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FUSSBALL: Schwegler: «Woche der Wahrheit»

Christian Schwegler trägt beim FCL erstmals die Captainbinde und ist gegen seinen Ex-Klub YB der grosse Antreiber. Nach dem 0:1 schaut der Ettiswiler sofort nach vorne auf die nächsten schwierigen Spiele.
Daniel Wyrsch
Luzerns Christian Schwegler im Zweikampf mit dem YB-Verteidiger Kevin Mbabu (rechts). (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 22. Oktober 2017))

Luzerns Christian Schwegler im Zweikampf mit dem YB-Verteidiger Kevin Mbabu (rechts). (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Luzern, 22. Oktober 2017))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Elf Zuzüge hat der FC Luzern seit Sommer getätigt. Längst nicht alle erwiesen sich als so wertvoll wie Christian Schwegler. Der 33-jährige Ettiswiler hat seine Qualitäten bei der 0:1-Heimniederlage gegen Tabellenleader Young Boys einmal mehr eindrücklich unter Beweis gestellt.

Von dem am Rücken verletzten Captain Claudio Lustenberger (30) hat er erstmals die Captainbinde übernommen – und gleich auch noch die Position des linken Verteidigers. «Der Seitenwechsel war für mich kein Problem, obwohl ich seit Jahren nicht mehr dort gespielt habe», sagte der sonst im rechten Couloir beheimatete Abwehrmann. Er spiele dort, wo ihn das Team brauche.

Das Team von Markus Babbel konnte Schwegler in diesem erwartet schwierigen Match gegen die kompakt, robust und hart auftretenden Young Boys sehr gut gebrauchen. Der heute in Schenkon lebende frühere YB-Profi war der grosse Antreiber im Luzerner Spiel auf der linken Aussenbahn. Spielerisch, kämpferisch und läuferisch agierte der mit Abstand älteste Luzerner vorbildlich.

Schwegler: «Wir müssen einen Zacken zulegen»

Dennoch war Schwegler sauer, weil «YB eine dieser Chancen genutzt hat, die wir ausliessen. Wir spielten nicht schlecht, aber das ist ein schwacher Trost.» Der Hinterländer findet, «dass wir nun einen Zacken zulegen müssen, um das Glück wieder auf unsere Seite zu zwingen».

Von aussen machte es den Anschein, dass beim FCL der letzte Glaube an die eigenen Fähigkeiten fehlte, um gegen die mannschaftlich geschlossenen Berner erfolgreich zu sein. Obwohl dieser Eindruck kaum falsch ist, möchte Schwegler diese Denkweise aus den Köpfen verbannen. «YB hat ein gutes Team, aber wir dürfen so nicht denken, weil YB heute zu schlagen gewesen wäre.»

Das gestrige 0:1 ist bereits die vierte Niederlage aus den letzten fünf Spielen, lediglich das 1:1 gegen GC in der letzten Runde brachte dem FCL einen Punkt ein. «Das ist keine zufriedenstellende Situation», stellte Schwegler mit ernster Miene fest. Er ist sich einen erfolgreicheren Fussball gewohnt, in den letzten acht Jahren feierte er mit Red Bull Salzburg sechs österreichische Meisterschaften. Er war denn auch im Juni mit einem anderen Anspruch zum Ausbildungsklub nach Luzern zurückgekehrt. Zumindest in der oberen Tabellenhälfte wollte er mit dem FCL mitmischen, in der aktuellen Phase kämpft das Team gegen den Absturz auf den letzten Platz.

Schwegler trotzig: «Ich will vorangehen, die Jungen aufbauen, aber auch mal dazwischenhauen, wenn es sein muss.» Für den erfahrenen Profi ist klar, was nun kommt: «Das wird die Woche der Wahrheit mit dem Cup-Achtelfinal am Donnerstag beim Erstligisten Echallens und dem Kellerduell am Sonntag gegen das Schlusslicht in Lugano.»

Babbel relativierte später: «Woche der Wahrheit ist ein Begriff, der nicht schon so früh in der Saison verwendet werden kann.» Sollte der FCL allerdings beide Partien verlieren, hätte der Coach einen Erklärungsnotstand.

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