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FUSSBALL: Schmid hat «grossen Hunger nach mehr»

Die zahlreichen Eigengewächse beim FC Luzern laden im Trainingscamp zum Präsentieren ein: Innenverteidiger Yannick Schmid aus Kriens-Obernau hat in fünf Saisonspielen zwei Tore erzielt.
Daniel Wyrsch, Marbella
Yannick Schmid (links) im Duell mit Jens Toornstra von Feyenoord Rotterdam. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Marbella, 13. Januar 2018))

Yannick Schmid (links) im Duell mit Jens Toornstra von Feyenoord Rotterdam. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Marbella, 13. Januar 2018))

Yannick Schmid sagt über sich selbst, dass er ein Verteidiger sei, der bei Standards gerne vorne auf den Ball lauere. Zweimal ist es dem 22-Jährigen aus Kriens-Obernau in der Vorrunde gelungen, präzise Freistösse von Francisco Rodriguez ins gegnerische Netz zu setzen. Anfang Saison traf er beim 2:0-Sieg in St. Gallen mit dem Kopf zur Führung, später in Bern gegen YB lenkte er den Ball mit dem Fuss zum 1:1 ab. Am Ende setzte es gegen den Leader eine 1:4-Niederlage ab.

So unterschiedlich wie diese beiden Spiele aus Sicht des FC Luzern ausgingen, so turbulent verlief die Vorrunde für die Mannschaft – und auch für Yannick Schmid. Ernüchternd für das Eigengewächs: Nach fünf Meisterschaftsspielen und zwei Toren waren seine Dienste nach dem 15. Oktober und dem 1:1 bei GC in der Super League nicht mehr gefragt. Eine spezielle Situation? Schmid, der Mann mit Matura, hat eine einleuchtende Erklärung: «Lucas Alves ist von einer Verletzung zurückgekehrt, und auch Reto Ziegler stiess zu uns.»

Im Fussball kann es schnell gehen, und ein Nachwuchsmann ist nicht mehr gefragt. Schmid macht aber den Eindruck, dass er mit solchen Situationen umzugehen weiss. Er sagt: «Solche Phasen ohne Einsatzzeit gibt es im Fussball, ich habe dann Spiele in der U21 bestreiten und somit Spielpraxis sammeln können, damit ich parat war, als ich im Cup gegen Basel wieder gebraucht wurde.» Ende November war das, und Schmid gelang bei der 1:2-Niederlage im Viertelfinal eine ordentliche Leistung in einem kompakten Team.

Zielstrebiger Mann mit klaren Vorstellungen

Seine Einstellung ist: Geduld haben, nicht aufgeben, positiv nach vorne schauen und sich dem Trainer tagtäglich empfehlen. Der Wechsel von Markus Babbel zu Gerardo Seoane ist aus Sicht von Schmid «für jeden Spieler eine Chance, sich zu zeigen. Es fängt wieder bei null an.»

Yannick Schmid scheint gute Karten beim Ex-Coach der U21 zu haben. Besonders auch, weil Lucas Alves und Nicolas Schindelholz immer wieder verletzt sind und Stefan Knezevic für den Start gegen Lausanne am 3. Februar zu Hause gesperrt ist. Doch darüber macht sich Schmid noch kaum Gedanken. «Sicher wäre es sehr schön, wenn es klappen würde und ich in diesem ersten Match in der Startelf stehen würde.»

Im Testspiel vom Samstag gegen Feyenoord Rotterdam (1:2) stand der elegante Innenverteidiger 70 Minuten im Einsatz. Seit der Rückkehr aus Wohlen setzte er erste Zeichen, am Ziel angelangt sei er noch lange nicht. «Ich habe grossen Hunger nach mehr», betont er. Unterstützt wird Yannick Schmid seit eh und je von seinen Eltern – und seit über sechs Jahren von Freundin Fabienne Paglia, die 22-jährige Zugerin ist Miss Zentralschweiz.

Daniel Wyrsch, Marbella

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

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