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FUSSBALL: Seoanes Startspiel macht neugierig

Der Zuschauerschwund beim FC Luzern war alarmierend. Zum Auftakt der zweiten Halbserie am Samstag (19 Uhr) gegen Lausanne stehen die Zeichen besser: Über 10'000 Tickets wurden bereits verkauft.
Daniel Wyrsch
FCL-Trainer Gerardo Seoane (rechts): Am Samstag hat er seine Premiere in der Super League. (Bild:)

FCL-Trainer Gerardo Seoane (rechts): Am Samstag hat er seine Premiere in der Super League. (Bild:)

Daniel Wyrsch

daniel.wyrsch@luzernerzeitung.ch

Gerardo Seoane heisst der neue Hoffnungsträger in Luzern. Nach sieben Jahren als Trainer im Nachwuchs und einem Intermezzo bei den Profis als Interimscoach im April 2013 (1:2 in Sion) steht der 39-jährige Schweiz-Spanier am Samstag zum ersten Mal als Cheftrainer an der Seitenlinie.

Seoanes Einstand gegen Lausanne ist der Auftakt in die zweite Saisonhälfte. Beim Publikum weckt der FCL-Neuanfang nach mehr als drei Jahren mit Markus Babbel offensichtlich das Interesse. Die Leute sind nach recht guten Leistungen in den Testpartien neugierig, wie die Mannschaft im ersten Ligaspiel auftritt. So wurden bis gestern Mittag bereits über 10 200 Tickets für den Startmatch im Vorverkauf abgesetzt. Das ist eine erstaunliche Zahl, weil die Zuschauerzahlen bei den FCL-Heimspielen zuletzt alarmierend gesunken sind. Mitte Dezember, im letzten Match vor der Winterpause, kamen nur noch knapp 9000 Besucher in die Swisspor-Arena, um die Begegnung mit Leader YB zu sehen.

Die durchschnittliche Zuschauerzahl pro Heimmatch ist in der Vorrunde, erstmals seit der FCL im Sommer 2011 in die Swiss­por-Arena einzog, unter 10 000 gefallen. 9617 Fans waren es im Schnitt in den zehn Ligaspielen von Juli bis Dezember. Der Rückgang von 1338 Eintritten pro Heimpartie schmerzt die Verantwortlichen, nachdem in der Vorsaison noch 10 955 Leute durch die Stadiondrehkreuze gingen.

Einerseits hat der Zuschauerschwund natürlich mit der sportlich enttäuschenden ersten Halbserie und dem vorletzten Tabellenplatz zu tun. Andererseits sind Gründe dafür auch ausserhalb von Trainer und Team zu finden.

Bieri gibt sich trotz «Blasen an den Füssen» kämpferisch

Mit den zahlreichen Führungs- und Personalwechseln in den letzten Jahren hat der FCL zweifellos Sympathien verloren. Die vor einem Jahr publik gemachte Vision 2021 ist bis jetzt nicht restlos bei den Fans angekommen. «Wir wollen Fussballfeste feiern und Pokale gewinnen», lautet einer der Slogans. Dieser steht im Widerspruch zur aktuellen Situation. Verwaltungsrat Josef Bieri hat kürzlich einen Vergleich gemacht: «Wir wollen auf den Pilatus, sind derzeit aber erst auf der Krienseregg und haben Blasen an den Füssen.» Bieri gibt sich kämpferisch: «Jetzt kann man die Schuhe ausziehen und barfuss aufgeben. Das machen wir aber nicht, sondern kleben ein Pflaster auf die Blase und gehen unseren Weg beharrlich weiter, bis wir auf dem Pilatus sind.»

Wenn man CEO Marcel Kälin konfrontiert, dass spektakuläre und wichtige Ex-Spieler wie Neumayr, Marco Schneuwly, Hyka, Puljic oder Jantscher dem Publikum als Attraktionen fehlen würden, verteidigt er den eingeschlagenen Weg. «Ich bin überzeugt, dass wir bereits attraktive Spieler haben. Zum Beispiel Tomi Juric, Daniel Follonier mit dem starken linken Fuss oder Ruben Vargas, der ins Duell eins gegen eins geht.» Und: «Es geht auch darum, wie wir als Team auftreten.»

Obwohl Tickets in Luzern wegen der Billettsteuer 10 Prozent teurer sind als beim Rest der Liga, «haben wir auch gute Plätze, die preiswerte 28 Franken kosten», so Kälin. Und er ist sicher: «Unseren Zuschauern wird es gefallen, wie wir unter Seoane spielen.»

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