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FUSSBALL: Remo Meyer fordert schleunigst Besserung

Der junge FCL-Sportkoordinator Remo Meyer tritt allein vor die Medien und erklärt, wie der FC Luzern bis zum Heimspiel gegen St. Gallen am Sonntag (16.00) mit der sportlichen Krise umgeht.
Daniel Wyrsch
Rémo Meyer ist per 1. Juni Sportkoordinator des FCL. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 5. Mai 2017))

Rémo Meyer ist per 1. Juni Sportkoordinator des FCL. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 5. Mai 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Für Sportkoordinator Remo Meyer (36) war das offensichtlich eine unangenehme Aufgabe. Er musste den Journalisten erklären, wie die Leitung des FC Luzern mit der aktuellen sportlichen Krise umgeht. Für den Kurs beim FCL ist das vierköpfige Gremium mit Meyer, CEO Marcel Kälin, mit dem Holding-Sportdelegierten Marco Sieber und mit Präsident Philipp Studhalter verantwortlich.

Meyer erschien als alleiniger Überbringer der Botschaft. Diese lautete zusammengefasst: Cheftrainer Markus Babbel sitzt am Sonntag beim Heimspiel gegen St. Gallen auf der FCL-Bank. Erwartet wird von dem seit neun Runden sieglosen Team, «dass sich schleunigst etwas ändert». Konkret: Eine markante Leistungssteigerung hinsichtlich des kämpferischen und läuferischen Einsatzes im Vergleich zum mit 0:1 verlorenen letzten Match vom vergangenen Sonntag in Lugano.

Der Sportkoordinator des neuen Schlusslichts Luzern kritisierte schonungslos: «Wir haben alles vermissen lassen, was man in einem derart wichtigen Duell am Tabellenende vom eigenen Team erwartet. Die Spieler haben sich quasi ergeben gegen einen durchschnittlichen Gegner, der ebenfalls unsicher war.»

Der Ex-Profi von Luzern, Lausanne, 1860 München und RB Salzburg analysierte zudem, dass auch Spieler mit langen Bällen operierten, die sonst kombinieren würden. «Wir haben gar keine spielerischen Lösungen mehr gesucht.»

Geduld der Klubleitung nächstens aufgebraucht

Meyer fehlte bei den Blauweissen aber vor allem das kämpferische und läuferische Engagement sowie die Leidenschaft. Aus seinen Äusserungen war herauszuhören, dass die Geduld mit dem Cheftrainer wie mit den Profis nächstens aufgebraucht ist. Jetzt müsse der Turnaround her, ist eine seiner deutlichen Ansagen.

Muss Babbel am Sonntag (16.00) das Heimspiel gegen das viertplatzierte St. Gallen also gewinnen? Meyer antwortete mit einer differenzierteren Vorgabe: «Entscheidend ist die Art und Weise des Auftritts. So uninspiriert wie wir zuletzt in Lugano und einige Wochen vorher beim 0:2 in Thun spielten, das wollen wir alle nicht mehr sehen.»

Die Situation, in der Luzern steckt, findet Meyer bedenklich. Trotzdem setzt er weiterhin auf Babbel. Dabei wird die Luft für den 45-jährigen Deutschen offensichtlich immer dünner. Dennoch teilt der Sportkoordinator mit: «Markus Babbel hat noch immer sehr viel Luft, er ist motiviert und hat uns schon oft aus Krisen geführt.»

Meyer kann nicht verhindern, dass längst über mögliche Nachfolger von Babbel spekuliert wird. Ex-Basel-Trainer Urs Fischer, FCL-Co-Trainer Patrick Rahmen oder Luzerns U21-Coach Gerardo Seoane sind bisher gehandelt worden. Der sportliche Leiter geht darauf nicht ein. «Ich beteilige mich nicht an Spekulationen.» Dass man hinter verschlossenen Türen aktiv ist, dementiert er nicht. «Das bleibt intern.»

Umgang mit persönlicher Kritik von Alpstaeg und Kubi Meyer ist so ehrlich, dass er kundtut: «Wenn wir einen neuen Trainer holen müssten, würden wir rein sportlich entscheiden. Die Finanzierung würde nicht im Vordergrund stehen, da finden wir eine Lösung.» Am Sonntag meinte Präsident Studhalter allerdings kategorisch, dass Hauptgeldgeber Bernhard Alpstaeg für einen allfälligen neuen Coach «das Budget nicht erhöhen möchte».

Sportchef Meyer wurde von Alpstaeg und zuletzt Kubilay Tür­kyilmaz kritisiert. Im «Blick» urteilte der Ex-Internationale, er habe das Team falsch zusammengestellt. Meyer reagiert darauf gelassen: «Wellness-Oase, ‹easy life›, Kader falsch zusammengestellt – diese Kritiken höre ich. Wer meinen Job schon nach fünf Monaten beurteilen kann, soll das tun.» Das gehöre halt zum Fussballgeschäft.

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