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FUSSBALL: Seoanes grösster Sieg

Die wiedererwachte Begeisterung beim FC Luzern hat einen Namen: Gerardo Seoane. Der Trainer hat die Mannschaft zu einer mit Feuer kämpfenden Einheit geformt.
Daniel Wyrsch
Gerardo Seoane, der Dirigent an der Seitenlinie. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 11. März 2018))

Gerardo Seoane, der Dirigent an der Seitenlinie. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 11. März 2018))

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Gerardo Seoane (39) packte seinen Linksaussen Pascal Schürpf (28) an den Armen. Mitten im Spiel gegen den FC Basel an der Seitenlinie. Die 62. Minute lief. Was hat die ziemlich rüde Aktion des FCL-Trainers bezwecken sollen? Seoane antwortete nach dem 1:0-Heimsieg über Serienmeister Basel ruhig: «Ich habe ihm meine Emotionen ins Blut gegeben, damit er die restlichen acht Minuten bis zur Auswechslung engagiert weiterspielt.» Hintergrund: Da Schürpf wegen einer Muskelverletzung die Wintervorbereitung verpasst hatte, fehlt ihm das Fundament für Auftritte über die vollen 90 Minuten. Seoane erklärte, er müsse ihn derzeit immer auswechseln.

Das Beispiel Schürpf zeigt, wie individuell Seoane mit seinen Schützlingen umgeht. Er geht direkt auf sie ein, ob verbal, mit Gesten oder in der Hitze des Gefechts auch mal unkonventionell mit resoluten Griffen. Schürpf, der in der 70. Minute durch Olivier Custodio ersetzt wurde, ist des Lobes voll über den Coach: «Er bringt Feuer rein, alle ziehen mit, wir sind eine Einheit.»

FCL-Trainer macht das Spiel vor dem 1:0-Siegtor schnell

Der beim FC Basel ausgebildete Offensivspieler hat nach zwei Toren zum 2:1-Sieg gegen Thun und einem Treffer zum 1:1 in Sion auch in seinem dritten aufeinanderfolgenden Einsatz seit der Rückkehr Zählbares für den FC Luzern geleistet: Er gab die scharfe und präzise Hereingabe, die der georgische Nationalspieler Valeriane Gvilia direkt nach der Pause zum 1:0-Siegtor verwertete. Bei diesem bilderbuchmässig vorgetragenen Angriff machte Seoane den Anfang: Er fing den Ball an der Seitenlinie auf, übergab ihn Schürpf, der das Spiel mit dem Einwurf zu Christian Schneuwly schnell machte. Sekunden später lag der Ball im Netz hinter FCB-Goalie Tomas Vaclik.

Für Gerardo Seoane ist dieser vierte Sieg im sechsten Spiel der bisher grösste als Profitrainer. Er hat mit seinem Team das grosse Basel bezwungen. Notabene den Meister, der verzweifelt versucht hat, den Rücktand auf Leader YB nicht grösser werden zu lassen. Elf Runden vor Saisonschluss beträgt der Abstand zu den Bernern nun bereits 17 Punkte, wobei die Basler noch zwei verschobene Partien (Lausanne, Zürich) mehr zu bestreiten haben. Der letzte FCL-Sieg über Basel datiert übrigens von Mitte Mai 2016, beim 4:0 von damals waren die Gäste längst Meister.

Seoane blieb in der Stunde des süssen Triumphes gelassen. Er erklärte, dass er sein Team auf die schwierigen Platzverhältnisse sowie auf den Gegner eingestellt hatte. «Wir haben dem Gegner wenig Raum in die Tiefe gelassen, da Basel schnelle Spieler besitzt.» Aggressives Gegenpressing und schnelles Umschaltspiel waren die weiteren Rezepte. Damit hat der FCL unter Seoane aus sechs Spielen 14 Punkte geholt, ist die Tabelle von Platz 9 auf 5 hochgeklettert. Seoane: «Die Bilanz ist, wie sie ist.» Er sagte, er habe fast das gleiche Team wie zuvor. Das hatte mit Markus Babbel in 19 Partien 20 Zähler geholt.

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