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FUSSBALL: Hyka so effizient wie noch nie

Jahmir Hyka und der neue Stürmer Tomi Juric ragen beim 4:3-Heimsieg über GC aus dem Luzerner Team heraus. Doch nicht alles, was glänzt, ist Gold. Der FCL offenbart in diesem spektakulären Spiel defensive Schwächen.
Daniel Wyrsch
Der Kleinste war am Sonntag im FCL der Grösste: Jahmir Hyka (am Boden) lässt sich nach seinem 2:0 gegen GC feiern (von links Grether, Puljic, Juric, Lustenberger, Costa und Haas). (Bild: Marc Schumacher / EQ Images)

Der Kleinste war am Sonntag im FCL der Grösste: Jahmir Hyka (am Boden) lässt sich nach seinem 2:0 gegen GC feiern (von links Grether, Puljic, Juric, Lustenberger, Costa und Haas). (Bild: Marc Schumacher / EQ Images)

Daniel Wyrsch

Jahmir Hyka fühlt sich am Morgen nach dem zweiten Sieg im zweiten Meisterschaftsspiel gegen GC pudelwohl. Der 28-jährige Offensivmann konnte am Sonntag gegen die Zürcher auftrumpfen. Bei allen vier Luzerner Toren hatte er seine Füsse im Spiel. Hyka findet: «In den über fünf Jahren beim FCL ist das nicht mein bestes Spiel gewesen, aber sicher mein effizientester Auftritt.»

Oft mangelte es dem wirbligen, technisch versierten 1,69-Meter-Profi an der Effizienz. «Mir ist klar: Ein Angreifer wird an den Toren und Assists gemessen. Ich bin froh, dass ich diese Werte zuletzt verbesserte.» In den letzten 14 Spielen der Vorsaison schoss Hyka drei Tore und gab drei Vorlagen. «Seit ich regelmässig spiele und das Vertrauen der Trainer spüre, sind meine Leistungen konstanter geworden.»

Hyka spielt befreit auf

Gegen GC spielte der Albaner befreit auf, als ob ein Knoten geplatzt wäre. Den eingewechselten Levent Gülen tanzte er in der 79. Minute aus, flankte zentimetergenau auf den Kopf von 4:2-Schütze Tomi Juric. Sehenswert war auch, wie Hyka vor der Pause Numa Lavanchy umspielt hatte und zum 2:0 traf. Doch nicht genug damit: Hyka stand am Ursprung des 1:0 und 3:2. Von Mergim Brahimi wurde er im Strafraum umgestossen, was den Foulpenalty zur ersten Führung zur Folge hatte. Und für die erneute Führung in diesem Match trat Hyka den vorausgegangenen Freistoss.

Trotz seinem persönlichen Erfolgserlebnis bleibt er mit seinen Füssen am Boden. «Klar tut mir ein solch positives Erlebnis gut, aber als Profi muss ich positive wie negative Partien richtig einordnen. Im Spitzensport sind Freude und Ärger oft sehr nahe beieinander.» Der Mann aus Tirana denkt dabei an den letzten Donnerstag zurück, da verursachte er mit dem Arm den Foulpenalty gegen Sassuolo-Verteidiger Marcello Gazzola. «Ich griff unglücklich ein», nervt sich Hyka. Der verwertete Elfmeter hat den Italienern das wertvolle Auswärtstor zum 1:1 im Hinspiel der 3. Qualirunde zur Europa League beschert. «Für das Team und mich ist wichtig gewesen, dass wir gegen GC erfolgreich gespielt haben. Nun können wir am Donnerstag mit Selbstvertrauen in das Rückspiel auswärts gegen Sassuolo steigen.» Hyka geht mit breiter Brust in diesen Match: «Obwohl die Ausgangslage nicht optimal ist, können wir weiterkommen.»

Juric bezahlt das Mittagessen

Bei Nationaltrainer Gianni De Biasi will sich Hyka weiter für die Auswahl Albaniens empfehlen. Doch nach dem Nichtaufgebot für die EM und fast zwei Jahren ohne Länderspiel glaubt er nicht mehr so richtig daran, vom Italiener nominiert zu werden. «Obwohl ich in Luzern meist spiele, schwindet die Hoffnung auf mein Comeback in Albaniens Nationalteam immer mehr. Ich vermute, dass mein Stil De Biasi nicht passt.»

Dafür leuchten seine Augen, wenn er auf den neuen FCL-Stürmer Tomi Juric (25) angesprochen wird. «Tomi ist nicht nur ein guter Spieler, er ist auch ein positiver Mensch, der sehr gut in unsere Mannschaft passt.» Hyka erzählt, dass er sofort den Draht zum Neuzugang vom holländischen Ehrendivision-Verein Roda Kerkrade gefunden hat. «Wir haben den gleichen Humor.» So hat er Juric damit gestichelt, er habe nur dank ihm zwei Tore bei seiner Premiere in der Swissporarena geschossen, jetzt schulde er ihm ein Mittagessen. «Tomi kommt nun spontan mit zum Lunch und bezahlt.» Im Umkehrschluss heisst das nicht, dass Hyka geizig ist und den Neuen nicht auch mal einlädt. «Nein, schliesslich hat Tomi Juric mir den Pass vor meinem Treffer zum 2:0 gegeben.»

Bester Saisonstart seit 1993

Trotz der Freude über den zweiten Sieg im zweiten Ligaspiel, der dem FCL den besten Saisonstart seit 23 Jahren beschert, ist der GC-Match nicht für alle Spieler so toll wie für Hyka und Juric verlaufen. Während Marco Schneuwly und Markus Neumayr für das Rückspiel gegen Sassuolo geschont wurden, machte die Abwehr vor David Zibung gegen die defensiv schwachen Zürcher keine gute Figur. Tomislav Puljic war hinten noch der Beste, er zwang zudem Marko Basic (58.), den Ball zum 3:2 ins eigene Tor zu kicken.

Zibung dagegen blieb bei zwei Schüssen von Caio in die nähere (Torhüter-)Ecke zum 2:2 (52.) und 4:3 (87.) ohne Reaktion. Für den Brasilianer muss er jetzt definitiv der Lieblingsgoalie eines Gegners sein. In zwölf Spielen mit GC hat Caio sieben Tore gegen Zibung geschossen. Doch dieser meinte nach dem in den Schlussminuten erzitterten Sieg, es sei ihm völlig egal, ob Caio gegen ihn wieder zweimal getroffen habe. «Hauptsache sind die drei Punkte.»

Die Spieler des FC Luzern jubeln nach dem ersten Tor während dem Super League Fussballspiel zwischen dem FC Luzern und dem Grasshopper Club Zürich in der Swissporarena, am Sonntag, 31. Juli 2016 in Luzern. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der Luzerner Sally Sarr, links, im Spiel gegen den Zuercher Nemanja Antonov, rechts. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der Luzerner Ricardo Costa, links, im Spiel gegen den Zuercher Runar Mar Sigurjonsson, rechts. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der Luzerner Claudio Lustenberger, links, und der Luzerner Tomi Juric, rechts, jubeln nach dem ersten Tor fuer den FC Luzern. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der Zuercher Caio, links, im Spiel gegen den Luzerner Remo Arnold, rechts. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der Luzerner Tomi Juric jubelt nach dem Tor zum 1:0. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der Zuercher Numa Lavanchy, links, im Spiel gegen den Luzerner Jahmir Hyka, rechts. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
Der Zuercher Kim Kaellstroem, links, im Spiel gegen den Luzerner Nicolas Haas, rechts. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey)
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FCL gewinnt gegen GC

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