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FUSSBALL: Seoane haucht FCL neues Leben ein

Gerardo Seoane gelingt der Einstand als Cheftrainer beim FC Luzern: Mit einer lange Zeit überzeugenden Leistung bezwingt seine Mannschaft Lausanne-Sport am Ende etwas glücklich mit 2:1.
Daniel Wyrsch
FCL-Linksverteidiger Claudio Lustenberger will einwerfen, Trainer Gerardo Seoane (rechts) nutzt diese Zeit für Anweisungen. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 3. Februar 2018))

FCL-Linksverteidiger Claudio Lustenberger will einwerfen, Trainer Gerardo Seoane (rechts) nutzt diese Zeit für Anweisungen. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 3. Februar 2018))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Als Schiedsrichter Stephan Klossner die hartumkämpfte Partie nach 93 Minutehn abpfiff, war die Erleichterung bei Gerardo Seoane und seinen Spielern greifbar. Der 39-jährige Rothenburger mit spanischen Wurzeln jubelte. Er ging auf Lausanne-Trainer Fabio Celestini zu, umarmte diesen ziemlich innig. Dabei gab er Celestini mit der rechten Hand einen doppelten Klapps auf den Rücken.

Seoanes Wunsch war in Erfüllung gegangen. Er konnte mit seiner sehr engagiert und solidarisch auftretenden Mannschaft diesen wichtigen Sieg im ersten Spiel als Cheftrainer und im ersten Spiel nach der Winterpause realisieren. Dabei hatte der FCL, der vor dem Match auf dem zweitletzten Tabellenplatz stand, die letzten vier Heimspiele gegen Lausanne nicht gewonnen. Nun schaffte Seoanes Team den ersten Heimsieg über die Waadtländer seit viereinhalb Jahren und dem 2:0 am 14. Juli 2013 unter Carlos Bernegger.

Schussstarker Kololli bringt den FCL zum Zittern

Diese Statistik war den Spielern ziemlich egal. Mittelfeldspieler Hekuran Kryeziu gab nach dem Match zu, dass er davon nichts wusste. «Hauptsache ist, dass wir gleich zum Auftakt gewonnen haben», sagte er lächelnd. Seoane meinte in der Medienkonferenz: «Ich freue mich für die Mannschaft und meine Spieler. Alle haben in den letzten vier Wochen der Vorbereitung voll mitgezogen, waren auf den Punkt X bereit.»

Natürlich hatte Seoane das Zittern in den Schlussminuten nicht vergessen, nachdem Benjamin Kololli in der 88. Minute den 1:2-Anschlusstreffer erzielt hatte und in der 90. Minute mit einem gewaltigen Freistoss an die Lattenunterkante viel Pech beklagte. «Wir haben uns das Wettkampfglück in den letzten Wochen mit unserem tadellosen Einsatz erarbeitet», fand Seoane.

Auch der Spielverlauf war ganz nach dem Geschmack des neuen Luzern-Trainers. Zum 1:0 von Francisco Rodriguez nach 50 Sekunden meinte Seoane: «Das frühe Tor hat uns Mut gegeben.»

Er hatte seine Mannschaft sowohl kämpferisch wie taktisch hervorragend eingestellt. Hernach durfte der Coach zufrieden analysieren: «Wir haben den Gegner früh angelaufen und attackiert. Da die Lausanner spielstark sind und über kreative Leute verfügen, wollten wir sie früh bremsen.» Das ist dem FCL zweifellos gelungen. Nach etwas mehr als einer halben Stunde stand es nach einem Weitschuss von Christian Schneuwly, den Alain Rochat ablenkte, 2:0 (31.). FCL-Verteidiger Marvin Schulz traf zudem an den eigenen Pfosten (42.).

Das enorme läuferische Engagement wurde den Gastgebern am Ende fast zum Verhängnis: «Nach 70 Minuten sind uns die Kraftreserven langsam ausgegangen», gab Seoane zu, «wir haben etwas gelitten.» Die Spieler bissen sich durch, konnten den 2:1-Vorsprung wie erwähnt über die Zeit retten.

Mit dem sechsten Saisonsieg und nunmehr 23 Punkten rückt der FCL vorläufig von Platz 9 auf 7 vor, allerdings könnte er heute von Lugano (8.) und Thun (9.) überholt werden, falls diese in Basel und in Zürich gewinnen sollten.

Für Seoane ist klar, dass dieser bedeutende Sieg noch längst nicht die Befreiung der Abstiegssorgen ist. «Bis zur letzten Runde müssen wir weiterfighten. In dieser engen Meisterschaft müssen das alle Mannschaften tun, es gibt für kein Team einen Freifahrtsschein», betonte er. «Besonders wir mit unseren vielen jungen Profis müssen uns von Spieltag zu Spieltag weiter verbessern.»

Super League

20. Runde: Luzern – ­Lausanne 2:1. Young Boys – St. Gallen 2:0.

Heute, 16 Uhr: Basel – Lugano. Sion – Grass­hoppers (SRF 2). Zürich – Thun.

1. Young Boys 20 13 4 3 45:20 43

2. Basel 19 11 5 3 39:16 38

3. Zürich 19 7 7 5 24:21 28

4. St. Gallen 20 8 3 9 26:39 27

5. Lausanne-Sport 20 7 4 9 34:38 25

6. Grasshoppers 19 6 6 7 26:27 24

7. Luzern 20 6 5 9 27:35 23

8. Lugano 19 6 4 10 20:28 22

9. Thun 19 6 3 10 30:35 21

10. Sion 19 4 5 10 23:35 17

Luzern – ­Lausanne 2:1 (2:0)

11373 Zuschauer. – SR Klossner.

Tore: 1. Rodriguez (Juric) 1:0. 31. Schneuwly (Kryeziu) 2:0. 88. Kololli 2:1.

Luzern: Omlin; Grether, Schmid, Schulz, Lustenberger; Voca, Kryeziu; Vargas (65. Kutesa), Schneuwly, Rodriguez (75. Demhasaj); Juric (84. Ugrinic).

Lausanne: Castella; Marin (83. Gétaz), Rochat, Monteiro; Maccoppi (68. Zidane), Schmid, Fransson, Pasche (68. Geissmann), Kololli; Zeqiri, Rapp.

Bemerkungen: Luzern ohne Arnold, Schwegler, Custodio und Schindelholz (alle verletzt). Lausanne ohne Manière, Zarate, Dominguez (alle verletzt) und Margiotta (nicht qualifiziert). 41. Schulz trifft bei einer Abwehr den Pfosten des eigenen Tores. 90. Lattenschuss Kololli. – Verwarnungen: 16. Vargas (Foul), 20. Rapp (Foul), 27. Juric (Unsportlichkeit), 37. Rodriguez (Reklamieren), 83. Schmid (Schwalbe).

Young Boys – St. Gallen 2:0 (1:0)

16647 Zuschauer. – SR San.

Tore: 28. Hoarau (Sulejmani) 1:0. 47. Sulejmani (Bertone) 2:0.

Young Boys: Wölfli; Mbabu, Nuhu, von Bergen, Benito; Sulejmani (85. Moumi Ngamaleu), Bertone, Sow, Fassnacht (91. Aebischer); Hoarau (88. Nsame), Assalé.

St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Wiss, Musavu-King; Aratore, Toko, Barnetta, Sigurjonsson (69. Aleksic), Gönitzer (81. Muheim); Babic (69. Buess), Itten.

Bemerkungen: Verwarnungen: 21. von Bergen (Foul), 29. Assalé (Foul), 40. Gönitzer (Foul), 40. Barnetta (Reklamieren), 85. Wiss (Foul), 90. Aleksic (Reklamieren).

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