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FUSSBALL: Markus Babbel setzt auf Power-Schneuwly

Marco Schneuwly ist heute (20.30) der Luzerner Trumpf bei Sassuolo. Der FCL braucht einmal mehr Tore des Stürmers, um das 1:1 aus dem Hinspiel wettzumachen.
Hat sich vorgenommen, heute gegen Sassuolo doppelt zu treffen: Marco Schneuwly. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

Hat sich vorgenommen, heute gegen Sassuolo doppelt zu treffen: Marco Schneuwly. (Bild: EQ/Marc Schumacher)

Daniel Wyrsch, Reggio Nell’Emilia

Marco Schneuwly (31) hat die fünfstündige Fahrt mit der Eisenbahn von Luzern via Mailand nach Reggio nell’Emilia Spass gemacht. Zusammen mit seinem Bruder Christian, David Zibung und Markus Neumayr klopfte er im geräumigen Zugabteil einen Jass nach dem anderen. Neumayr stichelt wohl nicht ganz grundlos gegen die Schneuwlys: «Sie sind das sympathischste Bruderpaar des Planeten, aber die helfen selbst beim Jassen ständig einander.»

Markus Babbel hätte nichts dagegen, wenn die Schneuwlys heute Abend (20.30, Tele 1) den Dreh raus hätten, um die Abwehr des Serie-A-Sechsten Sassuolo zu überwinden. Der Luzerner Cheftrainer weiss, dass seine Mannschaft nur eine Chance hat, wenn sie als Ganzes funktioniert. Eine kompakte, homogene Teamleistung brauche es. «Wenn wir so offen spielen wie am letzten Sonntag nach der Pause gegen GC, dann wird es extrem schwer», sagt er und hebt den Mahnfinger.

Hoffnung gibt dem FCL sicher die deutlich bessere Gesamtleistung im Hinspiel vor einer Woche gegen Sassuolo. Allein an der mangelnden Effizienz lag es, dass sich die Innerschweizer nicht belohnten und lediglich 1:1 spielten.

Marco Schneuwlys ehrgeiziges Ziel

Der Torschütze des Luzerner Treffers war erneut Marco Schneuwly. Er ist seit zwei Jahren nicht nur der gefährlichste FCL-Stürmer in der Liga (mit total 34 Toren), auch in der Europa-League-Qualifikation hat er getroffen. Er ist sogar der einzige Blau-Weisse, der 2014 gegen St. Johnstone (je 1:1 und Aus im Penaltyschiessen) und jetzt in der aktuellen 3. Quali-Runde gegen Sassuolo den Ball reinmachte. Der Freiburger gibt sich aber nicht mit seinen persönlichen (Tor-)Erfolgen zufrieden. Er hat sich für heute gegen die Italiener mit ihrem fast siebenmal teureren Kader ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: «Ich versuche, doppelt zu treffen und dafür zu sorgen, dass wir diesmal in die nächste Runde kommen», sagte er gegenüber Radio Pilatus.

Eine Regenerationszeit hat der Mittelstürmer bekommen. Am Sonntag gegen GC (4:3) liess ihn Babbel zusammen mit Neumayr auf der Bank. Der Coach begründet: «Sie sind jetzt ausgeruht, und es ist wichtig, dass wir ihre internationale Erfahrung auf dem Platz haben.»

Besonders viel erwartet Babbel von seinem «Power-Schneuwly»: «Marco ist ein Topstürmer, nicht nur in der Super League, sondern auch international. Das hat er im Hinspiel schon eindrücklich unter Beweis gestellt.»

Auch Itten und Juric freuen Babbel

Aber auch an den anderen beiden Stürmern Cedric Itten (19) und Tomi Juric (25) hat Babbel speziell Freude. Itten lobte er nach dem Heimmatch, weil dieser Sassuolo-Captain Francesco Magnanelli im zentralen Mittelfeld fast gänzlich aus dem Spiel genommen hatte. Der vom FC Basel ausgeliehene Profi dürfte heute wieder diese Aufgabe bekommen. Natürlich hofft der Coach, dass Itten auch den einen oder anderen offensiven Nadelstich setzen kann.

Wenn es dann der Spielstand erfordert, könnte Babbel den von Roda Kerkrade (NED) geholten australischen Nationalspieler Juric einwechseln. Gegen GC hat Juric bewiesen, dass er «ein guter Stürmer» ist, wie Luzerns letzter Torschützenkönig, Petar Aleksandrov, gegen GC auf der Tribüne feststellte. Zwei Tore gelangen Juric bei seinem Debüt in der Swissporarena, der Mann mit kroatischen Wurzeln ist jetzt heiss auf die Europa League.

Hitze soll kein Alibi sein

Apropos Hitze: Die ist im Luzerner Mannschaftshotel in Reggio ein Thema. Doch Innenverteidiger Tomislav Puljic stellt klar: «Die hohen Temperaturen von bis zu 35 Grad dürfen kein Grund sein, nicht gut zu spielen. Beim Kick-off um 20.30 Uhr wird es auch ein wenig kühler sein.»

Babbel benötigt physisch absolut bereite Spieler, er setzt nicht nur auf die selbstbewussten Stürmer, die das 1:1 aus dem Hinspiel wettmachen müssen, er zählt als Basis auf ein funktionierendes Team. «Gegen einen technisch hervorragenden Gegner wird unsere Laufbereitschaft der Schlüssel sein.»

Der Ex-Bayern- und Liverpool-Profi Babbel freut sich sichtlich auf diesen Europacup-Auftritt in Italien. «Wenn wir zudem so handlungsschnell wie in Luzern sind, dann wird diese schwierige Aufgabe sogar lösbar», glaubt er. Vorausgesetzt, Marco Schneuwly packt einmal mehr seine Torgefährlichkeit aus.

Spielen Karten: Christian (links) und Marco Schneuwly. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Gut gelaunt: Ricardo Costa. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Tomi Juric (links) und Jakob Jantscher spielen im Zug auf der Hinfahrt nach Reggio Emilia mit Würfeln. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Hören Musik: Remo Arnold (links) und Nicolas Haas. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Ins Handy versunken: Sally Sarr. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Simon Grether (links) und Cedric Itten. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Gut gelaunt: Markus Neumayr. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Tomislav Puljic (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Simon Grether wartet im Bahnhof von Mailand auf den Anschlusszug. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Markus Neumayr im Bahnhof von Mailand (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Team-Manager Dante Carecci zeigt FCL-Trainer Markus Babbel im Bahnhof von Mailand den Weg. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Und hopp die Koffer aus dem Zug: Ricardo Costa in Mailand. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Jonas Omlin (links) und Jahmir Hyka bei der Ankunft in Reggio Emilia. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Marco Schneuwly, Claudio Lustenberger und David Zibung (von links) im Bahnhof von Mailand. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Die FCL-Spieler kommen im Mannschaftshotel in Reggio Emilia an. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Auf dem Weg vom Bahnhof zum Hotel fährt der Bus mit den FCL-Spielern beim Mapei Stadium vorbei, indem am Donnerstag gegen Sassuolo gespielt wird. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Die Mannschaft läuft sich fürs Abschlusstraining im Mapei-Stadium warm. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Jahmir Hyka, Markus Neumayr und Jakob Jantscher spielen sich den Ball zu. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Torhüter David Zibung wird warm geschossen. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Markus Babbel, Michael Silberbauer und Assistenztrainer Patrick Rahmen (von links) beobachten die Spieler. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Joao Pedro Abreu de Oliveira (links) im Zweikampf mit Simon Grether im Abschlusstraining. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Tomislav Puljic und Jahmir Hyka (oben). (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Ricardo Costa macht Dehnungsübungen. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
Blau-weiss sind die dominierenden Farben im Stadion. (Bild: Martin Meienberger / Freshfocus)
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FC Luzern in Reggio nell’Emilia

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