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FUSSBALL: Maulkorb für FCL-Goalie Jonas Omlin

Der FC Luzern hat Platz 4, der zur Teilnahme an der Europa-League-Quali berechtigt, gefestigt. Trotzdem war das erste Rückrundendrittel nicht befriedigend. Sechs Fragen – sechs Antworten.
Daniel Wyrsch
Liefern, nicht lafern: FCL-Goalie Jonas Omlin (in Rot). (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (St. Gallen, 11. März 2017))

Liefern, nicht lafern: FCL-Goalie Jonas Omlin (in Rot). (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (St. Gallen, 11. März 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Muss von einem durchzogenen Start in die Rückrunde gesprochen werden, wenn der FCL in sechs Spielen lediglich sieben Punkte geholt hat?

Der Auftakt in die zweite Saisonhälfte ist den Luzernern sicher nicht wie gewünscht gelungen. Von möglichen 18 Zählern hat der FCL 11 nicht geholt. Sieben Punkte und 12 zu 11 Tore bedeuten in der Rückrundentabelle Platz 7 – nur Vaduz (6), Lausanne (2) und GC (1) haben weniger Zähler gesammelt. Trainer Markus Babbel schmerzen die verpassten Siege in Lausanne (4:4) und gegen GC (1:1). «In diesen beiden Spielen haben wir vier Punkte liegen lassen», findet der Bayer.

Was war das bisherige Highlight 2017?

Ganz klar der 4:1-Heimsieg gegen YB. Das ist bisher der einzige Sieg neben vier Unentschieden (Lausanne, Thun, GC und St. Gallen). Die einzige Niederlage gab es beim Leader in Basel: Der FCL verlor dort standesgemäss 1:3.

Hat sich die Defensive in den letzten Spielen stabilisiert?

Die beiden 1:1 gegen GC und St. Gallen zuletzt deuten darauf hin. Gewiss haben die Luzerner in diesen Spielen den Gegnern mit einer massierten Abwehr wenig Raum vor dem Tor zugelassen. Doch weder die Grasshoppers noch die St. Galler verfügen derzeit über ein Team, das die Gegner über längere Phasen unter Druck setzen kann. Nimmt man den Cup-Viertelfinal in Aarau (5:3-Sieg) hinzu, dann muss man die Frage verneinen. In diesem hektischen Match hatte der FCL gegen den Challenge-League-Klub Abwehrprobleme.

Ist es riskant, für die Dreierkette mit Costa, Alves und Affolter nur drei gestandene Innenverteidiger im Kader zu haben?

Bei noch zwölf Runden in der Liga und dem Cup-Halbfinal in Sion sowie einem allfälligen Cupfinal besteht das Risiko, personell unter Druck zu kommen.

Jonas Omlin ist inklusive des Cupmatches in Aarau drei Pflichtspiele hintereinander anstelle des langjährigen Stammkeepers David Zibung im FCL-Tor gestanden. Bleibt Omlin jetzt die Nummer 1?

Nach dem 1:1 am Samstag in St. Gallen zeigte sich Babbel absolut zufrieden mit dem 23-jährigen Torhüter aus Obwalden: «Er hat Sicherheit ausgestrahlt und seine Sache sehr gut gemacht.» Omlin hat vor lautstarken 12710 Zuschauern im Kybunpark hoch konzentriert mitgespielt. Er überzeugte mit tadellosen Abwehraktionen, dem richtigen Timing, als er im Stile eines «Liberos» St. Galler Angriffe abfing, und bei präzisen Zuspielen mit den Händen und Füssen. Selbst Abschläge und Auskicke, die über die Mittellinie hinausgingen, kamen direkt bei den Mitspielern an. Trotz solider Gesamtleistung gegen Aarau, GC und St. Gallen gilt für Omlin laut Coach weiterhin die «Testphase». Babbel hatte folgenden Prozess für die mögliche neue Nummer 1 angesagt: Um zu erfahren, ob Omlin gut genug als Stammgoalie für Luzerns Super-League-Team ist, müsse man ihn nicht nur in zwei oder drei Partien sehen, sondern in fünf bis zehn.

Warum gibt Omlin derzeit keine Interviews?

Babbel und dessen Assistenztrainer Patrick Rahmen haben ihn bis auf weiteres für alle Medientermine gesperrt. Nicht weil sie denken, der 23-jährige Profi könne keine gescheiten Antworten geben. Sondern sie wollen, dass sich Omlin zu 100 Prozent auf seinen Job im Tor konzentriert. FCL-Kommunikationschef Max Fischer sagte am Sonntag nach einer Interviewanfrage unserer Zeitung: «Jonas muss gemäss seinen Trainern zuerst einige Spiele durchspielen, dann wird er etwas sagen können.»

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