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FUSSBALL: «Lezcano gibt uns wieder Mumm»

Der FCL steckt in einer Baisse. Aus den letzten vier Spielen holte er nur zwei Punkte. Und das Restprogramm ist happig. Sportchef Rolf Fringer nimmt Stellung.
Interview Daniel Wyrsch
FCL-Sportchef Rolf Fringer blickt optimistisch auf die nächsten Spiele: «Wir sind noch voll im Fahrplan.» (Bild Manuela Jans-Koch)

FCL-Sportchef Rolf Fringer blickt optimistisch auf die nächsten Spiele: «Wir sind noch voll im Fahrplan.» (Bild Manuela Jans-Koch)

Interview Daniel Wyrsch

Rolf Fringer, Trainer Markus Babbel hatte die Mannschaft auf ein Kampfspiel über die vollen 90 Minuten in St. Gallen eingestellt. Verstehen Sie seinen Ärger, nachdem das Team den St. Galler Kampffussball nicht hundertprozentig annahm und 0:1 verlor?
Rolf Fringer:
Natürlich bin auch ich enttäuscht gewesen nach diesem Spiel. Jeder hier beim FCL ist unzufrieden, nachdem wir St. Gallen vier Tage zuvor im Cup noch dominiert hatten. Aber jedes Spiel beginnt wieder bei 0:0. Trotzdem dürfen wir jetzt aus der Emotion heraus nicht nur das Negative sehen. Die Mannschaft hat auch in St. Gallen gekämpft, sie war aber in der ersten Halbzeit zu fehlerhaft. Die Ostschweizer haben uns den Schneid abgekauft und uns schliesslich in die Knie gezwungen.

Der FCL hat aus den letzten vier Spielen nur zwei Punkte geholt. Jetzt folgt das sehr happige Schlussprogramm der Vorrunde mit den Partien in Sion, zu Hause gegen Thun und YB sowie in Basel. Kommt da bei Ihnen ein ungutes Gefühl auf?
Fringer:
Nein, auf dem Papier ist das Restprogramm sicher nicht leicht. Aber es ist auch nicht einfacher, gegen Vaduz oder Lugano zu spielen. Die Quintessenz ist, dass man gegen alle gut spielen muss. Gegen jeden Gegner der Super League ist es ähnlich schwierig, weil die Liga so nahe zusammengerückt ist. Wir müssen auf unser bestes Niveau kommen, dann haben wir gegen alle Teams eine Chance.

Dario Lezcano hat die acht Spielsperren für seinen Ausraster gegenüber Schiedsrichter Fedayi San abgesessen. Am Sonntag in Sion spielt er wieder. Was erwarten Sie von ihm?
Fringer:
Dario Lezcano gibt der Mannschaft wieder Mumm. Beispielsweise sind in den letzten Spielen ohne ihn unsere stehenden Bälle nicht gefährlich gewesen. Die entscheidenden Szenen bei allen Standards dieser Saison hatte Dario.

Lezcano hat fast zwei Monate nicht mehr für den FCL gespielt, er bestritt in dieser Zeit ein Länderspiel für Paraguay gegen Argentinien. Wird ihm der Spielrhythmus fehlen?
Fringer:
Seine Freude, dass er wieder spielen kann, ist für ihn und die ganze Mannschaft Antrieb und Motivation genug, um den fehlenden Spielrhythmus zu kompensieren.

Lezcano möchte Luzern in der Winterpause in Richtung Spanien verlassen. Was ist die Tendenz, wird er eher gehen oder doch zumindest bis Ende Saison bleiben?
Fringer:
Im Moment gibt es dazu nichts zu sagen. Es liegt von keinem Klub aus einer Topliga eine Offerte vor. Die Angebote kommen erst herein, wenn die Wintertransferperiode beginnt. Das ist erst Anfang Januar der Fall. Ich schlage lieber vor, wir konzentrieren uns jetzt auf das Wesentliche: gut Fussball zu spielen.

Es fällt auf, dass der FCL seit Saisonbeginn spielerisch keine Fortschritte erzielt hat.
Fringer:
Da muss ich widersprechen. Spontan kommt mir das Heimspiel gegen die Grasshoppers in den Sinn. Da hat die Mannschaft – wie auch teilweise in den anderen Spielen – attraktiven, offensiven Fussball geboten. Dabei haben wir auch einigen jungen Spielern Einsatzzeiten ermöglicht. Nicht zu vergessen ist Lezcanos Sperre, die natürlich nicht spurlos am Team vorbeigegangen ist.

Das letzte Spiel dieses Kalenderjahres ist der Cup-Viertelfinal am 12. oder 13. Dezember in Aarau. Ein Gegner, der letzte Saison abstieg und nun in der Challenge League unerwartet am Tabellenende steht.
Fringer:
Je mehr Mühe eine Mannschaft in der Meisterschaft hat, desto gefährlicher ist sie im Cup. Ausserdem müssen wir uns bewusst sein, dass die Platzbedingungen im Brügglifeld Mitte Dezember alles andere als gut sind. Dieses Spiel müssen wir richtig gut vorbereiten.

Wie viel bedeutet dem FCL der Cup?
Fringer:
Ich freue mich sehr, dass wir es unter die letzten acht Mannschaften geschafft haben. Wenn man die möglichen Gegner sieht, können wir mit der Auslosung zufrieden sein. Es muss unser Anspruch sein, in den Halbfinal einzuziehen, obwohl wir spätestens seit dem Zweitrundenspiel bei Xamax wissen, wie gefährlich Teams aus der Challenge League sind. Wie erwähnt, werden wir den Match gegen Aarau sehr seriös angehen.

Wollen Sie noch etwas zur Gesamtsituation sagen?
Fringer:
Obwohl wir jetzt in einer etwas schwierigen Phase stecken, müssen wir den Kopf weiter hochhalten. Wir sind in der Liga und im Cup noch voll im Fahrplan. Die Mannschaft geht mit Vollgas in den Endspurt des Jahres 2015! Ich traue ihr dabei einiges zu.

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