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FUSSBALL: Meistercaptain lobt neue YB-Führung

Martin «Tinu» Weber (60) war 1986 Captain des letzten YB-Meisterteams. Vor dem Gastspiel der Berner am Sonntag (16 Uhr) in Luzern lobt er die neue YB-Führung und zeigt Respekt vor dem FCL.
Daniel Wyrsch
27. Mai 1986: Die Young Boys (mit Martin Weber, untere Reihe, 3. von rechts) feiern ihren bislang letzten Meistertitel. (Bild: Keystone)

27. Mai 1986: Die Young Boys (mit Martin Weber, untere Reihe, 3. von rechts) feiern ihren bislang letzten Meistertitel. (Bild: Keystone)

Interview: Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Martin Weber, vor 31 Jahren gehörten Sie als zuverlässiger Verteidiger und Captain zur letzten YB-Meistermannschaft. Mit Lars Lunde, Robert Prytz, Georges Bregy und Dario Zuffi sorgten Sie in Bern für gelbschwarze Euphorie. Erinnern Sie sich oft daran?

Die Erinnerung an ein solches Ereignis bleibt natürlich stets präsent, oder ich werde von den Leuten immer wieder darauf angesprochen. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass wir seither nichts mehr geholt haben. Vorletzten Sommer feierten wir mit der damaligen Mannschaft das 30-Jahr-Jubiläum unseres Titels von 1986. Ich wäre froh, wenn YB diesen letzten Eintrag ins eigene Geschichtsbuch ergänzen könnte und wir bald nicht mehr das letzte Meisterteam wären.

1987 gehörten Sie auch dem letzten Cupsiegerteam aus Bern an. Warum hat YB seither keinen Titel mehr gewonnen, obwohl in den letzten acht bis zehn Jahren die Gebrüder Rihs sehr viele Millionen Franken in den Klub steckten?

Bei YB sind sehr, sehr viele Fehler gemacht worden. Falsche Leute waren am falschen Ort. Der Hauptgrund ist aber der FC Basel, der in all den Jahren hoch professionell und erfolgreich geführt worden ist. YB ist nicht an Basel vorbeigekommen.

In dieser Saison sind die Perspektiven für YB lange hervorragend gewesen. Der FCB hatte bis vor 14 Tagen sieben Punkte Rückstand. Nun sind es noch zwei. Warum hat YB gegen Kantonsrivale Thun beide Spiele verloren?

Das weiss ich auch nicht. In Bern pflegt man zu sagen, wenn YB verliert, dann am liebsten gegen Thun. Nur mit Konstanz kann man Meister werden, doch hin und wieder kann es eine Niederlage geben. Insgesamt ist der Kurs, den die Young Boys vor einem Jahr eingeschlagen haben, der richtige. Fredy Bickel und andere Protagonisten sind weg, die Sünden aus der Vergangenheit werden korrigiert. Der neue Sportchef Christoph Spycher ist einer von uns, der sich nicht profilieren muss. Er zeigt, dass man das Team selbst mit weniger Geld besser machen kann. Die Vorrunde ist zwar nicht optimal gelaufen, aber von einem guten Herbst darf man gewiss reden. Wir sind auf dem richtigen Weg. Als sehr positives Zeichen werte ich, dass wir in der Tabelle vor Basel sind.

Trotzdem spürt YB den heissen Atem des FCB im Nacken. Der Achtelfinaleinzug in der Champions League hat den Baslern viel Aufwind gegeben.

Sie haben die Saison schlecht angefangen, doch jetzt zeigt sich, dass sie wieder ein gutes Team haben, das im Flow ist. Allerdings beträgt der Vorsprung des FCB nicht mehr wie in jüngerer Vergangenheit 10 bis 15 Punkte. Nein, YB liegt vorne. Zudem erachte ich die Achtelfinalteilnahme der Basler als ein Plus für uns. Sie werden für das Duell gegen Manchester City in der Königsklasse viel Energie brauchen. Zudem werden wir den FCB zwischen dem Hin- und Rückspiel Ende Februar zum Cup-Halbfinal in Bern empfangen. Das wird zum Spiel der Spiele, entscheidend für den Titel. YB würde mit dem Sieg das nötige Selbstvertrauen für die Meisterschaft tanken, da bin ich sicher.

Am Sonntag geht es zuerst gegen den FCL. Für die Berner nur eine Pflichtaufgabe?

Ich bin im Oktober beim 1:0-Sieg in Luzern im Stadion gewesen. YB hatte Glück, die Partie war eng und ein Geknorze. Bei der Neuauflage wird es nicht anders sein. Ich hoffe natürlich auf drei Punkte, damit wir sicher auf dem ersten Platz überwintern können.

Bild: PD

Bild: PD

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