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FUSSBALL: Inspiriert von den Milan-Stars

Andrea Manzo hat in Lugano das schwere Erbe von Zdenek Zeman angetreten. Luzern muss sich am Samstag auf einen neuen FC Lugano gefasst machen.
Daniel Wyrsch
Will seinen Spielern im Training auch Freude vermitteln: Andrea Manzo, der neue Trainer des FC Lugano. (Bild: Keystone/Samuel Golay)

Will seinen Spielern im Training auch Freude vermitteln: Andrea Manzo, der neue Trainer des FC Lugano. (Bild: Keystone/Samuel Golay)

Daniel Wyrsch

Die Tageszeitung «Corriere del Ticino» betitelt den neuen Trainer von Lugano als einen «Diavolo». Ein Teufel soll Andrea Manzo (54) also sein. Selbstverständlich ist das nicht wortwörtlich gemeint, die Bezeichnung bezieht sich auf das heissblütige Temperament des gebürtigen Venezianers. Während des Medientermins diese Woche mit den Tessiner Journalisten in der Kaffeebar des Cornaredo-Stadions soll Manzo permanent am Zuckersäcklein geschüttelt haben. «Man muss den ‹Mister› fast stoppen. Er sah derart angespannt aus, als ob der Startgegner aus Luzern bereits auf dem Platz stehen würde», schrieb der «Corriere». Doch Manzo versuchte, die Reporter zu beruhigen und erklärte: «Es gibt keinen Grund zur Sorge, das Team wird vom ersten Spiel an bereit sein.»

Mehr Gewicht der Defensive

Manzo hat vor etwas mehr als einem Monat beim FC Lugano ein schweres Erbe angetreten. Der vormalige U-21-Coach übernahm das Amt von Trainerlegende Zdenek Zeman (68), der mit dem Aufsteiger Lugano letzte Saison den Ligaerhalt schaffte und die Mannschaft in den Cupfinal führte. Manzo will nicht alles verändern. Er sagt: «Es wäre dumm, wenn ich Zemans Arbeit nicht weiterführen würde. Seine Mannschaft hat immer einen spektakulären Fussball gespielt. Diesen Aspekt mit dem schnellen Umschaltspiel haben wir beibehalten.» Hinzu würde er aber seine Ideen nehmen, die der defensiven Absicherung mehr Rechnung tragen: «Lugano wird kompakt sein und es in schwierigen Situationen bleiben.» Und: «Ich halte es für sehr wichtig, hart zu arbeiten, wenn der Gegner den Ball hat.»

Manzo hat klare Vorstellungen und führt die Mannschaft anders als der schweigsame Vorgänger und Kettenraucher Zeman. Im Training wird wieder gelacht. «Es ist wichtig, dass die Spieler mit Freude an der Arbeit sind.» Zum individuellen Umgang sagt er: «Ich werde versuchen, die Stärken der Profis zu unserem Vorteil zu machen, was Zeman vielleicht nicht in vollem Umfang tat.»

Allerdings weiss Manzo, wie schwierig es mit dem finanziell nicht auf Rosen gebetteten Lugano ist, erneut die Klasse zu halten. Er glaubt zwar, dass die Spieler im ersten Jahr in der Super League an Erfahrung gewonnen haben, «aber wir müssen unsere Kräfte bündeln. Ich zähle auf die Hilfe aller, damit wir den Ligaerhalt vereint schaffen.»

Von Mailand via Porza zu Lugano

Manzo hat sicher den Vorteil, dass er nicht verwöhnt ist. Er hat früher den Tessiner Zweitligisten Porza trainiert. Als Spieler hatte es der Mann aus Venedig in die Serie A geschafft. Er spielte für Fiorentina und die AC Milan. Oft habe er von der Bank zuschauen müssen, erzählt er. Das habe ihn inspiriert, Trainer zu werden. «Ich versuchte zu verstehen, wie sich die Besten in einer bestimmten Situation bewegten.» Fündig geworden ist er vor allem bei Milan. «Die Lektionen von Franco Baresi waren göttlich, das gilt auch für Paolo Maldini.»

Super League 2016/17

1. Runde. Samstag, 23. Juli, 17.45: Lugano - Luzern. – 20.00: St. Gallen - Young Boys.

Sonntag, 24. Juli, 13.45: Thun - Vaduz, Grasshoppers - Lausanne. – 16.00 (SRF 2): Basel - Sion.

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