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FUSSBALL: Markus Babbel: «Ich war immer der starke Mann»

Luzern hat sich mit dem 5:1-Heimsieg gegen Schlusslicht Vaduz auf Platz 5 verbessert. FCL-Trainer Markus Babbel spricht über seine Rolle in der Krisenbewältigung.
Interview Daniel Wyrsch
Beglückwünscht den ausgewechselten Jahmir Hyka für sein Tor zum 5:1 gegen Vaduz: FCL-Trainer Markus Babbel. (Bild Philipp Schmidli)

Beglückwünscht den ausgewechselten Jahmir Hyka für sein Tor zum 5:1 gegen Vaduz: FCL-Trainer Markus Babbel. (Bild Philipp Schmidli)

Interview Daniel Wyrsch

Markus Babbel, Sie haben beim 5:1 gegen Vaduz den höchsten Sieg mit Luzern in der Swissporarena um ein Tor verpasst. Somit bleibt das 6:2 gegen St. Gallen unter Ihnen der Rekordsieg im fast fünfjährigen Stadion.

Markus Babbel: Trotzdem freue ich mich über den Erfolg. Vor allem die Art und Weise, wie die Truppe aufgetreten ist. Die meisten meinen immer, es sei so einfach, gegen einen um einen Mann dezimierten Gegner zu spielen. Doch unser Sieg in dieser Form gegen Vaduz ist alles andere als selbstverständlich. Die Jungs haben es wirklich sehr gut gemacht, waren sehr geduldig und haben den Gegner und den Ball sehr gut laufen lassen. Wir spielten auch zielstrebig, haben im richtigen Moment die Lücke gesehen. Die fünf Tore sprechen für sich, aber es waren noch einige hochkarätige Chancen mit dabei. Unser Spiel hat mir bestens gefallen.

Der FCL ist dank sieben Punkten aus den letzten drei Spielen im Aufwärtstrend. Es sind aber die einzigen Zähler aus den ersten acht Partien der Rückrunde. Wie hat es die Mannschaft geschafft, den Schalter nach dem völlig misslungenen Start umzulegen?

Babbel: Zum einen, weil wir die schwierige Situation klar analysiert haben. Ich habe den Spielern gesagt, dass sie für die Situation nicht verantwortlich sind. Es ist etwas passiert, das für den Verein, den Präsidenten und mich absolut inakzeptabel war. Da haben wir die Konsequenzen gezogen, aber eine solche Sache geht nicht spurlos an einer Mannschaft vorbei. Denn es fokussierte sich eine grosse Aufmerksamkeit der Medien auf uns – und dies im negativen Sinn. Gerade mein Team tut sich damit sehr schwer. Zuletzt haben wir mit Patrick Rahmen und Michael Silberbauer zwei Topleute im Staff dazugewonnen. Die Jungs merken, jetzt stimmt es wieder. Das Feuer ist zurück.

War es ein Hauptproblem, dass einige Spieler Mühe mit den Freistellungen von Ex-Sportchef Rolf Fringer und Ex-Co-Trainer Roland Vrabec hatten und zuerst akzeptieren mussten, dass Sie nun der starke Mann sind?

Babbel: Der war ich immer, weil ich der Cheftrainer bin. Aber natürlich haben die einen oder anderen Spieler guten Kontakt zu den beiden gehabt, und anderen Spielern ist es wohl eher egal gewesen. Das ist völlig normal. Die Mannschaft ist ja sensibel genug, dass sie bemerkt hat: Da stimmt was nicht! Die Spieler mussten die Sache ausbaden. Es ist natürlich schade und völlig unnötig, dass dies alles zu einem Zeitpunkt passierte, als für uns relativ viel auf dem Spiel stand.

Wie erklärten Sie den Spielern Ihre eigene Rolle in dieser Angelegenheit?

Babbel: Ich habe der Mannschaft klargemacht, dass ich der Erste wäre, der die Hand hebt und den Kopf hinhält, wenn ich einen Fehler begangen hätte. Aber ich weiss nicht, was ich falsch gemacht habe. Ich weiss aber auch nicht, was der Präsident falsch gemacht hat. Im Gegenteil: Ich fand das Handeln aus Sicht des Vereins mehr als konsequent.

Im Fussball geht es schnell: Nach dem Kantersieg gegen Vaduz haben die zahlungskräftigen Leute im VIP-Bereich des Stadions schon vom Europacup gesprochen. Was sagen Sie zu diesem extremen Stimmungswandel?

Babbel: Es ist doch schön, wenn es die Mannschaft schafft, mit ihrem Auftritt zu überzeugen und die Fans wieder zu träumen beginnen. Das ist doch wunderbar und unser Ziel, wenn wir die Leute begeistern. Die Anhänger mussten eine Zeit lang leiden, jetzt hoffe ich, dass wir es schaffen, sie über eine längere Phase zu erfreuen. Wichtig ist, dass wir wissen, wie wir damit umgehen. Denn der Erfolg ist kein Selbstläufer, wir müssen knallhart dafür arbeiten. Jetzt steht das nächste schwierige Spiel vor uns. Am Samstag gehts zu GC. Das ist ein sehr spielstarkes Team, das nicht umsonst weit oben steht.

Luzerns Marco Schneuwly (links) bejubelt das 3:1 mit Jahmir Hyka (Bild: Philipp Schmidli)Luzerns Marco Schneuwly (links) bejubelt das 3:1 mit Jahmir Hyka (Bild: Philipp Schmidli)
Markus Neumayr, Michael Frey, Torschütze Marco Schneuwly und Jahmir Hyka (von links) bejubeln das 3:1. (Bild: Philipp Schmidli)Markus Neumayr, Michael Frey, Torschütze Marco Schneuwly und Jahmir Hyka (von links) bejubeln das 3:1. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Remo Arnold (rechts) beglückwünscht Jahmir Hyka nach dem Spiel. (Bild: Philipp Schmidli)Luzerns Remo Arnold (rechts) beglückwünscht Jahmir Hyka nach dem Spiel. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Jahmir Hyka (rechts) bejubelt seinen Treffer zum 5:1. (Bild: Philipp Schmidli)Luzerns Jahmir Hyka (rechts) bejubelt seinen Treffer zum 5:1. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Jahmir Hyka (vorne) im Duell mit Vaduzs Philipp Muntwiler. (Bild: Philipp Schmidli)Luzerns Jahmir Hyka (vorne) im Duell mit Vaduzs Philipp Muntwiler. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Markus Neumayr (oben mitte) erzielt das 2:1 gegen Vaduz.Torwart Peter Jehle auf Penalty. (Bild: Philipp Schmidli)Luzerns Markus Neumayr (oben mitte) erzielt das 2:1 gegen Vaduz.Torwart Peter Jehle auf Penalty. (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Jahmir Hyka (mitte) gegen Vaduzs Robin Kamber (links) und Joel Untersee (Bild: Philipp Schmidli)Luzerns Jahmir Hyka (mitte) gegen Vaduzs Robin Kamber (links) und Joel Untersee (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Christian Schneuwly bejubelt seinen Treffer zum 4:1 (Bild: Philipp Schmidli)Luzerns Christian Schneuwly bejubelt seinen Treffer zum 4:1 (Bild: Philipp Schmidli)
Vaduzs Mario Bühler (links) erzielt das 1:1 gegen Luzerns Francois Affolter (mitte) und David Zibung (Bild: Philipp Schmidli)Vaduzs Mario Bühler (links) erzielt das 1:1 gegen Luzerns Francois Affolter (mitte) und David Zibung (Bild: Philipp Schmidli)
Luzerns Michael Frey (links) im Duell mit Manuel Sutter von Vaduz. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Luzerns Michael Frey (links) im Duell mit Manuel Sutter von Vaduz. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Markus Neumayr (links) und Michael Frey feiern das Penalty-Tor zum 1:0. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Markus Neumayr (links) und Michael Frey feiern das Penalty-Tor zum 1:0. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Luzerns Markus Neumayr feiert sein Penalty-Tor zum 1:0. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Luzerns Markus Neumayr feiert sein Penalty-Tor zum 1:0. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Mario Bühler (2. von links) von Vaduz schiesst das 1:1. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Mario Bühler (2. von links) von Vaduz schiesst das 1:1. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Jahmir Hyka (mitte) im Duell mit den Vaduz-Spielern Philipp Muntwiler (links) und Nick Von Niederhäusern (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Jahmir Hyka (mitte) im Duell mit den Vaduz-Spielern Philipp Muntwiler (links) und Nick Von Niederhäusern (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Die Luzerner mit Markus Neumayr (mitte) feiern das Penalty-Tor zum 2:1. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Die Luzerner mit Markus Neumayr (mitte) feiern das Penalty-Tor zum 2:1. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Markus Neumayr (rechts) und Claudio Lustenberger feiern das Penalty-Tor zum 1:0. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Markus Neumayr (rechts) und Claudio Lustenberger feiern das Penalty-Tor zum 1:0. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Jahmir Hyka (rechts) von Luzern erhält einen Penalty zugesprochen, nach dem Zweikampf gegen Nick Von Niederhäusern (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Jahmir Hyka (rechts) von Luzern erhält einen Penalty zugesprochen, nach dem Zweikampf gegen Nick Von Niederhäusern (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Jahmir Hyka, Markus Neumayr und Jérôme Thiesson feiern das Penalty-Tor zum 1:0. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Jahmir Hyka, Markus Neumayr und Jérôme Thiesson feiern das Penalty-Tor zum 1:0. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Philipp Muntwiler, vorne, von Vaduz im Verteidigungskampf. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Philipp Muntwiler, vorne, von Vaduz im Verteidigungskampf. (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
Mario Bühler (2. von links) von Vaduz schiesst das 1:1 (Bild: Keystone / Urs Flüeler)Mario Bühler (2. von links) von Vaduz schiesst das 1:1 (Bild: Keystone / Urs Flüeler)
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FC Luzern - FC Vaduz 5:1

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