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FUSSBALL: Rückkehrer Puljic bringt die FCL-Arena zum Beben

Auf die abgesessene interne Sperre hat FCL-Verteidiger Tomislav Puljic mit der besten Art reagiert: Er schiesst Luzern in der 95. Minute zum 2:1-Sieg gegen Lugano.
Daniel Wyrsch
FCL-Verteidiger Tomislav Puljic zeigt seine Freude nach dem 2:1-Siegtreffer.Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 20. November 2016)

FCL-Verteidiger Tomislav Puljic zeigt seine Freude nach dem 2:1-Siegtreffer.Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 20. November 2016)

Tomislav Puljic (33) versetzte gestern über 10000 FCL-Fans in ausgelassene Jubellaune, die Swissporarena bebte während Minuten. Mit der letzten Aktion des Spiels in der 95. Minute drückte der Kroate einen Eckball am zweiten Pfosten zum 2:1-Sieg ins Tor der Luganesi.

Der eingewechselte Verteidiger war nach dem Last-Minute-Treffer nicht mehr zu halten. Zuerst feierte er an der Eckfahne mit den Mitspielern und den Zuschauern, nur wenige Sekunden später – nach dem Abpfiff – stellte er sich auf der anderen Spielfeldseite vor die Kurve, wo er die vom Siegtor elektrisierten Fans mit Armbewegungen mehrmals in schneller Folge zum Aufstehen und Absitzen bewegte.

Er hat eine schlimme Zeit hinter sich

Anschliessend nahm er seine Tochter Zara (6) von ihrem Platz auf der Tribüne zu sich hinunter auf das Feld. Der gläubige Katholik bekreuzte sich, schaute dankend zum Himmel. Zwei Wochen zuvor im Heimspiel gegen die Young Boys (2:2) war Puljic selber noch oben auf einem der blauen Sitze der Swissporarena gesessen. Von FCL-Trainer Markus Babbel war er bestraft worden, weil er sich offenbar egoistisch verhalten hatte. Unter anderem warf der Coach Puljic vor, dass er, der Vizecaptain, während seiner Verletzungszeit nicht als moralische Unterstützung des Teams zu den Auswärtsspielen nach Köniz und Lausanne gereist war.

Jetzt ist Puljic wie Phönix aus der Asche wieder auferstanden. Beim Live-Interview von SRF wurde er natürlich auf die abgesessene interne Spielsperre angesprochen. Puljic redete offen dar­über: «Die letzten zwei Wochen waren eine schlimme Zeit für mich.» Und: «Ich akzeptiere die Strafe gegen mich und alles, was mir Markus Babbel gesagt hat. Der Trainer und ich haben die gleiche Mentalität.» Und er dankte dem Coach, dass er ihm die Chance zu dieser Rückkehr gegeben hatte. Puljic dankte aber auch seinen Mitspielern, die mit ihrem unbedingten Willen in der Schlussphase erst dieses Happy End möglich gemacht hatten.

Mit Ricardo Costa hatte ein anderer Innenverteidiger den FCL in der 6. Minute per Kopfball ebenfalls nach einem Corner in Führung gebracht. Der eingewechselte Lorenzo Rossetti (54.) glich zwischenzeitlich für die sehr fleissigen und mutigen Tessiner aus. Die Partie war äusserst umkämpft und spielerisch auf recht tiefem Niveau.

Luzern hat sich mit dem Sieg Platz 4 zementiert. Für Puljic ist der Traum wahr geworden, den er am Vorabend geträumt hatte.

Hinweis

Mehr Fussball auf Seite 24.

Daniel Wyrschdaniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

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