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FUSSBALL: «Ich habe die Negativschlagzeilen extrem wahrgenommen»

Peter Jehle (31) steht heute, Sonntag (13.45), in St. Gallen erstmals im FCL-Tor. Er spricht über Luzern, Liechtensteins Nationalteam und seine Rolle neben Stammgoalie David Zibung.
Interview Daniel Wyrsch
Peter Jehle, hier beim ersten Training mit dem FC Luzern. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Peter Jehle, hier beim ersten Training mit dem FC Luzern. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Peter Jehle, wie haben Sie die erste Woche beim FC Luzern erlebt?

Peter Jehle: Ich bin sehr gut aufgenommen worden von der Mannschaft, dafür bedanke ich mich. Ich hoffe, dass wir gegen St. Gallen Gas geben.

Wie gross war die Umstellung zum doch deutlich kleineren FC Vaduz?

Jehle: Ganz klar besteht ein Unterschied. Man merkt, dass die ganze Region sehr fussballinteressiert ist. Alle möchten wissen, was beim FCL alles abgeht. Das spürt man jeden Tag. Es ist einfach spannend, bei einem solchen Verein zu arbeiten, und es gefällt mir wahnsinnig.

Sie sind erst seit Montag hier. Wie haben Sie vom Interesse der Innerschweizer am FCL erfahren?

Jehle: Ich wohne hier vorübergehend in einem Hotel. Die Leute sprechen mich in der Stadt an, wollen Tag für Tag wissen, was bei uns passiert.

Sie stehen in St. Gallen für den gesperrten David Zibung im Luzerner Tor, Ihr erster Match mit der neuen Mannschaft nach nur sechs Trainingstagen. Werfen Sie vor allem Ihre Erfahrung in die Waagschale?

Jehle: Das ist so, ich bin 31-jährig, habe inzwischen einige Erfahrungen sammeln dürfen. Grundsätzlich habe ich einfach Freude. Es wäre jetzt aber gelogen, wenn ich sagen würde, bei mir käme keine Anspannung auf. Doch ich habe es gerne, wenn es kribbelt, und ich spüre schon, dass das Kribbeln beginnt. Für mich ist wichtig, dass wir uns gegen St. Gallen als Einheit präsentieren.

Für Sie spricht Ihre internationale Erfahrung. Die Spiele mit der liechtensteinischen Nationalmannschaft gegen Spanien, England und Portugal, gegen die Sie eine gute Figur gemacht haben, sind in Erinnerung geblieben.

Jehle: Das sind Partien, in denen man wahnsinnig viel lernen kann und die einem für die Entwicklung sehr viel bringen. Aber natürlich ist es etwas ganz anderes, wenn man für Liechtenstein spielt. Da ist man dauernd unter Druck. Es kann für einen Goalie auch gut sein, wenn er permanent beschäftigt und im Spiel drin ist. Ligamatches sind ein anderes Kaliber. Es ist möglich, dass man nur eine einzige Aktion hat, da muss man parat sein. Mental ist es eine andere Aufgabe. Ich kenne dies aus Portugal, Frankreich und aus der Schweiz. Ich habe jetzt länger nicht mehr in der Super League gespielt. Nun freue ich mich auf eine sicherlich tolle Ambiance in St. Gallen.

Sie leben mir Ihrer Frau in Schaan, im Fürstentum Liechtenstein. Reisen Sie am Sonntag aus dem Ländle direkt ins nahe St. Gallen zum Match?

Jehle: Nein, wir haben hier absolut professionelle Strukturen. Nach dem Abschlusstraining vom Samstag fahren wir in ein Hotel in der Nähe von St. Gallen, wo wir uns optimal aufs Spiel vorbereiten.

Werden Sie sonst zwischen Schaan und Luzern pendeln?

Jehle: Nur an freien Tagen. Während der intensiven Trainingsphasen ist es mir wichtig, dass ich mich hier aufhalten und erholen kann. Ich bin kein Freund von langen Autofahrten nach Trainings oder Spielen. Es gehört für mich als Profi dazu, dass man sich möglichst seriös vorbereitet. Darum bin ich dem Klub sehr dankbar, dass ich bald ein Appartement zur Verfügung gestellt bekomme.

Der Druck, der nach nur drei Punkten aus den letzten fünf Spielen auf Luzern und speziell auf dessen Trainer Ryszard Komornicki lastet, ist gross. Haben Sie die Negativschlagzeilen der Medien wahrgenommen?

Jehle: Das habe ich extrem wahrgenommen. Ich muss ehrlich sagen, das ist eine ganz andere Medienlandschaft als im ruhigen und beschaulichen Vaduz. Wie gesagt, das Interesse ist enorm. Natürlich wäre es besser, wenn man sich in Ruhe auf die Spiele vorbereiten könnte, aber als Profi muss man es akzeptieren.

Zibung ist für ein Spiel gesperrt. Werden Sie danach den Kampf um die Nummer 1 gegen ihn aufnehmen?

Jehle: Mein Auftrag ist mit dem FC Luzern klar abgesprochen: Ich vertrete David Zibung für ein Spiel, danach bin ich bis Ende Saison sein Ersatz. Unnötige Unruhe können wir nicht gebrauchen.

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