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FUSSBALL: Jonas Omlin ist auch in der Krise eine Bank

Oft geraten die Torhüter zusammen mit ihren schwächelnden Teams in ein Tief. Beim FC Luzern ist das nicht so: Jonas Omlin weiss, wie er am Sonntag (16 Uhr) der Mannschaft gegen St. Gallen helfen kann.
Starke Reflexe: Jonas Omlin, derzeit konstantester FCL-Akteur. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Zürich, 15. Oktober 2017))

Starke Reflexe: Jonas Omlin, derzeit konstantester FCL-Akteur. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Zürich, 15. Oktober 2017))

Montagmittag vor der Swisspor-Arena – knapp 18 Stunden sind seit der 0:1-Niederlage von Lugano vergangen. Alle FCL-Profis verlassen nach dem Training das Stadion im Eilschritt, steigen ­ennet der Strasse in ihr Auto und fahren davon. Die einzige Ausnahme ist Torhüter Jonas Omlin. Der 23-jährige Sachsler nimmt sich Zeit, um auf dem Vorplatz des Stadions mit Teammanager Dante Carecci zu reden. Er erfüllt einem jungen Fan den Wunsch nach einem Selfie. Der 1,89 Meter grosse Schlussmann macht sich Gedanken über seinen Club, der erstmals nach über zweieinhalb Jahren wieder am Tabellenende steht.

Omlins Körperhaltung ist im Spiel und danach viel positiver als die der Teamkollegen in Lugano. Wenn Trainer Markus Babbel gestern vor den Medien davon sprach, «dass wir siegen und mit einer ganz anderen Körpersprache gegen St. Gallen auftreten müssen als zuletzt gegen Lugano», dann dachte er dabei nicht an den Goalie. Dieser war schon im Tessin der beste Mann der Gäste. Ohne dessen Reflexe und Paraden hätte der FCL mit einer 0:3-Packung durch den Gotthardtunnel heimfahren müssen. Nur beim Kopfballtor von Alexander Gerndt war Omlin machtlos.

Omlins unbedingter Wille, die Negativserie zu stoppen

Die lobenden Worte für die guten Leistungen in den letzten Spielen nimmt Omlin gerne entgegen. Doch er bleibt bescheiden. Mit Torhütertrainer Swen König hat er einen kritischen Begleiter mit Erfahrung an seiner Seite. Der Aargauer will viel mehr aus dem Innerschweizer herausholen. «Wir haben noch viel Luft nach oben», hatte König vor wenigen Wochen über die Möglichkeiten gesagt. Der junge Keeper ist sich bewusst, auf einem weiten Weg mit Etappenzielen zu sein. Besonders ein Torhüter muss sich immer wieder bewähren. Gravierende Fehler sind Omlin in dieser Saison bis dato nicht unterlaufen. Er ist auch in der Krise des Clubs eine Bank. 11 von 21 Gegentoren sind nach Kontern (52 Prozent) gefallen, 6 fielen nach Standards (29 Prozent). Bei Freistössen, Cornern und Flanken aus dem Spiel heraus hätte Omlin statistisch gesehen wahrscheinlich am ehesten eine Abwehrchance im Herauslaufen gehabt.

Im enorm wichtigen Heimspiel von morgen gegen den viertplatzierten FC St. Gallen möchte Omlin der Mannschaft zusätzlich helfen: «Mein Ziel ist, auch mal kein Gegentor zu bekommen. Dann könnten wir mit einem erzielten Treffer die Negativserie beenden und wieder siegen.»

Bereits seit neun Partien rennen die Innerschweizer einem Vollerfolg hinterher. Cheftrainer Markus Babbel steht in der Kritik und unter Beobachtung. Der Torhüter hält sich zurück. Diskussionen um den Coach und was in der Clubleitung passieren könnte, das sei nicht die Sache der Spieler. «Wir sind als Mannschaft mehr denn je gefordert, um aus diesem Tief zu kommen.» Omlin analysiert richtig: «Derzeit haben wir ein spielerisches Problem.»

Die Zuversicht hat sich der Mann mit der Nummer 21 bewahrt: «Unser Team ist gut genug. Zwei, drei positive Resultate genügen, und wir stehen in der Tabelle wieder klar besser da.»

Super League

14. Runde. Heute, 19.00: Grasshoppers – Lausanne, Sion – Zürich.
Sonntag, 16.00: Luzern – St. Gallen, Basel – Young Boys (SRF zwei), Thun – Lugano.

1. Young Boys 13 9 2 2 32:11 29
2. Basel 13 6 4 3 20:12 22
3. Zürich 13 5 6 2 15:10 21
4. St. Gallen 13 6 3 4 20:23 21
5. GC 13 4 5 4 21:20 17
6. Lausanne 13 4 4 5 22:25 16
7. Thun 13 4 2 7 22:25 14
8. Sion 13 3 4 6 13:21 13
9. Lugano 13 3 3 7 12:23 12
10. Luzern 13 2 5 6 14:21 11

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

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