Fussball
Niederlage in Genf – die Luzerner kassieren gegen Servette vier Gegentore

Ein munteres Torfestival in Genf endet mit drei Punkten für die Servettiens. Der FC Luzern muss nach dem Sieg am Donnerstag einen Rückschlag hinnehmen.

Janick Wetterwald
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Matchbericht und Reaktionen

Kurzbericht

Der FC Luzern startet mit der 3er-Kette Knezevic, Schulz, Bürki und den offensiven Aussenverteidigern Schwegler und Frydek in die Partie. Die Luzerner spielen auch offensiv, machen Druck und werden nach acht Minuten belohnt: Schaub trifft nach Vorlage von Ugrinic schön aus der Drehung.

Luzern jubelt dank Torschütze Schaub früh.

Luzern jubelt dank Torschütze Schaub früh.

Bild: Gabriel Monnet / KEYSTONE

Servette geschockt? Nein. Die Gastgeber schlagen zurück und zwar gleich doppelt. Zuerst trifft Fofana (11.) und nur wenig später Kyei (18.). Am Ursprung der Servette-Tore stehen jeweils lange Bälle, die der FCL nicht gut verteidigen kann. Im Anschluss stellt Trainer Celestini sein System wieder um auf ein 4-3-3 (offensiv) und ein 4-4-2 (defensiv). Die Gäste finden so wieder besser ins Spiel und erzielen durch Sorgic sogar den Ausgleich – doch der Ball springt dem FCL-Stürmer an den Arm. Pausenresultat: 2:1 für Servette.

Servette dreht die Partie und liegt zur Pause vorne.

Servette dreht die Partie und liegt zur Pause vorne.

Bild: Gabriel Monnet / KEYSTONE

Das Spiel plätschert in der zweiten Halbzeit dahin, als Servette in der 54. Minute auf 3:1 erhöht. Ein Freistoss von Valls köpft Rouiller ins lange Eck – Müller kommt nicht mehr an den Ball. Nach einem dreifach Wechsel der Luzerner legt das Heimteam nach und erhöht auf 4:1. Valls spielt Sidler aus und flankt auf Stevanovic, der köpft quer auf Torschütze Cespedes.

Der Torschütze von Genf, Boris Cespedes, jubelt nach dem Tor zum 4:1.

Der Torschütze von Genf, Boris Cespedes, jubelt nach dem Tor zum 4:1.

Bild: Pascal Muller/Freshfocus

Der FCL gibt nicht auf, und Schulz erzielt eine Viertelstunde vor Schluss das 2:4 aus der Distanz – die Vorlage kam von Schürpf. Der eingewechselte Balaruban hat noch die Chance auf den dritten FCL-Treffer, doch Frick reagiert stark. In den letzten zehn Minuten können sich die Luzerner keine guten Torchancen mehr erspielen – ausser ein Pfostenknaller von Schulz in der 90. Minute und ein Schuss von Tasar in der Nachspielzeit.

Servette gelingt im Heimspiel die Revanche für die Niederlage vom Donnerstag. Der FCL muss einen Rückschlag hinnehmen.

Die Noten der FCL-Spieler

Die wichtigsten Szenen der Partie

Die FCL-Startelf gegen Servette:

3. Minute: Marvin Schulz mit einem guten Pass auf Lorik Emini. Der FCL-Youngster legt sich den Ball vor und zieht aus rund 20 Metern ab. Sein Schuss verfehlt das Tor nur knapp.

8. Minute – Tor FCL: Filip Ugrinic wird links am Strafraum freigespielt und legt den Ball in die Mitte, in den Rücken der Verteidigung. Dort steht Louis Schaub, der dank einem Fehler von Cognat an den Ball kommt und aus der Drehung zur Führung trifft.

Schaub nimmt den Ball an ...

Schaub nimmt den Ball an ...

Bild: Pascal Muller/Freshfocus
... schiesst aus der Drehung ...

... schiesst aus der Drehung ...

Bild: Pascal Muller/Freshfocus
... und bejubelt den Führungstreffer.

... und bejubelt den Führungstreffer.

Bild: Martin Meienberger / Freshfocus

11. Minute – Tor Servette: Schulz kann einen langen Ball auf Boubacar Fofana nicht verteidigen, und so kommt der Servette-Angreifer alleine vor Marius Müller an den Ball. Fofana legt das Leder schön am Goalie vorbei ins lange Eck.

18. Minute – Tor Servette: Wieder sorgt ein langer Ball für Unruhe in der FCL-Verteidigung. Gaël Clichy bringt den Ball in die Mitte, wo Grejohn Kyei zwar von Bürki und Schulz bedrängt wird, aber trotzdem aus der Drehung ins weite Eck trifft.

Die Servettiens bejubeln den Führungstreffer von Grejohn Kyei.

Die Servettiens bejubeln den Führungstreffer von Grejohn Kyei.

Bild: Pascal Muller/Freshfocus

26. Minute: Servette-Verteidiger Cognat mit einem Distanzschuss nach einer Ecke – Marius Müller kann den Ball abwehren. Im Anschluss klären die FCL-Verteidiger.

29. Minute: Der Ball liegt im Genfer Tor, doch Schiedsrichter Alain Bieri gibt das Tor nicht. Was ist passiert: Schaub mit der scharfen Hereingabe direkt auf Dejan Sorgic, der mit seinem Körper – oder eben dem Arm – den Ball ins Tor lenkt. Der Entscheid kam schnell, Esther Staubli als VAR sah auch keinen klaren Fehlentscheid.

35. Minute: Gute Hereingabe an den langen Pfosten von Martin Frydek. Pascal Schürpf verpasst mit dem Kopf, Sorgic hinter ihm ist irritiert und kann den Ball nicht kontrollieren.

37. Minute: Nach einem FCL-Konter über Schulz und Schaub lanciert Emini am rechten Flügel Christian Schwegler. Der Aussenverteidiger will scharf zur Mitte spielen, wird aber geblockt, so fliegt der Ball Servette-Goalie Frick in die Hände.

42. Minute: Schaub und Sorgic im Zusammenspiel, am Ende schiesst Sorgic mit dem Spitz knapp über das Tor, weil der Ball auch noch abgelenkt wird.

+ Pause +

54. Minute – Tor Servette: Ein Freistoss von Théo Valls findet den Kopf von Servette-Kapitän Steve Rouiller, der mit einem präzisen Kopfball aus elf Metern ins weite Eck zum 3:1 trifft – Müller kommt nicht mehr an den Ball.

66. Minute: Celestini wechselt drei Mal: Schwegler, Bürki und Ugrinic verlassen das Feld. Neu im Spiel sind Silvan Sidler, Ibrahima Ndiaye und Varol Tasar.

Müller, nachdem er das dritte Tor kassiert hat.

Müller, nachdem er das dritte Tor kassiert hat.

Bild: Pascal Muller/Freshfocus

67. Minute – Tor Servette: Nach diesem Dreierwechsel werden die Luzerner ausgespielt. Zuerst vernascht Valls im Strafraum Sidler, danach kommt Stevanovic frei zum Kopfball und legt den Ball schön in die Mitte auf Cespedes, der in Ruhe einschiessen kann. Der Aktion ging ein Ballverlust von Marvin Schulz voraus.

Servette feiert das 4:1, die Luzerner hadern.

Servette feiert das 4:1, die Luzerner hadern.

Bild: Pascal Muller/Freshfocus

75. Minute – Tor FCL: Schürpf legt quer auf Schulz, der aus rund 25 Metern schiesst und genau ins Eck trifft – 2:4. Geht da noch was für den FCL? Neu im Spiel sind auch die beiden jungen Profis Ashvin Balaruban und Marco Burch.

79. Minute: Balaruban mit der grossen Chance auf das dritte Tor für die Luzerner. Ndiaye bringt den Ball flach zur Mitte, wo Balaruban den Fuss hinhält. Frick im Servette-Tor mit einer starken Reaktion.

90. Minute: Schulz mit einem Pfostenschuss.

Nachspielzeit: Tasar testet Servette-Keeper Frick mit einem Schuss – der Goalie bleibt Sieger.

Das Telegramm

Servette - Luzern 4:2 (2:1)
SR: Alain Bieri
Tore: 8. Schaub (Ugrinic) 0:1. 11. Fofana (Valls) 1:1. 18. Kyei (Clichy) 2:1. 54. Rouiller (Valls) 3:1. 67. Cespedes (Stevanovic) 4:1. 75. Schulz (Schürpf) 4:2.
Servette: Frick; Rouiller, Clichy, Severin; Cespedes (88. Vouilloz), Valls, Fofana (55. Schalk), Cognat (74. Mendy), Stevanovic (88. Azevedo), Diallo; Kyei (55. Koné)
Luzern: Müller; Kneževic, Schulz, Schwegler (66. Sidler), Bürki (66. Tasar); Emini, Frýdek, Schürpf, Schaub (74. Burch), Ugrinic (66. N'Diaye); Sorgic (74. Balaruban)
Verwarnung: 2. Fofana. 22. Cespedes. 28. Kyei. 33. Schwegler. 39. Zibung. 54. Kneževic. 69. Severin. 84. Emini.

Resultate und Tabelle

Ausblick

Am Mittwoch spielt der FCL in der Swissporarena gegen den FC Lugano. Anpfiff ist um 20:30 Uhr. Am Sonntag empfangen die Luzerner dann den FC Vaduz.