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FUSSBALL: Kommt es zur Wachablösung im FCL-Tor?

Der Obwaldner Jonas Omlin (23) könnte die neue Nummer 1 im Tor des FC Luzern werden. Trainer Markus Babbel lässt offen, wer am Sonntag gegen GC zwischen den Pfosten steht.
Jonas Omlin zeigt gegen Aarau-Stürmer Alessandro Ciarrocchi vollen Einsatz. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Aarau, 1. März 2017))

Jonas Omlin zeigt gegen Aarau-Stürmer Alessandro Ciarrocchi vollen Einsatz. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Aarau, 1. März 2017))

Es wurde viel spekuliert im Vorfeld des Cup-Viertelfinals des FC Luzern in Aarau. Steht der junge Jonas Omlin (23) oder doch der routinierte David Zibung (33) zwischen den Pfosten? Trainer Markus Babbel entschied sich für den Sachsler Omlin. Dieser zahlte das Vertrauen mit einer starken Leistung zurück. Mit seinem aufmerksamen Auftritt und der fussballerischen Qualität erinnert seine Spielweise an die modernen Torhüter der heutigen Generation wie Manuel Neuer oder Yann Sommer.

Dass Babbel sich schlussendlich für Jonas Omlin entschieden hat, überraschte einige. Schliesslich hatte sich Babbel im Vorfeld der Partie kritisch zur Erfahrung von Omlin geäussert. «Klar haben wir uns Gedanken gemacht, ob es sinnvoll ist, bei so einem wichtigen Spiel einen jungen Torhüter zu bringen, der keine grosse Spielpraxis hat», sagt Babbel nun. «Aber wir vertrauen Jonas und wollten ihm die Chance geben. Dieses Vertrauen hat er mit seiner Leistung zurückbezahlt.»

Darf Omlin nun einige Spiele bestreiten?

Bereits machen Gerüchte die Runde, wonach Omlin ab Sommer die Nummer 1 beim FC Luzern sein soll. «David Zibung wird nicht jünger. Das ist nun mal Fakt», sagt Babbel dazu. Entschieden sei aber nichts. «Klar ist aber, dass wir auch in Zukunft gerne eine Innerschweizer Lösung hätten.» Um wirklich sehen zu können, ob Omlin gut genug für einen Stammplatz bei einem Super-League-Spitzenteam ist, müsse man ihn nicht nur in zwei oder drei Partien sehen, sondern in fünf bis zehn, meint Babbel. «Deshalb steht die Überlegung im Raum, dass wir Jonas ein paar Spiele geben, um zu sehen, ob es funktioniert.» Babbel lässt noch offen, wer am Sonntag gegen die Grasshoppers das Tor hüten wird. Er werde mit seinem Staff, darunter Torhütertrainer Daniel Böbner, das Gespräch suchen und sich danach entscheiden.

David Zibung ist seit zwölf Jahren Stammtorhüter beim FC Luzern. «Herschenken wird er seine Position nicht», sagt Babbel. «In Gesprächen hat er aber bereits angetönt, dass er seine Rolle akzeptieren würde, sollte man sich für Omlin entscheiden. Er würde ihn bestimmt unterstützen.» Die Torhüter dürfen oder wollen sich momentan nicht zur Konkurrenzsituation äussern.

Schon entschieden hat sich Babbel, wer im Cup-Halbfinal zwischen den Pfosten stehen wird: «Wir sind mit Jonas Omlin in diesem Wettbewerb sehr gut gefahren und Stand jetzt gibt es keinen Grund, daran etwas zu ändern.»

Raphael Gutzwiller

raphael.gutzwiller@luzernerzeitung.ch

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