Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FUSSBALL: «Ich habe keinen Kontakt zum FC Basel»

Der FC Luzern muss am Sonntag (13.45) auswärts gegen den Serienmeister FC Basel antreten. Ausgerechnet jetzt wird schlagzeilenträchtig darüber spekuliert, ob FCL-Trainer Markus Babbel auf die nächste Saison hin zum FCB wechselt.
Daniel Wyrsch
Markus Babbel (links) fordert mehr Respekt gegenüber Basel-Trainer Urs Fischer (rechts). (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Basel, 15. Oktober 2017))

Markus Babbel (links) fordert mehr Respekt gegenüber Basel-Trainer Urs Fischer (rechts). (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Basel, 15. Oktober 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

FCL-Trainer Markus Babbel (44) freut sich auf den Match am Sonntag (13.45) im St.-Jakob-Park: «Ich finde es immer toll, gegen Basel zu spielen. Das ist ein besonderes Spiel gegen einen attraktiven Gegner vor vielen Zuschauern auf einem guten Platz.» Der Deutsche fasst prägnant zusammen, was er in Basel schätzt.

Das ist brisant genug. Jetzt, wo der «Blick» die Story unserer Zeitung vom 13. Dezember («Babbel steht in Basel auf der Lis­te») weitergezogen und darüber «Die Babbel-Frage» getitelt hat. Markus Babbel soll im Sommer Nachfolger von Urs Fischer (51) beim FCB werden. Hintergrund: Der designierte Basel-Sportchef Marco Streller hatte früher als Profi beim VfB Stuttgart mit Babbel das Zimmer geteilt. Und Alex Frei, der beim FCB der neuen Transferkommission angehören soll, holte den Bayer vor zweieinhalb Jahren nach Luzern.

Was sagt Babbel zu diesen Spekulationen? «Der Trainerjob hat viele schöne Seiten. Das ist eine Seite, die mich nervt, weil ich jetzt zu etwas Stellung nehmen muss, das in den Raum gestellt wird. Es gibt keinen Kontakt zum FC Basel, ich bin Trainer des FC Luzern – und ich freue mich auf das Spiel gegen Basel.»

Babbel ist bis Ende nächster Saison an den FCL gebunden. Er äussert sein Unbehagen gegenüber Fischer: «Ich fühle mich dabei auch nicht gut, wenn ich an meinen Trainerkollegen denke. Er ist Meister geworden, wird wieder Meister mit Basel. Ich finde das auch etwas respektlos, wie man über seinen Job spekuliert.»

Festzustellen ist, dass Babbel mit Luzern (er belegte in den letzten zwei Saisons Platz 5 und 3 und ist jetzt Vierter) praktisch das Optimum herausgeholt hat. Er findet, dass man dies immer anstrebt. «Egal, ob ein Interesse von einem anderen Klub da wäre oder nicht. Ich bin hier angestellt, also gebe ich 100 Prozent für meinen Verein. Wir versuchen das Maximale aus unserer Truppe herauszuholen. Das ist uns bis jetzt ganz ordentlich gelungen.»

Situation von Basel und Luzern wie Tag und Nacht

Trotz dieser Erläuterungen und Beteuerungen muss man abwarten, wie Markus Babbel, der als Profi für die Weltklubs FC Bayern und FC Liverpool spielte und als Trainer grosse deutsche Vereine wie Hertha BSC und VfB Stuttgart führte, im Fall eines konkreten Angebots des FC Basel reagieren würde. 60 Millionen Franken Vermögen besitzt der mit Abstand grösste Schweizer Klub, der nächste Saison erneut in der Champions League startet. Umsomehr in Luzern seit Jahren eine Sparrunde der nächsten folgt und die Investoren immer weniger gewillt scheinen, ein neuerliches Millionen-Defizit zu decken.

Verleidet es dem Trainer in diesem Umfeld, wo immer weniger statt mehr geht? Babbel seufzt zuerst und antwortet dann: «Jein. Auf der einen Seite wünscht man sich natürlich, dass das eine oder andere vielleicht möglich wäre. Auf der anderen Seite ist das auch eine Herausforderung, sich dem Ganzen zu stellen. Was können wir aus unseren Möglichkeiten machen? Wie kriegen wir es hin, das Maximale herauszuholen?» Das sei auch eine reizvolle Geschichte. «Es ist ganz sicher nicht so, dass wir alle in der Kabine sitzen und zu Tode betrübt wären.»

Babbel räumt allerdings ein, dass sich die Klubleitung und das stets erwartungsfrohe Umfeld bewusst sein müssten: «Irgendwann muss dann klar sein, weiter geht es nicht. Denn wenn man weiter in Richtung Spitze gehen will, muss man etwas ausgeben.»

Der FCL-Coach gibt ebenfalls zu, dass er den in die MLS zu Minnesota United abgewanderten Aussenverteidiger Jérôme Thiesson (29) gerne behalten hätte. Weil der linke Abwehrspieler Claudio Lustenberger in Basel gesperrt ist, werden wohl Christian Schneuwly und Simon Gre­ther auf den Seiten verteidigen.

Nachfolger von Vize-Captain Puljic noch nicht bestimmt

Wer für Captain Lustenberger die Binde tragen wird, wusste Babbel gestern noch nicht. Vize-Captain Tomislav Puljic wurde bekanntlich aussortiert, noch ist ein Nachfolger nicht bestimmt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.