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FUSSBALL: «Mimi» soll FCL-Serie in Zürich fortführen

Der FC Luzern kann heute (16 Uhr, SRF zwei) bei seinem Lieblingsgegner antreten: Im Letzigrund gegen den FC Zürich hat der FCL die letzten sechs Aufeinandertreffen stets gewonnen. Zu Beginn dieser Siegesserie stand das Tor von Mahmoud Kahraba.
Daniel Wyrsch
«Mimi» Demhasaj (rechts) und Pascal Schürpf bejubeln das 1:0 gegen Sion. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 2. Dezember 2017))

«Mimi» Demhasaj (rechts) und Pascal Schürpf bejubeln das 1:0 gegen Sion. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Luzern, 2. Dezember 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Mahmoud Kahraba spielte nicht einmal eine ganze Saison in Luzern. Der damals 19-jährige Stürmer bestritt für die Innerschweizer lediglich 16 Ligapartien. Doch schoss der ägyptische Nationalspieler dabei beachtliche 7 Tore. Seinen ersten Treffer für den FCL erzielte er am 5. Oktober 2013 auswärts gegen den FC Zürich. Das Tor von Kahraba, sein Künstlername bedeutet Stromschlag, war das 1:0. In der Schlussphase köpfelte Tomislav Puljic zum 2:0-Endstand ein. Das war der erste von inzwischen sechs aufeinanderfolgenden Luzerner Siegen im Zürcher Letzigrund gegen den FCZ.

Für den hochtalentierten Kahraba ging die Zeit beim FCL bloss ein halbes Jahr später, Ende März 2014, zu Ende. Carlos Bernegger und Alex Frei mochten nicht mehr mit dem sehr eigenwilligen Nordafrikaner zusammenarbeiten. Bei GC dauerte das anschliessende Intermezzo mit Kahraba eine halbe Saison. Anders als seine Landsleute und Ex-Basler Mohamed Salah (25, Liverpool) und Mohamed Elneny (25, Arsenal) schaffte der Ägypter den erhofften Sprung in die Premier League nicht. Stattdessen ist der heute 23-jährige Kahraba seit Mitte 2016 von Zamalek aus seiner Heimat an Ittihad Dschidda in der Professional League von Saudi-Arabien ausgeliehen.

Demhasaj einzige Alternative für gesperrten Juric als Mittelstürmer

Ein ähnlich drahtiger und schnell agierender Stürmer ist Shkelqim «Mimi» Demhasaj. Allerdings ist der 21-jährige Schaffhauser mit kosovarischen Wurzeln und einer Körperlänge von 1,91 Metern ganze 9 Zentimeter grösser als Kahraba. Die Ausbeute Demhasajs, der letzte Saison noch für Schaffhausen in der Challenge League stürmte, ist mit 5 Toren und 1 Assist aus 14 Einsätzen in der Super League recht beachtlich. Da Tomi Juric (5 Tore, 2 Assists) im letzten Match gegen Sion (2:1-Sieg) die gelb-rote Karte gesehen hat und heute eine Sperre absitzen muss, «ist ‹Mimi› der einzige Mittelstürmer, der uns noch übrig bleibt», erklärte FCL-Trainer Markus Babbel mit besorgter Miene.

«Mimi» Demhasaj ist demnach Luzerns Hoffnungsträger, um beim FCZ die beeindruckende Siegesserie fortzusetzen. Babbel wusste gar nicht, dass der FCL das letzte halbe Dutzend Vergleiche im Letzigrund gegen Zürich ohne Punktverlust geblieben ist. «Solche Statistiken habe ich normalerweise nicht gerne, aber diese Serie würden wir natürlich gerne fortführen», findet Babbel. Der FCL-Trainer ist allerdings ein Realist, er weiss: «Zürich ist seit dem sofortigen Wiederaufstieg eine andere Mannschaft als früher. Sie präsentiert sich als homogene Einheit und hat den Flow aus der Challenge League mitgenommen.»

Auf Platz 3 steht der FCZ, doch wird ihm heute mit dem gesperrten Ex-FCL-Stürmer Michael Frey ein Schlüsselspieler mit herausragender Siegermentalität fehlen. Babbel ist deswegen nur ein wenig erleichtert, denn er hält vom ganzen Zürcher Team viel. «Das ist eine physisch robuste Mannschaft, ein sehr guter Gegner.» Besonders beeindruckt war der Deutsche von der ersten Halbzeit des FCZ am letzten Sonntag beim 3:1-Sieg in St. Gallen. «Die St. Galler wussten nicht mehr, wo vorne und hinten ist.»

Einen derart bemitleidenswerten Eindruck sollen Babbels Schützlinge heute nicht machen. Zürich-Trainer Uli Forte erwartet einen «defensiv eingestellten FC Luzern, der mit Moral zu uns kommt und gewillt ist, die Räume eng zu machen». Forte hat den heutigen Konkurrenten gegen Sion genau beobachtet. Der 2:1-Sieg der Innerschweizer «kam mit lediglich 30 Prozent Ballbesitz zu Stande», hat der ehemalige Profi des SC Kriens analysiert. Dies zeige ihm und seiner Mannschaft, dass Ballbesitz nicht alles sei, wenn man zu keinen Abschlüssen komme, so Forte.

Babbel verlangt von seinen Leuten, die letzten Kräfte zu mobilisieren

Seit der hohen 1:4-Heimniederlage vor 14 Tagen gegen Basel hat der FCL auf ein deutlich defensiveres Spielsystem umgestellt. So war im Cup-Viertelfinal in Basel bis zum Abpfiff eine Überraschung möglich, der Match endete 1:2. Gegen Sion verhalf den kämpferisch und läuferisch tadellosen Innerschweizern der frühere FCL-Profi Burim Kukeli mit einem Eigentor und einem verschuldeten Foulpenalty zum vierten Saisonsieg. «Die drei Punkte waren sehr wichtig in unserer Tabellensituation», stellte Babbel fest. Zusammen mit dem Team will er verhindern, dass der FCL nach diesem 18. und letzten Match der Vorrunde das Schlusslicht ist. «Wir nehmen gegen Zürich und in einer Woche gegen YB alle verbleibenden Körner zusammen.»

Trotz ungünstigen Vorzeichen: Vielleicht schafft Luzern mit dem siebten Auswärtssieg in Folge und dem total zehnten Vollerfolg in den letzten 14 Spielen beim FCZ einen Befreiungsschlag.

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