FUSSBALL: Marco Schneuwly: «Ich habe vieles richtig gemacht»

Mit Stürmer Marco Schneuwly ist bei der 4. Auflage der SFL Award Night im KKL erstmals ein FCL-Protagonist nominiert worden. Obwohl er leer ausging, genoss er den Anlass.

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Ungewohnter Auftritt im Anzug: Marco Schneuwly gibt vor der Preisverleihung im KKL ein Interview. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 30. Januar 2017))

Ungewohnter Auftritt im Anzug: Marco Schneuwly gibt vor der Preisverleihung im KKL ein Interview. (Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 30. Januar 2017))

 

Marco Schneuwly, Sie sind in den Kategorien Spieler des Jahres, Publikumsliebling und Tor des Jahres nominiert gewesen. Enttäuscht, dass Sie am Ende leer ausgegangen sind?

Nein, überhaupt nicht. Es ist eine schöne Auszeichnung, dass ich ins Super-League-Team des Jahres gewählt worden bin und für drei wichtige Preise nominiert war. Es zeigt, dass ich im letzten Jahr vieles richtig gemacht habe. Mir war selbstverständlich immer bewusst, dass ich mit Guillaume Hoarau und Matias Delgado zwei hochkarätige Konkurrenten habe.

YB-Goalgetter Hoarau hat ja dann gross abgeräumt: Er wurde zum Spieler des Jahres und zum Lieblingsspieler der Fans gewählt ...

... und hätte dazu einen Preis als Entertainer verdient (Hoarau trat an der Gala als Sänger auf, Anmerkung der Redaktion). Ich wusste, dass Guillaume ein guter Sänger ist. Teleclub-Experte Marcel Reif hat aber völlig Recht, wenn er Hoarau künftig auf dem Fussballplatz an dessen musikalischem Talent misst. Das war ein starker Auftritt von Guillaume auf der Showbühne im KKL.

Wie sind Sie mit der ungewohnten Rolle zurechtgekommen, hier zusammen mit Ihrer Frau Rahel über den roten Teppich zu gehen?

Der Auftritt im Anzug war tatsächlich ziemlich ungewohnt für mich. Trotzdem empfand ich die Gala als gelungen. Übrigens hatten wir beim FCL erst am letzten Samstag unser Friendship Dinner mit den Sponsoren. Zwei Tage später gleich wieder die schönen Kleider anzuziehen, war doch okay, so verstaubt der Anzug sicher nicht im Schrank.

Zehnmal haben Sie in dieser Saison bereits getroffen, insgesamt stehen 43 Super-League-Tore auf Ihrem Konto beim FCL. Wann schiessen Sie Ihren 50. Liga-Treffer für Luzern?

Ich wusste gar nicht, dass mir sieben Tore bis zur magischen Marke von 50 Treffern fehlen. Natürlich kann ich nichts versprechen, wir werden sehen, wann es so weit ist. Aber natürlich hoffe ich, dass es relativ schnell so weit ist – möglichst noch in dieser Saison.

Aussergewöhnlich ist, dass Sie in der Vorbereitung auf die Rückrunde nie getroffen haben. Woran lag es?

Ich weiss wirklich nicht, wann ich zuletzt kein einziges Tor in den Vorbereitungsspielen erzielt habe. Aber letztlich spielt das nicht eine grosse Rolle. Erst im letzten Testmatch gegen den SC Kriens überzeugten wir in der ersten Halbzeit, setzten den Gegner unter Druck und liessen ihn nicht spielen.

Mit Tomi Juric steht ein anderer FCL-Stürmer vor dem Abgang zu Reading. Sollte der australische Nationalspieler gehen, bleiben mit Ihnen und Cedric Itten nur noch zwei erprobte Luzern-Stürmer. Werden Sie dann noch unersetzlicher sein?

Die überraschenden Neuigkeiten über Tomi Juric habe ich heute in den Onlinemedien gelesen. Was genau an den Gerüchten dran ist, weiss ich nicht. Wir hatten am Montag einen Regenerationstag, und ich traf Juric nicht. Dass ein solches Angebot kurz vor Transferschluss kommt, kann im Fussballbusiness immer passieren.

Doch Sie können die FCL-Fans hoffentlich beruhigen – oder haben Sie ebenfalls eine Offerte bekommen?

Bis jetzt weiss ich von nichts. Im Fussball habe ich aber schon viel erlebt. In der Schweiz ist das Transferfenster noch bis zum 15. Februar geöffnet. Wobei ich betonen möchte, dass es mir beim FCL nach wie vor gut gefällt.

Sie sprachen davon, dass Sie den Vertrag mit dem FCL vorzeitig um ein Jahr bis 2019 verlängern möchten. Unterschreiben Sie bald?

Ich bin im Trainingslager mit den Verantwortlichen zusammengesessen. Wir werden die Gespräche fortführen. Natürlich hoffe ich, dass es zu einer vorzeitigen Verlängerung kommt. Ich konnte mich in Luzern stetig verbessern, schoss meine Tore für den FCL. Die Leistungen stimmen. Und ich fühle mich wohl im Klub.

Interview Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch