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FUSSBALL: Schneuwlys Antwort an Sion

Ausgerechnet Marco Schneuwly sorgt mit seinem Tor zum 2:2 in der 92. Minute dafür, dass der FCL zum Saisonauftakt gegen Sion einen Punkt holt. Ob Schneuwly bleibt, ist weiter unklar.
Ein Assist und ein Tor: FCL-Stürmer Marco Schneuwly trumpft in der Schlussphase gegen Sion ganz gross auf. (Bild: Philipp Schmidli)

Ein Assist und ein Tor: FCL-Stürmer Marco Schneuwly trumpft in der Schlussphase gegen Sion ganz gross auf. (Bild: Philipp Schmidli)

Daniel Wyrsch

Marco Schneuwly (30) ballte seine Fäuste und jubelte von der Mittellinie den FCL-Fans im Block hinter dem Tor zu. Die Anhänger skandierten seinen Namen, feierten den erfolgreichen Torjäger, der für den FC Luzern eine Art Lebensversicherung ist. Sein 26. Pflichtspieltreffer für die Zentralschweizer hatte den 2:2-Ausgleich in der 92. Minute gegen einen lange Zeit übermächtigen FC Sion bedeutet. Ausgerechnet gegen die Walliser, deren Präsident Christian Constantin in der letzten Woche mit einem hoch dotierten Sechsjahresvertrag um die Dienste Schneuwlys buhlte.

Jetzt hat Schneuwly dem umstrittenen Sion-Boss die Antwort mit diesem späten Ausgleichstor gegeben. Constantin wird jetzt noch besser wissen, wie wertvoll Schneuwly ist. Er ist bestimmt deutlich mehr wert als die 500 000 Franken, die Sions Präsident bisher dem FC Luzern geboten hat.

Schneuwly liebäugelt mit Wechsel

Die zentrale Frage nach diesem äusserst glücklichen Punktgewinn bleibt aus Sicht der Innerschweizer: Schiesst der Freiburger seine Tore weiterhin für den FCL? Schneuwly gab am Stadionmikrofon eine kurze Antwort: «Das wird sich zeigen.» Die Reaktion waren Pfiffe vereinzelter Fans, die ihm wenige Minuten zuvor noch zugejubelt hatten. Es wird immer klarer, dass Schneuwly mit einem Wechsel liebäugelt.

Für Schneuwly und seinen Charakter als Profisportler spricht die Schlussphase dieses Matches gegen seine möglicherweise neuen Teamkollegen. In der 90. Minute legte er den Ball quer zum eingewechselten Jahmir Hyka, dessen Flachschuss, von den Füssen des Ex-Luzerners Elsad Zverotic abgelenkt, den Weg ins Sittener Tor zum 1:2-Anschluss fand. Zwei Minuten später bewies Schneuwly seinen Torriecher, indem er auf den zweiten Pfosten zulief. «Ich habe spekuliert, und prompt hat mir Joao Oliveira den Ball dorthin gespielt», freute sich Schneuwly.

Doch der Familienvater, dessen Sohn Owen nach dem Spiel das FCL-Trikot mit der Nummer 15 des Papas mit kindlicher Freude vor der Haupttribüne spazieren führte, analysierte die Luzerner Leistung nüchtern: «Wir haben lange keinen Zugriff aufs Spiel gehabt, weil Sion mit Seitenwechseln operierte. Die zweite Halbzeit war etwas besser.»

Die Walliser waren nach zwei Freistössen relativ leicht zu einem komfortablen 2:0-Vorsprung gekommen. Das 1:0 für die Gäste erzielte Mittelstürmer Moussa Konaté in der 34. Minute mühelos, nachdem der 22-jährige Senegalese von der ungenügenden Gegenwehr in Luzerns Abwehr profitiert hatte. Fehlerhaft war das Defensivverhalten der Heimmannschaft auch beim zweiten Gegentor in der 52. Minute: Der agile Sion-Neuling Martin Zeman bekam zu viel Freiraum und nützte ein Freistosszuspiel zu einer präzisen Flanke, die Ebenezer Assifuah nur noch einschieben musste.

Probleme bekundete der FCL auch im Mittelfeld, wo Thierry Doubai auf der Sechserposition zu wenig ballsicher wirkte, einige Fehlpässe produzierte und auch im Stellungsspiel noch immer Defizite hat. Aber auch Remo Freuler und der deutsche Neuling Clemens Fandrich waren gegen kompakte, aufsässige Sittener nicht in der Lage, das Spiel an sich zu reissen. Wegen der seltenen Zuspiele auf das Angriffstrio Jakob Jantscher, Dario Lezcano und Schneuwly trat der FCL lange nur bei Standards gefährlich in Erscheinung. Jantscher trat die Freistösse gut, Lezcano zeigte, dass er weiterhin auf gutem Weg ist, seine tollen Qualitäten zur Geltung zu bringen.

Constantin macht neues Angebot

Erfreulich waren aus Luzerner Sicht am Schluss die beiden FCL-Treffer und der Punktgewinn. Ganz egal, dass er mit viel Glück zu Stande gekommen ist. «Bei allen Mängeln in unserem Spiel, wichtig ist, dass wir das Unentschieden noch geholt haben und somit ordentlich in die Saison gestartet sind», meinte Schneuwly. «Eine Niederlage hätte einen fahlen Beigeschmack gehabt.»

Eine ähnliche Geruchskomponente hat auch das langfristige Angebot für Schneuwly von Constantin. Der kündigte übrigens an, am Montag den Luzernern eine neue Offerte zu machen.

Hinweis

Mehr zur Super League lesen Sie auf Seite 22.

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