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FUSSBALL: Kryeziu spürt Seoanes Vertrauen

Luzern-Mittelfeldmann Hekuran Kryeziu ist beim 2:1-Heimsieg gegen Lausanne ein anderer Spieler als im Herbst. Er schätzt, dass der neue Trainer Gerardo Seoane ihn kritisiert und so weiterbringen will.
Daniel Wyrsch
Luzerns Hekuran Kryeziu (in Blau) versucht sich gegen zwei Lausanner durchzusetzen. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 3. Februar 2018))

Luzerns Hekuran Kryeziu (in Blau) versucht sich gegen zwei Lausanner durchzusetzen. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 3. Februar 2018))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Hekuran Kryeziu (24) ist ein zurückhaltender Mensch. Er ist kein Lautsprecher. Passend dazu genoss er den 2:1-Heimsieg am Samstag gegen Lausanne still. Mit dem Lausanner Mittelfeldspieler Benjamin Kololli (25) tauschte er nach dem Schlusspfiff das Trikot. Die beiden spielen zusammen in der Kosovo-Nationalmannschaft. «Wir sind gute Kollegen», bestätigte Kryeziu.

Kryeziu, der von seinen Fussballkollegen nur «Heki» genannt wird, stand kurz nach der Feier mit den Fans in der Interview-Zone. Das orange Lausanne-Auswärtsleibchen trug er mit der Innenseite nach aussen. Kolollis Shirt hatte etwas Symbolhaftes, weil der schussgewaltige Aufbauer den FCL in den Schlussminuten zum Zittern gebracht hatte. Zwei Minuten nach seinem 1:2 (88.) schoss Kololli einen Freistoss an die Lattenunterkante.

«Wir hatten das Glück auf unserer Seite», stellte Kryeziu fest. Doch nicht nur das Wettkampfglück widerspiegelte sich in seinem Gesicht. Der in Küssnacht grossgewordene FCL-Profi strahlte wie in den letzten Wochen Zufriedenheit aus. Das war im Herbst noch anders. Statt gelassen zu sein, wirkte er oft nachdenklich, verkrampft. So spielte Kryeziu damals auch. Gegen Lausanne aber, im ersten Match nach der Winterpause und bei der Premiere von Cheftrainer Gerardo Seoane, schien es, als ob der ­Mittelfeldpuncher eine innere Handbremse gelöst hätte. Plötzlich wagte er wieder mehr, spielte Steilpässe auf die Angreifer, bediente so nach einer Balleroberung Christian Schneuwly zu dessen 2:0. Vorbei scheint die Zeit mit den sicheren Querpässen, die keinen Raumgewinn bringen.

Ein Lächeln huschte über sein Gesicht, als er auf die gelöste innere Handbremse angesprochen wurde. «Da ist wohl etwas dran. Ich weiss nur, dass ich Stand heute ein enormes Vertrauen vom neuen Trainer spüre.» Die ersten vier Wochen der Zusammenarbeit mit Trainer Seoane haben aus dem Mann mit der Nummer 31 einen anderen Spieler gemacht. Kryeziu hat seit den ersten Testpartien im Trainingslager von Marbella stets gespielt und festgestellt: «Der Trainer setzt auf mich.» Wobei aus Beo­bachtersicht der Einschub gemacht werden muss, dass er in 13 von möglichen 17 Saisonspielen unter Ex-Coach Markus Babbel in der Startelf gestanden hatte.

Kryeziu warnt vor härtestem Abstiegskampf

Von Kryeziu sind anschliessend weitere Argumente pro Seoane zu vernehmen. «Die Zusammenarbeit mit Gerry macht extrem Spass», sagt der bald 25-Jährige und begründet: «Er kritisiert mich in Einzelgesprächen, er kritisiert mich vor der Mannschaft, er will mich weiterbringen.»

Alles spricht dafür, dass Kryeziu auch nächste Saison beim FCL spielt. Er hat eine Option, womit sich sein Vertrag nach dem Erreichen einer bestimmten Anzahl Spiele automatisch um ein Jahr verlängert. «Ich bin hier zu Hause, fühle mich wohl.» In der siebten Profisaison und mit der Erfahrung von total 146 Super-League-Partien hat Kryeziu erkannt: «Das wird die härteste Rückrunde überhaupt, jeder Match ist für uns ein Final.» Daran ändern auch der knappe Sieg und das Kololli-Leibchen nichts.

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