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FUSSBALL: Lugano-Torhüter Mirko Salvi zum FC Luzern?

Vielleicht erhält Luzern bald einen neuen Torhüter. Luganos Mirko Salvi (22) demonstrierte am Sonntag im Spiel gegen den FCL, dass er ein viel ­versprechender Goalie ist.
FCL-Stürmer Marco Schneuwly (in Weiss) konnte am Sonntag gegen Luganos Torhüter Mirko Salvi (in Gelb) nicht skoren. (Bild: Freshfocus/Martin Meienberger)

FCL-Stürmer Marco Schneuwly (in Weiss) konnte am Sonntag gegen Luganos Torhüter Mirko Salvi (in Gelb) nicht skoren. (Bild: Freshfocus/Martin Meienberger)

Daniel Wyrsch

Mirko Salvi war beim 1:1 zwischen Lugano und Luzern einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz. Der 1,88 Meter grosse Lugano-Schlussmann pflückte mit beeindruckender Sicherheit die Flankenbälle herunter – wenn es sein musste mit spektakulären Flugeinlagen. Selbst FCL-Goalgetter Marco Schneuwly (12 Tore) vermochte ihn mit einer Direktabnahme aus aussichtsreicher Position nicht zu bezwingen, Salvi reagierte reflexstark. Nur gegen den Kunstschuss von Markus Neumayr ins Lattenkreuz war Salvi machtlos.

Wer weiss, vielleicht spielen Neumayr und Salvi schon bald in der gleichen Mannschaft. Bekanntlich sucht Luzern einen neuen Torhüter. Markus Babbel schätzt das Innerschweizer Urgestein David Zibung (32) als Führungsspieler, aber der Deutsche weiss, dass der FCL-Stammkeeper in der elften Saison seinen Zenit längst überschritten hat. «David wird nicht jünger», meinte der Cheftrainer kürzlich.

Zibung hat bei Luzern noch einen Vertrag bis Ende der nächsten Saison. Er hat dem Verein angeboten, danach ins zweite Glied zu treten. Zibung würde sich dann als Ersatzmann zur Verfügung stellen, damit sein Nachfolger in Ruhe aufgebaut werden könnte. Aus den eigenen Reihen scheint derzeit keiner in der Lage zu sein, vielleicht schon in der neuen Saison mit Zibung um die Nummer 1 zu kämpfen. Einzige Ausnahme: Jonas Omlin (22), der nach überstandenem Kreuzbandriss während der Rückrunde in der Challenge League (Le Mont) neun Spiele bestritten hat.

Feuertaufe mit Basel im Europacup

Doch Keeper Mirko Salvi, der sämtliche Schweizer Juniorenauswahlen von der U 15 bis aktuell zur U 21 durchlief, ist in der Entwicklung weiter und erfahrener als der Obwaldner Omlin: Bei seinem Besitzerklub FC Basel bestritt ­Salvi Anfang Dezember 2015 für die verletzt ausgeschiedene Nummer 2, Germano Vailati, einen 46-minütigen Einsatz in der Europa League auswärts gegen Lech Posen (1:0).

Und anschliessend spielte Salvi im Cup-Viertelfinal in Sion (Niederlage im Penaltyschiessen). Im Januar ist er für die Rückrunde nach Lugano ausgeliehen worden. Dort hat er insgesamt sechs Partien bestritten.

Stabilisator der Lotterabwehr

Nach den 0:6- und 0:7-Klatschen der Tessiner gegen Sion und YB hat Salvi den glücklosen Alex Valentini (28) im Tor des Schlusslichts ersetzt. Anerkennende Kritiken bekam Salvi vor allem für die letzten drei Partien in Basel (0:3) und Sion (1:3) sowie gegen Luzern. Er gibt der mit Abstand schlechtesten Abwehr der Liga (71 Gegentore) Stabilität.

Salvi ist in der Super League angekommen und ein Trumpf der Tessiner im Abstiegskampf. Der Mann mit der Rückennummer 23 kann bei der Ausmarchung um die rettenden Plätze gegen Vaduz und Zürich für die Differenz sorgen. «Meine persönliche Situation ist jetzt nicht wichtig», stellt er klar. Sein Fokus ist auf die letzten fünf Partien gerichtet. «Ich gebe alles für Lugano», verspricht Salvi, «wir wollen die nötigen Punkte zum Ligaerhalt holen.»

Nicht zu vergessen: Die Luganesi stehen am 29. Mai im Cupfinal gegen Zürich. Im Halbfinal gegen Luzern (2:1) stand übrigens Valentini im Tor.

Über ein mögliches künftiges Engagement in Luzern zu sprechen, ist er derzeit nicht bereit. «Nach dem Saisonende können wir in Ruhe über den FC Luzern und mich sprechen», zeigt er sich einer allfälligen Zukunft in der Swissporarena gewiss nicht abgeneigt.

Keine Zukunft in Basel

Für ein Jahr zum Serienmeister nach Basel zurückzukehren, wo er bis Mitte 2017 unter Vertrag steht, macht keinen Sinn. Beim FC Basel hat Stammtorwart Tomas Vaclik (27) seinen Kontrakt gerade bis 2021 verlängert. Und hinter dem unbestrittenen Tschechen bleibt Germano Vailati (35) zumindest eine weitere Saison die Nummer 2. Der italienisch-schweizerische Doppelbürger Salvi wuchs im Waadtland auf und begann bei Yverdon-Sport. Seit 2009 gehört er Basel, letzte Saison wurde er an den Challenge-League-Klub Biel ausgeliehen. Dort war FCL-Co-Trainer Patrick Rahmen sein Coach. Sportkoordinator Remo Gaugler kennt Salvi aus gemeinsamen Basler Zeiten. Gaugler will das Interesse der Luzerner am jungen Goalie weder bestätigen noch dementieren. Aber auch ohne offizielle Bestätigung dürfte klar sein: Der 22-jährige Mirko Salvi steht weit oben auf der FCL-Liste.

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