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FUSSBALL: Ihr Traum geht in Erfüllung

Die Frauen des FC Luzern verlieren gegen Serienmeister Zürich 0:1. Ende Saison verlieren auch die Luzernerinnen die Stürmerin Géraldine Reuteler – die 18-Jährige wird Profi in der deutschen Bundesliga.
René Barmettler
Géraldine Reuteler, die FCL-Offensivkraft, versucht die Zürcherinnen unter Druck zu setzen. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 24. März 2018))

Géraldine Reuteler, die FCL-Offensivkraft, versucht die Zürcherinnen unter Druck zu setzen. (Bild: Manuela Jans-Koch (Luzern, 24. März 2018))

Es zeichnete sich ein 0:0 ab, auch weil die Luzerner Torhüterin Natascha Honegger einige starke Paraden zeigte. Auch die Tor­umrandung rettete zweimal – dann aber flog der Schuss der Zürcherin Patricia Willi via Lattenunterkante ins Netz – ein Traumtor (72.). Dabei blieb es, der FCL konnte sich für das 1:8 bei den Berner Young Boys am Mittwoch immerhin ein wenig rehabilitieren. «Diesmal waren wir von Anfang an bereit, haben die Zweikämpfe angenommen und die vorgegebene Taktik umgesetzt», zeigte sich Stürmerin Géraldine Reuteler nicht unzufrieden mit der Leistung des Heimteams.

Vor vier Tagen wurde bekannt, dass Reuteler, mit 13 Treffern beste Torschützin der Luzernerinnen, im Sommer nach Frankfurt wechselt. Der Bundesligist belegt aktuell Rang vier. Die Stanserin hat einen bis zum 30. Juni 2020 datierten Vertrag beim viermaligen Champions-League-Sieger unterschrieben. Niko Arnautis, Cheftrainer der Frankfurterinnen, überschüttet Reuteler mit Vorschusslorbeeren: «Es ist wirklich toll, dass sich Géraldine Reuteler, das aktuell grösste Schweizer Talent, trotz Anfragen namhafter anderer Vereine für eine sportliche Zukunft beim 1. FFC Frankfurt entschieden hat. Ich habe mich intensiv mit Géraldine beschäftigt, ihre bislang so positive Entwicklung verfolgt und weiss daher nur zu genau um ihre grossartigen Fähigkeiten.»

Ihr Bauchgefühl war entscheidend

Reuteler spielt seit 2014 beim FC Luzern und besuchte einst auch das verbandseigene Ausbildungszentrum in Huttwil und Biel. Vor einem Jahr feierte Reuteler beim Zypern-Cup ihr Debüt bei der Elite – die Schweizerinnen gewannen dieses Turnier. Beim 6:0-Sieg gegen Italien steuerte sie zwei Tore bei. An der EM im Juli in Holland war sie die Jüngste im Team von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg, stand im ersten Vorrundenspiel gegen Österreich in der Startelf. Und nun der Schritt ins Ausland – ein Traum geht für das grosse Talent in Erfüllung. «Ich freue mich sehr, bin extrem aufgeregt. Man weiss ja nie, wie es herauskommt.» Die vielen Komplimente ihres künftigen Trainers nimmt sie gelassen: «Ich mache mir nicht zu viel Druck.» Eigentlich hatte sie sich gefreut, künftig im selben Team wie Ana-Maria Crnogorcevic zu spielen: Doch die Schweizer Nationalspielerin wechselt per sofort in die US-Profiliga. Trotzdem ist sie sich sicher, den richtigen Verein ausgesucht zu haben: «Ich hatte noch zwei andere Angebote, doch als ich im letzten Dezember vor Ort war, sagte mir das Bauchgefühl, dass hier meine Zukunft liegt», sagt Reuteler.

Vorher aber wartet noch die Abschlussprüfung: Sie absolviert eine KV-Lehre bei den Frei’s Schulen. Mit dem FC Luzern kann sie erwartungsgemäss nicht mehr Meister werden. Aber den Young Boys den dritten Rang abzujagen, das könnte immerhin noch drinliegen.

René Barmettler

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

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