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FUSSBALL: Ohne Transfers droht ein Loch

Wie angekündigt wird der FC Luzern auch 2015 einen Verlust von rund 2 Millionen Franken machen. Es gibt aber Signale, dass die nächste Rechnung besser wird.
Dario Lezcano (links, im Duell mit Zürichs Anto Grgic) hat sich mit seinen Toren in den Fokus internationaler Scouts gespielt. Sein Verkauf würde eine grosse Summe in die FCL-Kasse spülen. (Bild: Freshfocus/Steffen Schmidt)

Dario Lezcano (links, im Duell mit Zürichs Anto Grgic) hat sich mit seinen Toren in den Fokus internationaler Scouts gespielt. Sein Verkauf würde eine grosse Summe in die FCL-Kasse spülen. (Bild: Freshfocus/Steffen Schmidt)

Daniel Wyrsch

Der FC Luzern wird im Geschäftsjahr 2015 rote Zahlen im siebenstelligen Bereich schreiben. Das kommt nicht aus heiterem Himmel. Präsident Ruedi Stäger hat im Mai vor der letzten Generalversammlung nichts anderes angekündigt. Zum dritten Mal in Folge wird das Defizit um die 2 Millionen Franken betragen (siehe Vergleichszahlen rechts). Stäger hat unserer Zeitung gestern bestätigt: «Ich rechne mit einem Fehlbetrag im Bereich des Vorjahres.»

Hintergrund: Der FCL kann nur eine ausgeglichene Rechnung schreiben, wenn er Spieler in Millionenhöhe verkaufen kann und/oder die Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League schafft. Dafür gibt es vom europäischen Verband Uefa 2,5 Millionen Franken. Nur der sportliche Erfolg kann dem FCL positive Perspektiven bescheren. Stäger bringt es auf den Punkt: «Wir müssen einen europäischen Platz anvisieren und uns anschliessend für die Gruppenphase der Europa League qualifizieren. Dann erhöht sich der Wert der Mannschaft nachhaltig, und der Klub wird attraktiver für neue Spieler.»

Jantschers und Lezcanos Mehrwert

Ruedi Stäger ist überzeugt, dass das Team schon in den letzten zwölf Monaten an Wert gewonnen hat. Damit liegt er richtig, wie ein Blick auf die Tabelle zeigt. Der FCL war bekanntlich Ende des Vorjahres am Tabellenende, gegenwärtig belegt er Platz 4. Übrigens just die Tabellenposition, die Ende Saison für das letzte europäische Ticket berechtigt.

Ihren Transferwert haben allen voran Spieler wie Jakob Jantscher und Dario Lezcano gesteigert. Linksaussen Jantscher hat sich mit Österreich für die EM 2016 in Frankreich qualifiziert. Bereits im Sommer hätte der 26-jährige Grazer für die im Vertrag festgeschriebene Ablösesumme von 1,7 Millionen verkauft werden können. YB-Sportchef Fredy Bickel bestätigte, dass er Jantscher aus dem bis 2017 dauernden Vertrag hätte herauskaufen wollen. Doch Jantscher zog es vor, noch mindestens eine Saison in der Innerschweiz zu bleiben und auf ein Angebot aus einer grösseren Liga zu warten. Mit der EM-Teilnahme erhöhen sich natürlich die Chancen auf interessante internationale Angebote.

Im Fall von FCL-Stürmer Dario Lezcano hat sich die Situation in den letzten sechs Monaten markant verändert. Seit Ende April hat er in 15 Spielen 15 Tore erzielt. Allein in dieser Saison gelangen dem 25-jährigen Südamerikaner in 8 Partien 9 Treffer. Lezcano schoss sich ins Rampenlicht der Super League und in den Fokus der internationalen Scouts. Doch dann verlor er kurz vor Schluss des Heimspiels gegen GC (3:3) seine Nerven und rastete gegen Schiedsrichter Fedayi San aus. Die Folge waren acht Spielsperren, womit ihn die Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) sanktionierte. Für Luzern ist die Absenz seines besten Spielers gravierender gewesen als für den Profi selber. Zwar hat der FCL gegen Xamax und St. Gallen ohne Lezcano den Einzug in die Cup-Viertelfinals (am Samstag, 12. Dezember, 18.00, in Aarau) geschafft, aber in der Meisterschaft ist zuletzt ein Einbruch offensichtlich gewesen. Aus den letzten vier Ligaspielen resultierten lediglich zwei Punkte. Da kommt die Rückkehr von Lezcano am Sonntag (13.45) in Sion gerade zur rechten Zeit.

Lezcano ist in Spanien ein Thema

Gestern trainierte Lezcano engagiert mit. Im internen Spiel bildete er mit Marco Schneuwly die Sturmspitze. Seit Lezcano am 13. Oktober sein Debüt für Paraguays Nationalteam gegen Argentinien (0:0) gegeben hat, ist er auch in Spanien angesagt. Davon zeugt der Besuch von Reportern der grössten spanischen Sportzeitung «Marca» vor wenigen Tagen in Luzern. Alles deutet daraufhin, dass Lezcano bald in die Primera Division wechseln könnte. Sein Verkauf würde endlich wieder mal eine grosse Summe in die FCL-Kasse spülen und die angespannte Finanzlage beruhigen.

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