FUSSBALL: Luzern oder Thun? Direktduell um Europa

Vor der 36. und letzten Runde in der Super League stellt sich nur noch eine Frage: Wer wird dritter Schweizer Vertreter in der Europa League nach Cupsieger Zürich und den Young Boys? Luzern und Thun werden den Fall im Direktduell regeln.

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Für den FCL-Captain Michel Renggli ist es das letzte Spiel. Er beendet seine Karriere. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Für den FCL-Captain Michel Renggli ist es das letzte Spiel. Er beendet seine Karriere. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Der Meister (Basel) steht seit Donnerstagabend fest, der Absteiger (Lausanne) schon seit dem 4. Mai. In den letzten 90 Super-League-Minuten der Saison 2013/14 geht es noch darum, welches SFL-Team am 17. und 24. Juli, also einen guten Monat nach Trainingsauftakt, in der zweiten Qualifikationsrunde der Europa League einsteigen wird. Die besseren Chancen hat vor dem abschliessenden Spieltag der FC Thun. Weil sie das bessere Torverhältnis haben, genügt den Berner Oberländern in Luzern ein Remis zum zweiten Europacup-Vorstoss in Folge unter Urs Fischer. «Am Sonntag entscheidet sich, ob wir eine gute oder eine herausragende Saison gespielt haben», sagte Fischer.

In der swissporarena wird der Thuner Coach nicht auf Marco Schneuwly zählen können. Der Stürmer, der zum FC Luzern wechseln wird, handelte sich am Donnerstag gegen YB die achte gelbe Karte ein und ist damit gegen seinen künftigen Arbeitgeber gesperrt. Ein Schelm, wer Böses denkt. Neben Schneuwly stehen Fischer auch die Verteidiger Nicolas Schindelholz (ebenfalls gesperrt) und Thomas Reinmann (Oberschenkelzerrung) nicht zur Verfügung.

Mit sportlichen und personellen Problemen hat sich der Luzerner Trainer Carlos Bernegger auseinanderzusetzen. Vier Niederlagen in Folge hinterliessen Spuren, das Team wirkte - im Gegensatz zu seinem sehr sachlichen Coach - angeschlagen. «Wir stehen in der Pflicht und müssen uns nach den letzten zwei schlechten Spielen steigern», forderte der Schweiz-Argentinier nach dem 3:4 gegen Absteiger Lausanne und dem 1:4 bei den Grasshoppers mit drei Gegentoren vor Ablauf der ersten zehn Minuten. Nur: Just vor der «kleinen Finalissima» steht Bernegger kein gelernter Stürmer mehr zur Verfügung. Topskorer Dimitar Rangelov fällt ebenso aus wie Dario Lezcano. Zudem fehlt auch Flügel Jahmir Hyka verletzt. «Die Situation in der Offensive ist prekär. Ich werde es mit einer Notlösung versuchen müssen.»

Kurz vor Spielbeginn werden zwei langjährige Funktionäre und fünf Spieler durch Präsident Ruedi Stäger auf dem Spielfeld würdig verabschiedet: TeambetreuerPeter Fleischli tritt nach 38 Jahren in verschiedenen Funktionen beim FCL in den verdienten Ruhestand.

U21-Coach Christian Brand wird den FCL verlassen und eine neue Herausforderung als Trainer annehmen.

Captain Michel Renggli beschliesst seine lange und erfolgreiche Karriere und wird U14-Trainer beim FCL.

Ersatzgoalie Gabriel Wüthrich beendet ebenfalls seine Aktivkarriere und wird Goalietrainer im Nachwuchsbereich.

Tomislav Puljic, Dimitar Rangelov und Florian Stahelwerden ihre Spielerkarrieren bei anderen Vereinen fortsetzen, nachdem ihre auslaufenden Verträge nicht mehr verlängert wurden.

Der Matchball wird kurz vor Spielbeginn durch den Berner Rockmusiker Gölä ins Stadion gebracht. Bereits am 21. Juni wird er für Allmend rockt in die swissporarena zurückkehren.

Im Stadion weilt auch die beinahe komplette Meistermannschaft 1989. Meistertrainer Friedel Rausch und sein Spielmacher Jürgen Mohr geben auf dem Spielfeld Interviews, ehe Jürgen Mohr um 16 Uhr den Kickoff vornimmt. Danach steht unser Fanionteam im Mittelpunkt.

si/rem

Liveticker ab 16 Uhr auf www.luzernerzeitung.ch