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FUSSBALL: Junger Stratege, der Zeichen setzt

Der FC Luzern steht vor der nächsten Herausforderung: Heute (16 Uhr) tritt das Team von Gerardo Seoane beim Dritten FC Zürich an. Eine Hauptrolle dürfte beim FCL erneut Idriz Voca spielen.
Daniel Wyrsch
Luzerns Idriz Voca (links) im Gespräch mit Trainer Gerardo Seoane. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 3. Februar 2018))

Luzerns Idriz Voca (links) im Gespräch mit Trainer Gerardo Seoane. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 3. Februar 2018))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Beim FC Luzern hat sich in den letzten vier Ligapartien ein 20-Jähriger ins Rampenlicht gespielt. Idriz Voca heisst er. Erfordert es die Situation, kann er sehr rustikal zur Sache gehen. Im ersten Spiel im neuen Jahr grätschte Voca gegen Lausanne (2:1) einen Gegenspieler an der Seitenlinie spektakulär um. Damit unterband er nicht nur einen Gegen­angriff, sondern setzte zugleich ein deutliches Zeichen. Denn Sekunden zuvor hatten die Lausanner in einem überhart geführten Zweikampf den Ball erobert.

Perfekt zur Grundeinstellung von Idriz Voca passt sein Vorsatz für den heutigen Match beim FC Zürich: «Wir müssen gegen die robusten und athletischen FCZ-Profis aggressiv auftreten, sie zu Fehlern zwingen und so zu Torchancen kommen.»

Voca bildet mit Kryeziu das defensive Gewissen

Dabei ist der Stansstader, dessen Vater aus dem Kosovo stammt und die Mutter aus Bosnien, kein Modellathlet. 1,81 Meter ist er zwar gross, aber nicht kräftig gebaut. «Meine Schwächen sind die fehlende Robustheit und die mangelnde Schnelligkeit», stellt er fest. Wett macht er die Defizite mit seinem strategischen Auftreten. «Idriz gibt der Mannschaft Balance, weil er defensiv mitdenkt, sehr mannschaftsdienlich spielt und extrem viele Löcher stopft», lobt Gerardo Seoane. «Das trifft auch auf Hekuran Kryeziu zu», sagt der Trainer. Sie bilden ein Paar im defensiven Mittelfeld. «Mit Heki verstehe ich mich auch neben dem Platz sehr gut», so Voca. Seoane findet, Voca sei «ein kompletter Mittelfeldspieler, der gut in der Spiel­eröffnung ist». Die beiden haben schon in der U15, der U18 und zuletzt der U21 zusammengearbeitet., wo Voca Captain war, quasi der verlängerte Arm des Trainers. Mehr den Strategen auf dem Platz verkörpern, als dies Voca in der U21 tat, geht nicht. Entwickelt sich der Jungprofi in dieser Art weiter, wird der FCL früher oder später einen herausragenden Chef im defensiven Mittelfeld haben. Seoane ist von Voca überzeugt: «Er hat ein unglaubliches Potenzial, wie alle Jungen wird er seinen Weg machen.» Doch der Coach ist auch Realist und bereitet Idriz Voca, Ruben Vargas und die anderen Talente darauf vor, dass sie bald wieder nur Teileinsätze und gar Spielpraxis in der U21 erhalten könnten.

Seoane traut den Jungen noch mehr zu als Babbel

«Wir dürfen die Jungen nicht verheizen, sondern müssen sie massvoll einsetzen.» Dafür lobt Seoane seinen Vorgänger: «Markus Babbel hat das hervorragend gemacht.» Anders als Babbel schickt Seoane die Jungprofis bereits kurz nach deren Super-League-Debüts vor die Journalisten. «Sie müssen auf dem Platz und in der Öffentlichkeit Verantwortung tragen», ist sein Credo. Der Coach kann sicher sein, dass Voca, der Mann mit KV-Abschluss, auch heute gegen den FCZ alles für den Erfolg tun wird.

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