FUSSBALL: Hyka schiesst den FC Luzern ins Glück

Der FC Luzern konnte zu Hause gegen St. Gallen den zweiten Sieg in dieser Rückrunde feiern. Jahmir Hyka schoss das Siegestor zum 1:0 in der 75. Minute.

Sara Häusermann
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Luzerns Jahmir Hyka. Super League Partie zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen am Sonntag, 13. April 2014 in der Swissporarena Luzern. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Luzerns Jahmir Hyka. Super League Partie zwischen dem FC Luzern und dem FC St. Gallen am Sonntag, 13. April 2014 in der Swissporarena Luzern. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff kannte der Jubel in der Swissporarena keine Grenzen. Man konnte meinen, der FC Luzern hätte soeben die Champions League gewonnen. Grund für den grenzenlosen Jubel war das 1:0 durch Jahmir Hyka. Florian Stahel beweist in der Luft Übersicht und legt mit dem Kopf zurück auf Hyka. Dieser fackelte ausnahmsweise nicht lange und schoss das Leder mit viel Gefühl ins rechte obere Toreck. Eine Erlösung für den FCL! Denn die Luzerner waren nach der Halbzeitpause die klar bessere Mannschaft gewesen. Dass dann diese Überlegenheit auch endlich zu einem Tor führte, tat jeder blau-weissen Seele gut.

Gemächlicher Start des FCL

Der FC Luzern hatte zu Beginn des Spiels nicht mit der gleichen Power begonnen, wie in den beiden Spielen gegen Basel. Man musst sogar sagen: Der Gast aus der Ostschweiz hatte in der Startphase mehr vom Spiel. Beim FCL funktionierte die Angriffsauslösung nicht so gut - hinten wurde es aber nie wirklich gefährlich. Die erste Chance der Luzerner liess lange auf sich warten. Schliesslich war es der spätere Torschütze Jahmir Hyka, der nach 24 Minuten erstmals eine gute Möglichkeit zustande brachte. Lopar hielt aber sicher.

Luzerns Lorenzo Bucchi freut sich über den Treffer zum 1:0. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
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Torschütze Jahmir Hyka (in der Mitte) wird von seinen Mitspielern gefeiert. (Bild: Keystone)
Luzerns Jahmir Hyka (rechts hinter dem Netz) erzielt das 1:0. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Jahmir Hyka trifft zum 1:0 FCSG. (Bild: Keystone)
Kristian Nushi vom FCSG, links, gegen Tomislav Puljic. (Bild: Keystone)
Luzerns Trainer Carlos Bernegger (rechts) bejubelt mit Jahmir Hyka das 1:0. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Luzerns Lorenzo Bucchi mit einer Parade. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Luzerns Lorenzo Bucchi. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Sally Sarr vom FC Luzern, links, und Ivan Martic vom FC St. Gallen im "Luftduell". (Bild: Keystone)
Luzerns Sportchef Alex Frei, rechts, beobachtet das Spiel. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
FCL-Goalie Lorenzo Bucci rettet vor der Torlinie. (Bild: Keystone)
Luzerns Dimitar Rangelov, Mitte, und Tomislav Puljic, rechts, beobachten, wie der Ball von Jahmir Hyka ins Tor fliegt. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Luzerns Jahmir Hyka, der Mann des Tages. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Luzerns Jérôme Thiesson, links, gegen St. Gallens Stephane Nater. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Luzerns Adrian Winter ist über eine Entscheidung des Schiedsrichters verärgert. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Luzerns Trainer Carlos Bernegger. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Luzerns Jahmir Hyka, links, gegen St. Gallens Kristian Nushi. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Luzerns Trainer Carlos Bernegger. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Claudio Lustenberger, rechts, und Michel Renggli in der Mitte gegen St. Gallens Matias Vitkieviez. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Jahmir Hyka setzt sich gegen St. Gallens Mario Mutsch durch. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Adrian Winter, links, gegen St. Gallens Martin Stocklasa. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Remo Freuler erteilt Anweisungen. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Jahmir Hyka. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Claudio Lustenberger, links, und Remo Freuler, rechts, gegen St. Gallens Marco Mathys. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Sally Sarr, links, gegen St. Gallens Goran Karanovic. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Luzerns Sally Sarr, Mitte, gegen St. Gallens Roberto Rodriguez, links, und Ermir Lenjani. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Michel Renggli im Kampf gegen St. Gallens Matias Vitkieviez. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Alain Wiss, rechts, wird für Michel Renggli eingewechselt. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Alain Wiss im Duell mit St. Gallens Marco Mathys. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Torhüter Lorenzo Bucchi bejubelt mit Florian Stahel, Mitte, und Jérôme Thiesson den Sieg. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Tomislav Puljic nach Spielende mit seiner Tochter. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Yassin Mikari gegen St. Gallens Dejan Janjatovic. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Luftduell zwischen Tomislav Puljic und St. Gallens Alhassane Keita. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
St. Gallens Stephane Besle, rechts, gegen Luzerns Sally Sarr, der sich im Strafraum fallen lässt und einen Elfmeter verlangt. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Dimitar Rangelov scheitert an St. Gallens Daniel Lopar. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Pyros vor dem Spiel. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)
Luzerns Trainer Carlos Bernegger (rechts) bejubelt mit Jahmir Hyka das 1:0. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)

Luzerns Lorenzo Bucchi freut sich über den Treffer zum 1:0. (Bild: Philipp Schmidli / Neue NZ)

Der FC St. Gallen hatte gefühlsmässig zwar mehr vom Spiel, doch je länger es dauerte, desto besser fanden sich auch die Luzerner zurecht. Plötzlich klappten auch gute Zusammenspiele über die Seiten. Doch auch beim FCL war das Problem: Zwingende Chancen entstanden praktisch keine. Mit einem 0-0 gingen beide Teams in die Pause. Für die Zuschauer eher dürftige 45 Minuten mit wenigen Höhepunkten.

Der FCL nimmt das Spiel in die Hand

Nach der Pause kamen sie - die Luzerner. Und mit dem besseren Spielaufbau kamen plötzlich dann auch die guten Chancen. Nach mehreren Bällen zu Mitte, die keinen Abnehmer fanden, kam schliesslich Puljic in der 62. Minute zur bisher besten Chance. Nach einem Freistoss von Renggli kam der FCL-Verteidiger völlig frei zum Kopfball. Er wollte das Leder in der rechten unteren Ecke unterbringen. Doch Lopar war zur Stelle und klärte mirakulös zum Eckball. Das hätte bereits das 1:0 für den FCL sein können.

Nur wenige Minuten später wurde es erstmals richtig laut im Stadion. Die Forderung war klar: Penalty für die Luzerner. Hyka und Sarr zelebrierten im St. Galler Strafraum das Doppelpassspiel. Schliesslich hatte sich Sarr in eine gute Abschlussposition gebracht und wurde von Besle im letzten Moment rüde am Schuss gehindert. Die Ostschweizer hätten sich nicht beklagen können, wenn der Schiedsrichter hier auf Penalty entschieden hätte. Doch so stand es weiterhin 0:0.

Hyka erlöst die Luzerner

Schliesslich kam der magische Moment des Jahmir Hyka. Mit seinem Tor in der 75. Minute brachte er den FCL mit 1:0 in Führung. Er bejubelte seinen Treffer zusammen mit Carlos Bernegger. Da fiel einer Mannschaft und allen Fans ein Stein vom Herzen. Endlich hatte sich die Mühe ausbezahlt. Die restlichen 15 Minuten spielte der FCL geschickt, liess für den FC St. Gallen keine Chancen mehr zu. Dimitar Rangelov hatte gar noch die Möglichkeit zum 2:0. Nach einem langen Ball von Winter wollte er das Leder an Lopar vorbeischnippeln. Lopar war noch mit den Fingerspitzen dran.

Schliesslich brachte der FC Luzern die knappe Führung aber über die Zeit und holte somit den zweiten Sieg in der Rückrunde.

FC Luzern - FC St. Gallen 1:0 (0:0)

swissporarena. - 11'951 Zuschauer. - Schiedsrichter Fedayi San .

FC Luzern: Bucchi; Sarr, Stahel, Puljic, Lustenberger; Renggli (67. Wiss); Winter, Thiesson (67. Mikari), Freuler, Hyka; Rangelov.

FC St. Gallen:Lopar; Mutsch, Besle, Stocklasa, Lenjani; Janjatovic (76. Keita), Nater; Nushi, Vitkieviez (55. Mathys), Rodriguez (69. Martic); Karanovic.

Tor:74. 1-0 Hyka.

Verwarnungen:21. Thiesson, 42. Freuler, 47. Besle, 64. Lustenberger, 69. Sarr (alle Foul), 92. Bucchi (Unsportlichkeit), 93. Stocklasa (Hands).

Bemerkungen: FCL ohne Zibung (gesperrt), Lezcano, Matri, Sliskovic (alle verletzt), Hohstrasser, Bento und Aliti (alle nicht im Aufgebot), FCSG ohne Ivic, Montandon, Wüthrich, Cavusevic, Lehmann, Sigorski (alle verletzt), Sarr, Thiesson und Freuler im nächsten Spiel gesperrt.