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FUSSBALL: Itten stürmt erstmals gegen den FCB

Für Cedric Itten (19) ist das FCL-Heimspiel von heute (13.45) etwas ganz Besonderes: Die Basler Leihgabe glaubt fest daran, mit Luzern den grossen FCB besiegen zu können.
Daniel Wyrsch
Cedric Itten (rechts), hier im Hinspiel gegen Sassuolo, spielt heute mit dem FCL gegen seinen Ex-Verein. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Cedric Itten (rechts), hier im Hinspiel gegen Sassuolo, spielt heute mit dem FCL gegen seinen Ex-Verein. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

daniel wyrsch

Seit er denken kann, ist Cedric Itten ein Rotblauer. Schon sein Vater Thomas (52) und Götti Christian (49) schafften es einst ins Kader des Basler Fanionteams. Der 19-Jährige aus Allschwil BL gab in der Rückrunde der letzten Saison seinen Einstand in der Super League. In elf Partien erzielte er ein Tor und gab zwei Assists, und in der Europa League kam er gegen den inzwischen dreifachen Champion FC Sevilla zu einem Teileinsatz.

Doch die Zeit beim FCB lief für Itten Ende Mai zumindest vorläufig ab. Nach intensiven Gesprächen unter anderen mit dem Talentmanager Thomas Häberli entschied er sich, in der Sommerpause einen leihweisen Klubwechsel zu tätigen. In Basel hätte er nach dem Zuzug von Seydou Doumbia kaum mehr genügend Spielzeit bekommen.

FCL-Trainer Markus Babbel traf sich mit Itten und überzeugte ihn, in die Zentralschweiz zu wechseln. Mit am Tisch sassen Sportkoordinator Remo Gaugler und Assistenztrainer Patrick Rahmen. Beide kannte der Jungprofi bereits aus Basel. «Ich habe gewusst, dass Remo und Patrick gute Personen sind und für qualitativ gute Arbeit stehen», erzählt Itten. Obwohl er mehrere Angebote aus der Super League besass, traf er sich mit keinem anderen Klub. «Der FCB hat dem Leihvertrag sofort zugestimmt. Ich bin überzeugt, dass es der richtige Weg für mich ist», sagt Itten.

Er fühlt sich sehr wohl beim FCL

Beim FCL hat sich der Stürmer bestens eingelebt. In den ersten zwei Meisterschaftsspielen gegen Lugano (2:1) und GC (4:3) stand Itten in der Startformation, ebenso wie im Hinspiel der Europa-League-Qualifikation zu Hause gegen Sassuolo (1:1). «Ich bin sehr glücklich mit meinen ersten drei Spielen beim FC Luzern. Einzig auf das erste Tor muss ich noch warten.» Gegen die Grasshoppers traf Itten mit einem technisch perfekten Kopfball nur den Pfosten. Er spielte bislang statt als Mittelstürmer in einer etwas defensiveren Position, «von dort kann ich Marco Schneuwly und Tomi Juric bedienen». Bei der ersten Saisonniederlage am Donnerstag in Italien gegen Sassuolo (0:3), die das Europacup-Aus bedeutete, sass der Baselbieter 90 Minuten auf der Bank. Deswegen ist Itten nicht enttäuscht. «Wir haben einen Toptrainer, der rotieren lässt», stellt er besonnen fest.

Itten stellt FCL-Vorteil zum FCB fest

Der Berufssportler mit Maturaabschluss macht auch vor den Journalisten anlässlich der gestrigen Pressekonferenz in der Swissporarena eine gute Figur. Befragt zu den Unterschieden zwischen dem Schweizer Branchenprimus FC Basel und dem letztjährigen Meisterschaftsdritten FC Luzern, erklärt Itten: «Bei beiden Vereinen wird sehr professionell gearbeitet. Das Kader des FCB hat die grössere Breite, dafür hat Luzern den Vorteil, dass die Spieler mit mehr Spielzeit bei Laune gehalten werden.» Weitere Unterschiede seien, dass Basel das grössere Stadion und mehr Mitarbeiter habe, aber das sei schon alles.

Itten wird während dem Leihjahr regelmässig vom FCB-Talentmanager Thomas Häberli (42) betreut. Der frühere Profi (YB, Basel, Kriens) aus dem Luzerner Seetal war während zwei Jahren Ittens Trainer in der U 21.

Trotz dem festen Kontakt zum FCB befindet sich der Spieler ganz im FCL-Modus. Es ist offensichtlich, der Rotblaue ist bei den Blauweissen angekommen. Babbel bezeichnet Itten als «Topjungen». Er möchte mit dem FCB eine feste Zusammenarbeit anstreben. Der Deutsche verspricht: «Er wird besser zu Basel zurückkehren.»

Ob Itten im Juni 2017 tatsächlich nach Basel zurückgeht, steht in den Sternen. «Abgemacht ist ein Jahr, was danach passiert, weiss ich nicht», meint Itten.

Vor seinem ersten Match gegen den FCB duckt sich der Youngster nicht, er macht sich und seinen Teamkollegen Mut: «Wir müssen uns nicht verstecken. Wenn jeder für jeden geht, dann können wir auch Basel schlagen.»

Falls denn das eher Unerwartete passiert und der FCL den FCB besiegen sollte, wie würden das die Familie und die Basler Freunde aufnehmen? Itten lacht und beruhigt: «Obwohl alle FCB-Fans sind, drücken sie mir die Daumen!»

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