Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FUSSBALL: Schürpf schiesst den FC Luzern zum Sieg gegen Thun

Der FC Luzern gewinnt gegen den FC Thun zum dritten Mal im vierten Spiel unter Trainer Gerardo Seoane. Die Abstiegssorgen schwinden nach dem 2:1.
Der zweifache Torschütze Pascal Schürpf (rechts) jubelt, Valeriane Gvilia freut sich mit. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 25. Februar 2018))

Der zweifache Torschütze Pascal Schürpf (rechts) jubelt, Valeriane Gvilia freut sich mit. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Luzern, 25. Februar 2018))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Ein seltsames Spiel boten der FC Luzern und der FC Thun. Dazu passten die aussergewöhnlich kalten Bedingungen – bei minus 5 Grad Celsius schauten sich nur 7362 Zuschauer die Begegnung an. Das ist Saison-Minusrekord im «Kühlschrank» Swisspor-Arena. Die Zuhausegebliebenen haben zumindest eine turbulente erste halbe Stunde verpasst.

Der FCL startete selbstbewusst. Bereits in der 7. Minute konnte sich Ruben Vargas am linken Flügel durchdribbeln. Er schloss die tolle Aktion mit einem Schuss ab. Thun-Goalie Djordje Nikolic liess den Ball nach vorne abprallen, wo Pascal Schürpf zur Stelle war und entschlossen zum 1:0 einschoss. Ausgerechnet der 28-jährige Basler, der unter dem neuen FCL-Trainer Gerardo Seoane gestern zum ersten Einsatz gekommen war. Eine Muskelverletzung hatte Schürpf seit Januar am Spielen gehindert.

Weil am Sonntag mit Tomi Juric und Shkelqim Demhasaj gleich beide nominellen Mittelstürmer gesperrt ausgefallen waren, durfte Schürpf bei seinem Comeback als alleinige Angriffsspitze auflaufen. «Ich bin den Trainern dankbar, dass sie auf mich gesetzt haben», sagte der kräftige 1,90-Meter-Mann.

Doch die frühe Führung war für die Innerschweizer nicht nur Segen. Nach einem von Idriz Voca optimal ausgelösten Konter stellte der FCL den Spielbetrieb zwischenzeitlich ein. Das stellte auch der Coach fest. «Die Reaktion auf das 1:0 fiel nicht wie gewünscht aus. Wir haben uns passiv verhalten, dabei wollten wir doch aktiv bleiben», so Seoane. Kein Wunder, kamen die mutigen Gäste aus dem Berner Oberland immer mehr auf. Linksverteidiger Sven Joss schoss in der 19. Minute den 1:1-Ausgleich. Beim Schuss aus 15 Metern sah Torhüter Jonas Omlin unglücklich aus. Keine gute Figur machte auch Christian Schwegler im ­Duell gegen Nelson Ferreira, dem Passgeber für den Torschützen Joss.

Zwei Thuner Pfostenschüsse gegen passive und unsortierte Luzerner

Für Schwegler (33), der nach einem überstandenen Innenbandriss zum ersten Mal nach vier Monaten Pause wieder spielte, war der 35-jährige Ferreira zu flink. Die Luzerner hatten Glück, dass der ungedeckte Nicolas Hunziker in der 24. Minute eine Flanke von Ex-FCL-Flügel Ferreira nur an den Aussenpfosten köpfelte. Zwei Minuten später traf Matteo Tosetti per Freistoss den gleichen Pfosten. Derart unsortiert und ohne Zugriff aufs Spiel haben sich die Luzerner unter Seoane noch nie präsentiert.

Doch schliesslich war es Thun-Trainer Marc Schneider, der hadern musste. «Wenn man die Tore nicht schiesst, wird es schwierig», sagte er, «vor allem, wenn der Gegner zwei Treffer erzielt.» Fast aus heiterem Himmel machte der FCL in der 32. Minute das 2:1. Auf einen weiten Einwurf von Schwegler schoss Hekuran Kryeziu einen tückischen Aufsetzer, der Nikolic erneut nach vorne abprallen liess. Zur Stelle war wiederum Schürpf, der aus kurzer Distanz einnetzte.

Seoane spielte danach auf Resultathalten. Taktisch richtig stabilisierte er die ungenügende Abwehr – unter anderem mit der Einwechslung von Innen­verteidiger Marvin Schulz für Schürpf und der Umstellung auf eine defensive Fünferkette. Der Unterhaltungswert der Partie konnte das frierende Publikum freilich nicht mehr erwärmen. Einzig ein Lattenschuss von Christian Schneuwly (85.) sorgte noch einmal für Aufsehen.

Matchwinner Schürpf verriet, wer ihn zu den zwei Toren zum sehr wichtigen 2:1-Sieg inspiriert hatte: «Ich schaute mir vor dem Match Szenen von Bayern-Profi Thomas Müller an.» Das wahre Erfolgsrezept für den FCL-Ersatzmittelstürmer.

Luzern (7.) hat vor dem Gang ins Wallis am nächsten Sonntag zehn Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht Sion. Auch gegenüber Thun (9.) beträgt der Vorsprung nach dem ersten Saisonsieg im Direktduell sechs Zähler. Mit Seoane holte der FCL in vier Spielen zehn Punkte. Eine überragende Effizienz.

Luzern – Thun 2:1 (2:1)

7362 Zuschauer. – SR Jaccottet.

Tore: 7. Schürpf (Vargas) 1:0. 19. Joss (Ferreira) 1:1. 32. Schürpf (Kryeziu) 2:1.

Luzern: Omlin; Schwegler, Cirkovic, Knezevic, Grether; Voca, Kryeziu; Schneuwly, Gvilia (82. Custodio), Vargas (72. Follonier); Schürpf (64. Schulz).

Thun: Nikolic; Kablan, Gelmi, Righetti, Joss (88. Facchinetti); Lauper; Tosetti, Hediger, Karlen, Ferreira (61. Da Silva); Hunziker (78. Dzonlagic).

Bemerkungen: Luzern ohne Demhasaj, Lustenberger, Juric (alle gesperrt), Arnold, Kutesa, Lucas Alves, Schindelholz und Sidler (alle verletzt), Schmid (krank); Faivre, Sorgic, Costanzo, Bigler, Glarner und Spielmann (alle verletzt). 21. Tor von Ferreira nicht anerkannt (Passgeber Tosetti zuvor im Abseits). 24. Kopfball von Hunziker an den Pfosten. 26. Freistoss von Tosetti an den Pfosten. 85. Lattenschuss von Schneuwly. Verwarnungen: 27. Knezevic (Foul), 49. Ferreira (Schwalbe), 58. Schürpf (Foul), 65. Schwegler (Foul), 71. Hediger (Foul) 76. Kryeziu (Foul).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.