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FUSSBALL: Schneuwlys Lieblingsgegner

Luzern trifft heute (18.00) im Cup-Viertelfinal auf Gastgeber Aarau, den Letzten der Challenge League. FCL-Stürmer Marco Schneuwly hat gute Erinnerungen ans Brügglifeld. Das soll so bleiben.
Eine Geste, die er noch nirgends so oft gemacht hat wie gegen Aarau: FCL-Stürmer Marco Schneuwly freut sich über einen Torerfolg (hier im Mai dieses Jahres in Vaduz). (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Eine Geste, die er noch nirgends so oft gemacht hat wie gegen Aarau: FCL-Stürmer Marco Schneuwly freut sich über einen Torerfolg (hier im Mai dieses Jahres in Vaduz). (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Daniel Wyrsch

Marco Schneuwly (30) wirkt am Tag vor dem Cup-Viertelfinal in Aarau gelassen. Der sechsfache Saisontorschütze ist guten Mutes. Das wegweisende 1:0-Führungstor konnte er am letzten Samstag zum 3:1-Heimsieg über die Young Boys beisteuern. Mit diesem Erfolg verteidigte der FC Luzern Platz 4 in die Winterpause. Wenn es nach dem Kopf des FCL-Stürmers geht, soll der Matchverlauf in Aarau nicht anders aussehen. «Auf los, gehts los! Unser primäres Ziel ist, relativ früh in Führung zu gehen, um das Spiel in die richtigen Bahnen zu lenken.» Würde im Umkehrschluss bedeuten, dass «die Aarauer in Rückstand geraten, nicht auf Abwarten und hinten reinstehen spielen könnten».

Denn Schneuwly glaubt zu wissen, mit welcher Taktik das Schlusslicht der Challenge League höchstwahrscheinlich in diesen Cupfight steigt: «Die Aarauer werden uns das Spieldiktat überlassen, selber mit langen Bällen operieren und auf Abwehrfehler von uns lauern.»

Atmosphäre wie zu Hause

Der gebürtige Freiburger freut sich auf zahlreiche FCL-Anhänger, die nach Aarau reisen. «Es herrscht eine riesige Vorfreude. Wir hatten diese Woche Kontakt zu FCL-Fans, die eine spezielle Choreo planen. Ich hoffe, es wird sich anfühlen wie in einem Heimspiel.»

Ans altehrwürdige Brügglifeld-Stadion hat Schneuwly sowieso gute Erinnerungen: Im letzten Aufeinandertreffen Anfang Mai schoss er beim 6:2-Auswärtssieg gegen den späteren Super-League-Absteiger zwei Tore und gab drei Assists. Vor etwas mehr als einem Jahr erzielte er dort die 1:0-Führung, Luzern gewann schliesslich 3:0. «Ein guter Kollege ist Aarau-Fan, er hat mich gescholten, weil ich gegen seinen Lieblingsklub fast immer erfolgreich bin», erzählt Schneuwly. Tatsächlich ist der Mittelstürmer gegen keinen anderen Konkurrenten in seiner Karriere derart produktiv gewesen, wie gegen den FCA: In total 20 Partien auf Seiten von Luzern, Thun und YB ist Schneuwly auf 22 Skorerpunkte (10 Treffer, 12 Assists) gekommen. Aarau ist statistisch sein Lieblingsgegner.

Babbel warnt seine Mannschaft

Luzern-Trainer Markus Babbel ist vor der letzten Pflichtaufgabe des Kalenderjahres 2015 leicht aufgekratzt. Er warnt sein Team mit der längst bekannten Phrase: «Der Cup hat seine eigenen Gesetze.» Und ergänzt etwas tiefer blickend: «Wenn wir meinen, im Schongang weiterzukommen, dann könnte es am Samstag sehr unangenehm werden.»

Immer wieder hat er in den über 14 Monaten, die er hier für das Team die Verantwortung trägt, Enttäuschungen betreffend der Einstellung erleben müssen. Zu 100 Prozent scheint er den Spielern in dieser Hinsicht noch immer nicht über den Weg zu trauen. «Bislang hat es in dieser Woche keine Anzeichen gegeben, dass einer nicht wüsste, um was es in Aarau gehen würde.»

Schneuwly und die richtige Balance

Schneuwly hingegen zeigt sich überzeugt, dass alle Spieler die Aufgabe topseriös in Angriff nehmen. «Jeder weiss doch jetzt, welche Chancen wir haben, in den Halbfinal einzuziehen. Der Cup bietet uns eine super Gelegenheit, um Klubgeschichte zu schreiben.»

Der Routinier findet übrigens nicht, dass die FCL-Spieler dann und wann nicht die volle Spannung aufbringen. «Manchmal erkenne ich, dass es einige zu gut machen wollen und sich dadurch verkrampfen.»

Schneuwly selber strahlt bis zum Schluss des Gesprächs die Gelassenheit eines Erleuchteten aus. Gerade er als Goalgetter könne das Toreschiessen nicht erzwingen. «An manchen Tagen klappt es, an anderen weniger.»

Eine Tormaschine wie die Weltfussballer Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo sei er nicht, hat er schon mehrmals und wahrscheinlich ohne grössere Mühe feststellen können. «Nur im Brügglifeld habe ich öfter getroffen als Messi und Ronaldo», packt Schneuwly seinen Galgenhumor mit einem Augenzwinkern aus.

Cup-Viertelfinals

Cup-Viertelfinals. Heute, 18.00: Aarau (ChL) - Luzern. – 18.30: Thun - Zürich. – Sonntag, 14.30: Lugano - Köniz (PL). – 15.30 (SRF 2): Sion - Basel.

Die Halbfinal-Auslosung findet am Sonntag in der TV-Sendung «Sportpanorama» (SRF 2/18.15) statt.

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