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FUSSBALL: Joël Kiassumbua: «Ich bin reifer geworden»

Erst mit fast 26 Jahren ist Joël Kiassumbua aus Emmenbrücke endlich Stammtorhüter in der Super League. Dabei galt er als grosses Goalietalent. Heute (16.00) trifft er mit Lugano auf den FC Luzern.
Raphael Gutzwiller
Lugano-Goalie Joël Kiassumbua gegen den FCZ in Aktion. (Bild: Andy Müller/Freshfocus (Zürich, 10. März 2018))

Lugano-Goalie Joël Kiassumbua gegen den FCZ in Aktion. (Bild: Andy Müller/Freshfocus (Zürich, 10. März 2018))

Raphael Gutzwiller

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

Wenn es heute, Sonntag, auf dem Cornaredo zum Duell zwischen Lugano und Luzern kommt, steht Joël Kiassumbua (25) im Tor des FCL. Nicht bei seinem Stammverein FC Luzern, sondern beim FC Lugano. Dort hat er David Da Costa auf die Ersatzbank verdrängt. «Es ist natürlich speziell, zum ersten Mal in der Super League gegen Luzern zu spielen», sagt Kiassumbua. «Ich freue mich darauf. Dem FC Luzern gegenüber habe ich keine negativen Gefühle.»

Noch vor einigen Jahren träumte Kiassumbua davon, bei den Innerschweizern zwischen den Pfosten zu stehen. Er galt im FCL-Nachwuchs als grosses Talent. So schaffte er es auch in die Schweizer Junioren-Nationalmannschaft und war der einzige Luzern-Spieler bei den U17-Weltmeistern von 2009. Rückblickend tat das seiner Karriere aber nicht nur gut. «Natürlich war dieser Titel sehr schön, und es ist etwas, was mir niemand mehr nehmen kann.» Aber: «Ich habe mich nach diesem Erfolg ein bisschen ausgeruht. Als wir zurückkamen und der Medienrummel gross war, dachte ich: So, jetzt geht es los mit der grossen Karriere.» Durchstarten beim FCL war seine Erwartung. Die Realität: SC Kriens, Rapperswil-Jona, ein halbes Jahr vereinslos.

Chance als dritter Torhüter von Wohlen

Kiassumbua war am Boden. Zwischenzeitlich hielt er sich beim FC Winterthur und beim FC Emmenbrücke fit, Taschengeld verdiente er sich als Model. «Natürlich macht man sich Vorwürfe. Ich habe lange zu wenig an mir gearbeitet. In der Zeit, in der ich vereinslos war, bin ich reifer geworden und habe begriffen, dass ich Vollgas geben muss.»

Irgendwie kam Kiassumbua als dritter Torhüter beim FC Wohlen unter. «Ich wusste, dass das meine letzte Chance ist, Profifussballer zu sein», sagt Kiassumbua. Der neu erlangte Fleiss zahlte sich aus. Kiassumbua wurde rasch zur Nummer 1 beim Challenge-League-Klub. Zudem wurde der Doppelbürger Nationalspieler der Demokratischen Republik Kongo. Drei Jahre lang war er bei Wohlen Stammgoalie, ehe er im Sommer das Angebot des FC Lugano bekam. «Nach drei Jahren in der Challenge League war der Wechsel in die Super League der logische Schritt», so Kiassumbua.

Er stieg als Ersatztorhüter in die Saison, in den letzten Spielen patzte aber die eigentliche Nummer 1 David Da Costa: die Chance für Kiassumbua. Er betont, dass das Verhältnis zu Da Costa gut sei, sagt aber: «Ich bin natürlich glücklich, dass ich bereits in der ersten Super-League-Saison zu so viel Spielzeit komme.» Kiassumbua hat neben Da Costa mit Noam Baumann (ausgeliehen von Wil) einen neuen Konkurrenten im Lugano-Tor erhalten. «Ich will den Platz im Tor natürlich trotzdem behalten.» In Lugano fühle er sich sehr wohl, schwärmt vom italienischen Feeling. «Aber natürlich bleibt mein Zuhause Luzern. Meine besten Freunde sind immer noch dort.»

Im heutigen Spiel (16.00) trifft er auf einige bekannte Gesichter: «Als junger Spieler durfte ich unter Rolf Fringer in der ersten Mannschaft trainieren, darum kenne ich noch Claudio Lustenberger und David Zibung. Mit Jonas Omlin bin ich zusammen ins KV gegangen, und Hekuran Kryeziu kenne ich noch von Junioren-Zeiten.»

Gegen seine ehemaligen Kollegen erwartet Kiassumbua ein schwieriges Spiel. «Der FCL hat einen Lauf und in diesem Jahr noch nie verloren. Wir haben zuletzt geschwächelt. Aber wir gehen positiv ins Spiel. Wenn jeder Vollgas gibt, kommt es gut.» Joël Kiassumbua hat das «Vollgas-Geben» inzwischen gelernt.

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