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FUSSBALL: Schällibaum und die Voraussage seiner Frau

Mit Trainer Marco Schällibaum (53) ist der Erfolg in Aarau noch nicht zurück. Jetzt macht er sein Team für den Cup-Viertelfinal (morgen, 18.00) gegen Luzern heiss.
Aarau-Trainer Marco Schällibaum muss dafür sorgen, dass es mit dem FC Aarau wieder aufwärts geht. (Bild: Freshfocus/Steffen Schmidt)

Aarau-Trainer Marco Schällibaum muss dafür sorgen, dass es mit dem FC Aarau wieder aufwärts geht. (Bild: Freshfocus/Steffen Schmidt)

Marco Schällibaum, die «Aargauer Zeitung» schreibt, die schwache Vorrunde könnten die Aarauer selbst mit einem allfälligen Cup-Erfolg am Samstag gegen Luzern nicht mehr beschönigen. Sind Sie damit einverstanden?

Marco Schällibaum: Ich denke schon, wenn man die Tabelle der Challenge League anschaut. Wenn man Letzter ist, hat man einige Dinge nicht gut gemacht. Es muss im neuen Jahr vieles besser werden. Ich bin nun seit anderthalb Monaten bei diesem Verein. Die Spieler wollen sich verbessern, die Arbeitsmoral ist wirklich hoch. Wir haben die beste Verteidigung, aber auch den schlechtesten Sturm. Wir müssen uns für die Rückrunde im Angriff verstärken.

Was ist beim Super-League-Absteiger Aarau des Weiteren falsch gelaufen, dass das sportliche Tief auch in der Challenge League anhielt?

Schällibaum: Gewisse Dinge sind unterschätzt worden. Zudem ist Aarau in der Challenge League die Mannschaft, die es zu schlagen gilt. Der Druck ist gross. Positiv stimmt mich, dass wir uns auf dem Platz kontinuierlich steigerten. Jedem Spieler muss nun bewusst sein, dass im nächsten Jahr von jedem mehr Leistung verlangt wird.

Als Sie hier Mitte Oktober Nachfolger von Livio Bordoli wurden, hätten Sie da gedacht, dass Sie sechs Runden brauchen, bis Sie endlich den ersten Ligasieg (am letzten Samstag gegen Le Mont, Anm. d. Red.) feiern würden?

Schällibaum: Natürlich will man mit dem neuen Klub sofort Erfolg haben. An den neuen Stationen schlug ich bisher immer sofort ein, diesmal ist es nicht so gewesen. Aber meine Frau machte dazu eine gute Voraussage: «Wenn es für einmal nicht so gut anfängt, dann wirst du ein besseres Ende haben.» Darum drehe ich die Situation ins Positive.

Bereuen Sie es, den unter Ihnen erfolgreichen FC Chiasso mit dem FC Aarau getauscht zu haben?

Schällibaum: Nein, das tue ich nicht. Leid tun mir die Verantwortlichen in Chiasso, die ich enttäuscht habe. Sie hatten mir nach der Zeit bei Montreal Impact das Comeback in der Schweiz ermöglicht. Vom FC Aarau bin ich überzeugt, dass er sich viel besser präsentieren kann und künftig mit dem neuen Stadion wieder in der Super League spielen wird.

Ist es Ihre Vision, mit Aarau in zwei, drei Jahren ins neue Stadion einzuziehen?

Schällibaum: Für einen Trainer ist das eine lange Zeit. Wir müssen jetzt kurz- und mittelfristig denken. Jedes Spiel ist für uns ein Kampf, den es zu gewinnen gilt. Diesen Kampf haben die Spieler angenommen. In den letzten anderthalb Jahren hat die Mannschaft nur acht Siege errungen. Das ist sehr wenig. Wenn du eine derart lange Zeit immer «eins auf den Deckel» bekommst, schlägt das auf die Moral. Das ist keine einfache Situation.

In Luzern kennt man den Trainer Marco Schällibaum, der an der Seitenlinie zum Vulkan wird und seine Mannschaft für einen solchen Cupfight heiss machen kann.

Schällibaum: Wir wissen, was für ein Volumen der FC Luzern auf den Platz bringen wird. Das ist eine Super-League-Mannschaft, die sich in den ersten vier, fünf Rängen etabliert hat. Wir reden nicht von einem Abstiegskandidaten. Darum wissen wir, es wird sicher sehr schwierig – auch in einem Cup-Viertelfinal. Die Luzerner werden uns auch bestimmt nicht unterschätzen, dafür ist das Ziel Cupfinal zum jetzigen Zeitpunkt viel zu nahe.

Sie stapeln tief. Es gibt sicher auch Pluspunkte für Ihr Team!

Schällibaum: Mit unserem Sieg am letzten Samstag über Le Mont hat eine Art Befreiung im Kopf der Spieler stattgefunden. Dieser Cup-Match kommt uns entgegen, weil wir für einmal weniger unter Druck stehen. Aber wir müssen auch damit umgehen können, damit wir befreit und mutig auftreten. Der Respekt vor Luzern ist gross, aber wenn man Angst hat, hat man eh schon verloren.

Sie spielten früher für den FCL. Stimmt es, dass Sie es sich vor 14 Monaten hätten vorstellen können, als Trainer in die Innerschweiz zurückzukehren?

Schällibaum: Wenn ein so guter Verein wie der FC Luzern ein Angebot macht, dann muss man nicht lange diskutieren. Ich wurde in einigen Medien als Kandidat genannt, aber es gab keinen Kontakt zu den Verantwortlichen.

Daniel Wyrsch

Cup-Viertelfinals. Samstag, 18.00: Aarau (ChL) - Luzern. – 18.30: Thun - Zürich. – Sonntag, 14.30: Lugano - Köniz (PL). – 15.30: Sion - Basel.

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