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FUSSBALL: Rogulj: «Ich musste im Kopf stark bleiben»

Kaja Rogulj (29) hat gegen Thun nach sieben Monaten Pause das Comeback gegeben. Der FCL-Verteidiger steht heute (13.45) in Basel vor einer wichtigen Aufgabe.
Daniel Wyrsch
FCL-Verteidiger Kaja Rogulj ist wieder fit und sagt: «Wenn wir mutig auftreten, haben wir gegen den FC Basel eine Chance.» (Bild Manuela Jans-Koch)

FCL-Verteidiger Kaja Rogulj ist wieder fit und sagt: «Wenn wir mutig auftreten, haben wir gegen den FC Basel eine Chance.» (Bild Manuela Jans-Koch)

Luzern-Trainer Markus Babbel ist eine Woche nach der Rückkehr von Kaja Rogulj (29) immer noch angetan von dessen Leistung beim 1:0-Heimsieg über Thun: «Das war wirklich klasse, wie Kaja sich in die Zweikämpfe gestürzt hat. Er hat sofort funktioniert.»

Von den langwierigen Rückenproblemen des Kroaten war nichts mehr zu sehen. Mehr als sieben Monate hatte der Innenverteidiger nicht mehr in der Super League gespielt. Sein Comeback ist gerade rechtzeitig gekommen, denn heute beim Tabellenersten FC Basel muss Abwehrchef Tomislav Puljic (32) eine Gelbsperre absitzen. Zudem ist Sally Sarr (29) nach überstandenem Wadenbeinbruch noch nicht so weit, um bereits wieder das Vertrauen von Babbel zu erhalten. Der Deutsche setzt aller Voraussicht auf François Affolter und Kaja Rogulj in der zentralen Abwehr.

Härte, Schnelligkeit und Passspiel

Es sind mehrere Qualitäten, die der Trainer an Rogulj schätzt. Einerseits ist es dessen Härte: «Wenn er böse wird, dann möchte ich nicht gegen ihn spielen. Der kann austeilen.» Neben der körperlichen Präsenz lobt Babbel: «Kaja verfügt über eine gute Grundschnelligkeit, er hat ein sauberes Passspiel und eine gute Spieleröffnung.»

Rogulj will auswärts beim Serienmeister FC Basel denn auch sein technisches Können in die Waagschale werfen. «Uns erwartet ein komplett anderes Spiel als gegen das kämpferische Thun. Wenn wir in Basel gewinnen wollen, dann müssen wir auch spielerisch etwas zeigen.» Für ihn heisst das: «Gute Pässe schlagen.» Natürlich ist Rogulj aber auch auf die gefährlichen FCB-Angreifer Marc Janko, Breel Embolo und Co. eingestellt. Das erachtet er als Pflichtaufgabe. «Den kämpferischen Teil muss man immer bringen, um die Gegner zu stoppen.» Offensichtlich ist aber, dass Rogulj mit dem FCL das Glück in der Offensive suchen will. «Wenn wir von Anfang an konzentriert und mutig auftreten, dann haben wir in Basel eine Chance.»

Das gelungene Comeback hat Rogulj einen Schub gegeben. «Ich war selber positiv überrascht, wie ich nach mehr als einem halben Jahr Verletzungspause gespielt habe.» Der österreichische Meister von 2013 mit Austria Wien ist im Vergleich zu den Partien vor der Rückenoperation nicht wiederzuerkennen. «Er hat das Vertrauen in seinen Körper zurückbekommen und läuft ‹runder›», stellt Babbel fest. Im Frühling hatte es zuweilen ausgesehen, als ob Rogulj auf Eiern laufen würde. «Mit Schmerzen spürst du den Rücken immer, das Unbehagen ist stets im Hinterkopf», bestätigt Rogulj. Jetzt hat er ein anderes Körperempfinden. Nach dem Match gegen Thun sowie den vorherigen Test- und U-21-Einsätzen habe er den Rücken «ein wenig gespürt, aber bloss einen Tag. Das ist normal, und im Vergleich zur Zeit vor dem Eingriff ist es nichts.»

Dankbarkeit für den Operationsarzt

Dankbar ist er Zsolt Fekete von der Klinik St. Anna. Der Rückenspezialist hat ihn an der Diskushernie (Bandscheibenvorfall) operiert. Rogulj: «Er hat einen grossen Job gemacht.»

Obwohl der heikle Eingriff erfolgreich war, hat sich der Fussballprofi in dieser Zeit viele Gedanken gemacht, was die Zukunft bringen würde. Unterstützung bekam er von seiner Ehefrau, Sohn Luka (3) und zudem vom Staff des FCL sowie «unserem Sportchef Rolf Fringer». Einen Monat nach der Operation durfte er während mehrerer Wochen die Rehabilitation in seiner kroatischen Heimatstadt Split fortsetzen. Es sei ein willkommener Tapetenwechsel gewesen, doch konnte er damals kaum etwas tun. Beim Langzeitverletzten war Geduld gefordert. «Am Ende kannst du dir nur selber helfen. Ich musste im Kopf stark bleiben», erzählt Rogulj von seiner schwersten Zeit. Sein Vertrag beim FCL läuft noch eineinhalb Jahre bis Sommer 2017. Er und die Verantwortlichen hoffen, dass er ab sofort viel öfter spielen kann als bis dato (nur 20 Einsätze von möglichen 52 Spielen).

Rogulj ist heute erst einmal fokussiert darauf, sich vor rund 30 000 Zuschauern im Basler «Joggeli» für Luzern so richtig ins Zeug zu legen. So, wie es Babbel mag.

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