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FUSSBALL: Patrick Rahmen: «Wir wollen etwas Grosses schaffen»

Luzern kann seine Ausgangslage im Kampf um Platz 4 mit einem Sieg heute (13.45) in Vaduz verbessern. Gelingen soll das mit Patrick Rahmen (47) an der Seitenlinie.
Daniel Wyrsch
Schon beim 1:1 in Lugano vor Wochenfrist coachte Babbels Assistent Patrick Rahmen die Luzerner. (Bild: EQ/Tatiana Scolari)

Schon beim 1:1 in Lugano vor Wochenfrist coachte Babbels Assistent Patrick Rahmen die Luzerner. (Bild: EQ/Tatiana Scolari)

Daniel Wyrsch

Markus Babbel muss heute in Vaduz seine zweite Spielsperre wegen einer Schiedsrichterbeleidigung auf der Tribüne absitzen. Für den FCL-Co-Trainer Patrick Rahmen ändert sich dadurch gemäss eigener Aussage nicht viel. «Die Hauptarbeit eines Spiels findet für die Trainer in der Vorbereitung statt. Es ist nicht so entscheidend, wer an der Seitenlinie steht.» Die Mannschaft müsse eingestellt, die Marschroute festgelegt werden. Rahmen ergänzt: «Klar, kann der Coach mit Auswechslungen oder taktischen Veränderungen eingreifen, aber 90 Prozent der Arbeit werden im Vorfeld des Matchs gemacht.»

Wie in den Spielen vor den Sperren von Babbel hat Rahmen die Matchplanung zusammen mit dem Cheftrainer gemacht. Babbel wird wie üblich die Teamsitzung nach dem Mittagessen führen. Lediglich die zweieinhalb Stunden im Stadion ist der Cheftrainer nicht bei der Mannschaft. Dann ist Rahmen als Coach gefragt. «Kurzfristig muss ich die Verantwortung übernehmen. Doch es ist jetzt nicht so gewesen, dass ich länger nicht mehr an der Linie gestanden bin. Eine gewisse Anspannung war in Lugano vorhanden, aber nicht, dass ich speziell nervös gewesen wäre», erzählt Rahmen.

Kraft getankt nach 1:1 in Lugano

Der vormalige Biel-Trainer, der den inzwischen wegen Zahlungsunfähigkeit von der Meisterschaft ausgeschlossene Challenge-League-Klub Ende Februar verliess, ist überzeugt: «Wir werden gut vorbereitet sein, wenn wir am Sonntagmorgen nach Vaduz reisen. Dann kann ich auch mit einem guten Gefühl das Coaching übernehmen.»

Die Feuertaufe als Coach in der Super League ist am letzten Sonntag in Lugano nur halbwegs gelungen. Beim 1:1 spielten mit Ausnahme von Markus Neumayr, Michael Frey, Marco Schneuwly und Claudio Lustenberger alle FCL-Spieler unter der Normalform. «Wir haben eine Reflexion gemacht. Kräftemässig war die Mannschaft bereit gewesen, sie konnte bis zur letzten Minuten fighten. Hingegen fehlte die mentale Frische, wir haben mehr reagiert statt agiert», erklärt Rahmen. Er gibt zu, insgesamt hätten sie sich schwergetan. «Dabei hatte es keinen Einfluss, ob Markus Babbel oder ich coachten.»

Diese Woche wurden Kräfte getankt. «Wir sind sicher, dass wir gegen Vaduz auch vom Kopf her bereit sind.»

Nach dem Match in Lugano rechtfertigte sich Rahmen, wie schwer es gegen die abstiegsgefährdeten Teams zu spielen sei. «Sie haben alle das Messer am Hals.» Auf das Schlusslicht Lugano hat Vaduz bloss einen Punkt Vorsprung. Erwartet Rahmen also erneut einen hart umkämpften Match? Seine Antwort ist simpel, die Botschaft an die Spieler deutlich: «Wir müssen uns auch das Messer an den Hals setzen, wenn wir in die Europa League kommen wollen.»

Mit Rahmen wieder auf Kurs

Rahmen kam zum FCL, als dieser die ersten drei Rückrundenspiele verloren hatte. Vorgänger Roland Vrabec war soeben freigestellt worden. Mit Rahmen gingen weitere zwei Ligapartien und der Cup-Halbfinal gegen Lugano verloren, doch danach kam der FCL mit elf Punkten aus fünf Partien wieder auf Kurs.

Auf eine 2:3-Niederlage gegen YB folgten zuletzt ein 3:0-Sieg über Thun und das erwähnte Remis in Lugano. «In den letzten fünf Spielen wollen wir noch etwas Grosses erreichen», betont Rahmen ambitioniert. Ein internationaler Platz ist das erklärte Ziel. Der Rückstand auf das viertplatzierte Sion, das die letzte zur Europa League berechtigende Position einnimmt, beträgt derzeit drei Punkte.

Rahmen erwartet vom ganzen FCL ab sofort eine Topeinstellung: «Die Energie, der absolute Wille und die Winnermentalität müssen das Team, der Staff und das ganze Umfeld an den Tag legen.» Der Sohn des früheren Trainers und Captains des FCL, Bruno Rahmen (67), will die Innerschweizer in Vaduz zu einem wichtigen Sieg führen.

Sowieso dürfte einer Vertragsverlängerung über diese Saison hinaus nichts mehr im Weg stehen. Der zweifache Familienvater aus dem Baselbiet fühlt sich in Luzern bereits integriert und wohl. Mindestens zweimal pro Woche übernachtet er nach den Trainings oder Spielen in seiner kleinen Wohnung in Luzern. «Es ist mir wichtig, dass ich mich auch in der Stadt aufhalte.»

Verantwortung motiviert

Identifikation mit dem Arbeitgeber ist für Rahmen bedeutend. «Man hat mir ein gewisses Gewicht gegeben mit dem Sitz, den ich im Sportausschuss erhielt. Ich habe das Gefühl, dass ich beim FC Luzern einen wichtigen Beitrag leisten kann und muss», stellt er fest.

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