinz Hermann und Trainer Komornicki freigestellt. Hermann musste noch sechs Monate, Komornicki drei Monate entlöhnt werden. Für die beiden sind seit April 2013 Sportchef Alex Frei und Trainer Carlos Bernegger im Amt – mit einer bisher positiven sportlichen Bilanz.

Selbstverständlich hat der fehlende sportliche Erfolg Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen gehabt. Besuchten während der ersten Saison in der neuen Swissporarena durchschnittlich 14 180 Fans die Heimspiele, waren es ein Jahr später in der Saison 2012/13 noch 12 384, und in der abgelaufenen Spielzeit waren es nur noch 11 291 Zuschauer. Macht innert zweier Jahre einen Rückgang von 2889 Fans pro Match.

Holding schiesst 2,7 Millionen ein

Betroffen davon war vor allem das Geschäftsjahr 2013. In Anbetracht davon sind der operative Verlust von 234 000 Franken der Swissporarena Events AG nicht besonders viel. Finanzchef Wyss stellt jedoch klar: «Hätten wir mehr Zuschauer, würde sich das positiv auf die Zahlen der FC Luzern-Innerschweiz AG und der Swissporarena Events AG auswirken.» Wichtig sei deshalb die konsolidierte Rechnung der beiden Firmen. Dort schlägt ein operativer Verlust von 2,1 Millionen Franken zu Buche. Ein beträchtliches Minus. Nur dank der Sanierungsmassnahmen der FCL-Holding AG, die insgesamt 2,7 Millionen Franken einschoss, konnten tiefrote Zahlen verhindert und ein Unternehmenserfolg von 607 000 Franken ausgewiesen werden. Mit anderen Worten: Der FCL muss sich um die Lizenz keine Sorgen machen, weil ihm die so genannte Hausbank mit den Investoren Bernhard Alpstaeg, Walter Stierli, Samih Sawiris, Marco Sieber und Hans Schmid unter die Arme gegriffen hat.

Turnaround innert zweier Jahre

Der neue FCL-Präsident Ruedi Stäger, seit Januar mit einem 60-Prozent-Pensum für Hotelier Mike Hauser im Amt, sagt klipp und klar: «Die Holding will nicht jährlich drauflegen. Innerhalb von zwei Jahren müssen wir ein ausgeglichenes Budget präsentieren.» Dazu gehört auch, dass das Budget der ersten Mannschaft auf die nächste Saison hin um knapp 700 000 Franken gekürzt worden ist.

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